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ArchiTV - TV-Programm April 2004

Hier finden Sie die interessantesten Fernsehsendungen rund um das Thema Architektur und Bauen im Monat April 2004. Damit Sie auf dem Laufenden bleiben, wird der Beitrag aktualisiert, sobald uns Informationen zu neuen Sendungen vorliegen. Also immer wieder mal reinschaun!

Freitag, 2. April 2004, 14:55 - 15:10 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Raffaele Cavadini

Freitag, 2. April 2004, 18:00 - 18:30 Uhr (3sat)
Stadt, Land, Fluss - Folge 5 von 6
Noble Adressen - Das Beisheim-Center am Potsdamer Platz

Der neue Potsdamer Platz feierte seinen fünften Geburtstag. Zwischen Tiergarten und Sony-Komplex setzte der medienscheue Metro-Gründer Otto Beisheim ein Zeichen für die Nachwelt: Zwei Hotels, zwei Bürohäuser und ein Appartementhaus umfasst der Komplex. Kernstück und Blickfang ist das Ritz Carlton Hotel. Der Bau versucht die 30er Jahre-Architektur Chicagos mit der Klassizität Karl-Friedrich Schinkels zu vereinen. Im Appartementkomplex des Architekten David Chipperfield kann man von der Badewanne aus auf den Tiergarten blicken.

Freitag, 2. April 2004, 20:15 - 21:00 Uhr (N24)
Wolkenkratzer, Brücken, Tunnel

Ob als extravagantes Kasinohotel in Las Vegas oder als riesiges Bürogebäude in New York oder Frankfurt - überall auf der Welt prägen Wolkenkratzer mittlerweile das Bild moderner Großstädte. Mit der Höhe eines Gebäudes wachsen aber auch die architektonischen Anforderungen. Diese Episode 'Immer höher' macht deutlich: Innovative Konstruktionsverfahren und hochwertige Materialien sind unabdingbare Voraussetzungen, um diese Giganten aus Stahl und Beton zu errichten.

Samstag, 3. April 2004, 17:55 - 18:10 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Theo Hotz
Bauen in der Formel 1

Wiederholung am Montag, 5. April 2004, 11:20 - 11:40 Uhr

Sonntag, 4. April 2004, 20:45 - 22:20 Uhr (Arte)
Kathedralen - Wunder aus Stein

Wiederholung am Sonntag, 4. April 2004, 20:45 - 22:20 Uhr
Wiederholung am Montag, 12. April 2004, 00:20 - 01:55 Uhr

Ende des 12. Jahrhunderts wurden im Norden Frankreichs Sakralbauten errichtet, die vom wachsenden Ehrgeiz der Bischöfe und Domherren zeugten. Inmitten der Städte erreichten die Kathedralen, die Hauptkirchen der Bistümer, Schwindel erregende Höhen. Die Bürger der Städte erfassten schnell die symbolische Bedeutung dieser Bauten und trugen zur Finanzierung bei. Die Kathedralen stellten vor allem in architektonischer Hinsicht herausragende Neuerungen dar. Ihre Höhe - bis dahin in der westlichen Baukunst unerreicht - war das äußere Zeichen des technischen Fortschritts, der dem neuen Baustil zum Durchbruch verhalf. Noch heute, 700 Jahre später, rufen gotische Kathedralen, die erstmals in der reichen Region der Île de France errichtet wurden, Erstaunen hervor. In 200 Jahren entstanden 80 Kathedralen. Der neue Baustil setzte sich rasch in Europa durch, zunächst in England, Flandern und Deutschland, später auch in Spanien, Polen und Schweden bis nach Zypern. Was führte damals zur Entstehung dieser tollkühnen Bauwerke? Mit dem Ende des ersten Jahrtausends ging für Frankreich eine düstere Zeit zu Ende. Feudalkriege und Invasionen hatten das Land in Schutt und Asche gelegt und schreckliche Hungersnöte und Epidemien mit sich gebracht. Die dezimierte Bevölkerung konnte nicht begreifen, wie der Allmächtige diese Barbarei geschehen lassen konnte. Der erste gotische Bau war die Abteikirche von Saint-Denis, die Grabstätte der französischen Könige. Abt dieser Kirche nahe Paris war Suger von Saint-Denis, der die Regierungsgeschäfte des abwesenden Königs führte. Nach Sugers Ansicht konnte Gott nicht in einem ärmlichen Tempel leben, so war für das Haus Gottes nichts zu prunkvoll, alles musste großartig und üppig sein, ein Spiegel der Wohnstatt des Allerhöchsten. Diese Auffassung spiegelt sich im Kathedralenbau wider.

Montag, 5. April 2004, 11:20 - 11:40 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Theo Hotz
Bauen in der Formel 1

Wiederholung vom Samstag, 3. April 2004

Montag, 5. April 2004, 11:30 - 11:55 Uhr (Phoenix)
Brücken dieser Erde
Der Garabit-Viadukt - St.-Flour, Frankreich

In den Ausläufern des französischen Zentralmassivs liegt das Departement Cantal. Tiefe Schluchten prägen das Bild der vulkanischen Landschaft. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts bahnte ein Bauwerk dem Fortschritt einen Weg durch die unwirtliche Region: der Garabit-Viadukt - 3900 Tonnen Eisen, 564 Meter lang, der Bogen 165 Meter weit über das Flusstal der Truyère gespannt. Mit über 122 Metern Höhe zwischen Talsohle und Bogenscheitel war sie fast ein Jahrhundert lang die höchste Eisenbahnbrücke der Welt. 1880 begannen die Bauarbeiten in Garabit. Ausgeführt wurde das Projekt von der 'Brückenbauanstalt Eiffel & Companie, Paris', deren Inhaber Gustave Eiffel bereits ein halbes Dutzend Brücken im Zentralmassiv gebaut hatte. Léon Boyer, 29, Ingenieur im benachbarten Marevejois, entwarf den Viadukt von Garabit. 1884, nach vier Jahren Bauzeit, war die Brücke fertig - ein neues Glanzlicht in der Karriere von Gustave Eiffel, dem sein kreativer Umgang mit Metall den Titel 'Eisenzauberer' einbrachte. Garabit entwickelte sich bald zum Ausflugsziel der Region. Im Zeitalter der Hochgeschwindigkeitszüge jedoch hat die Brücke kaum noch eine Funktion, sie erstrahlt heute, über ein Jahrhundert nach ihrer Fertigstellung, in sanftem Scheinwerferlicht, damit die Vorbeifahrenden wenigstens einen Blick auf das Meisterwerk werfen können.

Dienstag, 6. April 2004, 11:30 - 11:55 Uhr (Phoenix)
Brücken dieser Erde
Die Brücke über den großen Belt - Dänemark

Die Verbindung über diesen sogenannten Großen Belt ist eine der wichtigsten Verkehrsadern Dänemarks. Seit dem 16. Jahrhundert existierte Fährverkehr über das Meer. Aber immer wieder brachten stürmische See und Eis in harten Wintern die Verbindung zum Erliegen - und teilten Dänemark.1998 wurde die Store Belt Brücke eröffnet: Insgesamt 22 Kilometer ist die Kombination aus Autobahn- und Eisenbahnbrücke lang - ein schnörkelloser Gigant aus Stahl und Beton. Herzstück ist die 2,7 Kilometer lange Hängebrücke mit einer Durchfahrtsöffnung von 1624 Metern die zweitgrößte Hängebrücke der Welt. Mit 254 Metern Höhe sind ihre Pylonen die höchsten Bauwerke Dänemarks. Aber die Brücke über den Großen Belt hat auch Opfer gefordert. Am Ostende der Brücke, auf der Insel Seeland, liegt die Kleinstadt Korsör, am Westende auf Fünen Nyborg. Beide Städte lebten gut mit und von dem Fährbetrieb. Seit die Große-Belt-Brücke eröffnet wurde, fehlt ihnen die Lebensader. Heute gleichen die riesigen Areale der ehemaligen Fährhäfen Geisterstädten. Obwohl die Mautgebühr für einen PKW auf der Store-Belt-Brücke 35 Euro beträgt, übersteigt der Ansturm die Erwartungen. Die Zahl der Passagen zwischen West und Ost hat sich - mit über 20.000 Fahrzeugen täglich - mehr als verdoppelt.

Mittwoch, 7. April 2004, 11:30 - 11:55 Uhr (Phoenix)
Brücken dieser Erde
Die Rialto-Brücke - Venedig, Italien

Samstag, 10. April 2004, 17:55 - 18:10 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Deville, Anzevui, Landecy

Wiederholung am Montag, 12. April 2004, 11:20 - 11:40 Uhr
Wiederholung am Freitag, 16. April 2004, 14:55 - 15:10 Uhr

Sonntag, 11. April 2004, 09:15 - 10:00 Uhr (3sat)
Der verborgene Blick

In achtjähriger Arbeit komponierte Olivier Messiaen sein einziges Bühnenwerk 'Saint François d'Assise', eine szenische Meditation über Leben und Tod des heiligen Franz von Assisi. Die Uraufführung fand im Jahre 1983 an der Pariser Oper unter Seiji Ozawa statt. 2002 inszeniert die Deutsche Oper Berlin das Stück unter der musikalischen Leitung von Marc Albrecht, der international renommierte Architekt Daniel Libeskind ist erstmalig für szenische Konzeption, Bühne und Kostüme verantwortlich. Die Hauptrollen singen Ofelia Sala als L'ange und Frode Olsen als Saint François d'Assise. Die Dokumentation zeigt die Entwicklung der Operninszenierung 'Saint François d'Assise' von Olivier Messiaen an der Deutschen Oper Berlin.

Sonntag, 11. April 2004, 16:00 - 17:00 Uhr (BR alpha)
Architektur der Jahrtausendwende: Paris

Die "Grands Projets" der Ära Mitterrand haben ein neues architektonisches Zeitalter in Europa eingeleitet. In nur zehn Jahren hat der Sozialist Mitterrand seine städtebaulichen Zukunftsvisionen in die Tat umgesetzt und mit seinen gigantischen Bauprojekten die Stadt – wie kein Monarch zuvor – verändert. Die königliche Achse, vom Louvre über die Champs Elysées und den Arc de Triomphe nach Westen ausstrahlend, liess er im fernen Hochhausviertel La Defense durch einen kolossalen neuen Triumphbogen krönen: La Grande Arche, das "Fenster zur Welt", durch das die Arche weiter nach Westen fortgeführt wird. Der Louvre selbst wurde durch den Bau der Pyramide als Eingang neu organisiert und ein ganzer Flügel durch die Ausquartierung von 5000 Staatsbeamten des Finanzministeriums dem Museum angegliedert. Am Place de la Bastille entstand die riesige Oper für das Volk und in La Villette errichtete Mitterrand einen gewaltigen Volkspark, verbunden mit einer "Wissenschaftsstadt" und einer "Musikstadt". Das Finanzministerium in Bercy, der Bau der grössten Bibliothek der Welt, das Institut du Monde Arabe, ein neues Konferenzzentrum zu Füssen des Eiffelturms – all diese gigantischen Monumente und Projekte schaffen neue urbane Zentren in Paris und haben Mitterrands Traum, Paris wieder ins Zentrum der Weltkultur zu setzen, bereits erfüllt. Joan Nouvel, Dominique Perrault und Christian de Portzamparc, die drei pominentesten Architekten der "Grands Travaux", erläutern ihre Absicht und stellen die neuen Projekte vor.

Sonntag, 11. April 2004, 19:15 - 20:00 Uhr (3sat)
Paul Klee - Die blaue Glut

Paul Klee (1879-1940), einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts, ist Poet und Revolutionär - und der erklärte Lieblingsmaler großer Musiker und Architekten.
Die Dokumentation von Birgitta Ashoff konzentriert sich auf das Spätwerk des Meisters und seine Beziehungen zur Musik und Architektur. Der Architekt Renzo Piano, der das neue Paul-Klee-Zentrum in Bern baut, kommentiert sein Lieblingsprojekt und erzählt von seiner persönlichen Vorliebe für den Maler. Den berühmten Komponisten und Dirigenten Pierre Boulez regten Paul Klees Bilder zum Komponieren an. Die Sammler Heinz Berggruen und Ernst Beyeler verraten, weshalb ihr Enthusiasmus für Klee mindestens so groß ist wie der für Picasso. Außerdem führt der Film zu den Quellen der Kleeschen Bildwelt: der mediterranen Architektur, dem orientalischen Wasserzauber und den rhythmisierten Fassaden. Seine oftmals heiteren Motive sind rätselhaft und laden zum lustvollen Dechiffrieren ein.

Montag, 12. April 2004, 00:20 - 01:55 Uhr (Arte)
Kathedralen - Wunder aus Stein

Wiederholung vom Sonntag, 4. April 2004

Montag, 12. April 2004, 16:00 - 17:00 Uhr (BR alpha)
Architektur der Jahrtausendwende: Berlin

Über sechs Jahre hat die Autorin die grossen Bauobjekte in der neuen Hauptstadt filmisch begleitet, die Entstehung ganzer Stadtquartiere wie DaimlerCity und SonyCenter am Potsdamer Platz von den Anfängen aus der Schlammwüste im Mauerbrachland bis zur Fertigstellung dokumentiert. Stararchitekten wie Renzo Piano, Helmut Jahn, Normen Foster, Axel Schultes und Nick Grimshaw stellen ihre Bauten vor, erläutern ihre Vorstellungen von Urbanität und Stadtbaukunst zu Beginn eines neuen Jahrtausends. Eine Zeitlang sind die Baustellen umfunktioniert zu Schaustellen. Vom Dach des Weinhauses Huth, von der Infobox, von Baukränen, Gerüsten und vom Hubschrauber aus kann der Zuschauer das Entstehen und Wachsen der Stadtteile und Bauten miterleben, bieten sich ihm aufregende Blicke und Perspektiven, die es nie mehr geben wird. Den Auftakt des Films bildet die Verhüllung des Reichstags durch Christo und Jeanne-Claude im Sommer 1995. Die grandiose Aktion sollte zum symbolischen Aufbruch und zum Beginn einer neuen Gesinnung in der wiedervereinigten Stadt werden. Von der kompletten Entkernung das alten Reichstagsgebäudes, dem Neubau des Plenarsaals, der aufregenden Konstruktion der Kuppel bis hin zur fertigen, lichtdurchfluteten Architektur des neuen Parlaments sind die verschiedenen Bauphasen eindrucksvoll dokumentiert. Auch die Logistik der Baustellen mitten im Herzen der Stadt, gewaltige Infrastrukturprojekte wie der Bau des Tiergartentunnels und die zeitweise Verlegung der Spree werden vorgestellt, ebenso die nach strengen Gestaltungsauflagen "kritisch" rekonstruierten historischen Plätze und Strassen wie der Pariser Platz und die Friedrichstrasse mit ihren Blockbauten oder das American Center am Checkpoint Charlie.

Mittwoch, 14. April 2004, 00:35 - 01:20 Uhr (Arte)
Exhibition

Die Dokumentation präsentiert sehr unterschiedliche Sichtweisen internationaler Künstler auf ein uns allen vertrautes Objekt - das Haus. Am Anfang steht der Trailer zu Alfred Hitchcocks Thriller 'Psycho', wo sich das Geheimnis des Hauses hinter einer Tür offenbart. Der spanische Künstler und Architekt Santiago Cirugeda Parejo schlägt Möglichkeiten vor, um die Wohnfläche eines Hauses auf legale wie illegale Weise zu erweitern. So hat er eine komplette illegale Siedlung in Madrid entworfen. Der polnische Filmemacher Zbig Rybczynski zeigt seinen international ausgezeichneten Kurzfilm 'Tango' aus dem Jahr 1981, eine Schwindel erregende Choreografie, die in Form eines Tanzes mit alltäglichen Gesten das Leben mehrerer Generationen in einem Haus veranschaulicht. Nur ein Jahr lang hatte die öffentliche Skulptur 'House' der englischen Künstlerin Rachel Whiteread Bestand. 1993 wurde der Abguss eines typisch viktorianischen zweistöckigen Londoner Wohnhauses angefertigt, indem jedes Zimmer mit Spezialbeton gefüllt wurde. Anschließend wurde die Fassade abgerissen. Leider fiel das Kunstwerk 1994 Bulldozern zum Opfer. Der belgische Regisseur Alain Platel erzählt in seiner Inszenierung 'Tous des Indiens' aus dem Jahr 2000 vom Leben zweier Familien in zwei nebeneinander liegenden farblosen und sich zum Verwechseln ähnlich sehenden Häusern, zwei Häusern mit großen Glasfenstern, die sie ihrer Privatsphäre berauben. Gordon Matta-Clark war Ende der 70er Jahre einer der einflussreichsten Künstler Amerikas. Seine Bekanntheit verdankt er u.a. der Aktion 'Splitting', in der er ein Haus der Breite nach in Scheiben schneidet. Das Künstlerpaar Christophe Berdaguer und Marie Péjus aus Marseille betrachtet Architektur als etwas Fiktives oder Utopisches. Für die beiden ist das Haus ein Ort, der unsere Beziehungen zur Welt zusammenfasst. Ihr Werk 'Maison qui meurent' entstand in Zusammenarbeit mit Architekten und dokumentiert die fortschreitende Zerstörung des Wohnraumes.

Mittwoch, 14. April 2004, 11:30 - 11:55 Uhr (Phoenix)
Brücken dieser Erde
Die Québec-Brücke - Kanada

'Die Einwohner von Québec müssen sich entweder eine Brücke oder eine neue Stadt bauen! Schaffen sie selbst keine Möglichkeit, um den St. Lorenz zu überqueren, werden rivalisierende Städte am südlichen Ufer entstehen. Die Wirtschaft der alten Hauptstadt Québec wird dann sterben', so der Ingenieur Edward William Serrel 1852. Die Stadt Québec wollte ihrer aufstrebenden Rivalin Montreal nicht kampflos die wirtschaftliche Vormachtstellung im Land überlassen. 1899 schlug der Chefingenieur Theodore Cooper eine Auslegerbrücke aus Stahl mit 488 Metern Spannweite und 183 Meter langen Seitenspannen über den St. Lorenz-Strom vor. Eine technische Sensation, die das im Jahr 1904 begonnene Bauwerk neben die Pyramiden von Gizeh in den Rang des 'achten Weltwunders' heben sollte. Mit seiner kühnen Konstruktion wurde Theodore Cooper zunächst der herausragendste Brückenbauer Amerikas. Aber seine Karriere sollte auch an ihr scheitern. 200 Arbeiter wurden für den Bau der längsten Auslegerbrücke der Welt angestellt. Während der Arbeiten kam es zu den beiden schwersten Katastrophen, die sich im Brückenbau der Neuzeit ereigneten. 1907 stürzte der Ausleger, der bereits über eine Länge von 230 Metern vorgebaut war, in den Strom und riss 76 Männer in den Tod. Als sich später herausstellte, das bereits der Entwurf Coopers Fehlberechnungen aufwies, war seine Karriere beendet.

Donnerstag, 15. April 2004, 06:45 - 07:00 Uhr (SWR)
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik
Das Tor zum Pazifik - Joseph B. Strauss und die Golden Gate Bridge

Die Golden Gate Bridge: wohl die berühmteste Brücke der Welt und ein Wahrzeichen Amerikas. Der Stadtentwickler Michael O´Shaughnessy beauftragte den Ingenieur Joseph Baermann Strauss mit dem Entwurf einer Brücke über die Golden Gate Bucht. Strauss wagt eine beispiellose Konstruktion, er kombiniert die beiden gängigsten Bautechniken: freitragende und Hängebrücke. Wichtige Voraussetzungen waren, dass die Pfeiler der Brücke sowohl der extrem starken Gezeitenströmung als auch den Ozeanwellen und den häufigen Stürmen standhalten. Außerdem musste die Brücke hoch genug sein, damit die gewaltigen Kriegsschiffe sie passieren konnten. Zur Eröffnung 1937 ist die Brücke 27 Meter breit, 227 Meter hoch, 2.737 Meter lang und 894.000 Tonnen schwer. Die Witterung und der widrige Standort sorgen dafür, dass bis heute ständig restauriert, gestrichen und nachgebessert werden muss. Das Tor zum Pazifik ist eine ewige Baustelle.

Donnerstag, 15. April 2004, 10:00 - 11:00 Uhr (SF2)
Zeitreise: Göhnerswil - Wohnen im Grünen

Die Hochkonjunktur der 60er-Jahre produziert nicht nur Wohlstand und Wachstum, sondern auch eine grassierende Wohnungsnot in den Städten. Deshalb startet der Bund in dieser Zeit ein Förderungsprogramm für grosse Wohnbau-Projekte in Landwirtschaftsgebieten. Mit dem 'Sunnebüel' im zürcherischen Volketswil und der Siedlung 'Benglen' gehört die Baufirma Göhner AG zu den ersten Generalunternehmern, die mitten auf der grünen Wiese grosse Wohnsilos für Familien erstellen. Das problematische neue Siedlungsmodell, spöttisch 'Göhnerswil' genannt, erregt viele Gemüter. Erst nach anfänglicher Polemik schwenkt das Schweizer Fernsehen Mitte der 70er-Jahre auf eine sensible Berichterstattung ein. In 'Zeitreise' erinnern sich ein damaliger Direktor der Göhner AG, überzeugte 'Göhnerswiler' und alteingesessene Dorfbewohner an die damaligen Kontroversen um das Wohnen im Grünen.

Samstag, 17. April 2004, 14:45 - 15:15 Uhr (Arte)
kreativ - künstler hautnah

Das Magazin zeigt Kunstschaffende sämtlicher künstlerischer Richtungen. 'Kreativ - Künstler hautnah' trifft unter anderem Maler, Bildhauer, Musiker und Komponisten, sowie Modemacher, Theaterregisseure, Schauspieler und Filmemacher. Die Künstler werden in Abständen von einigen Wochen in ihren Ateliers bzw. am Ort ihres Wirkens besucht und bei ihrer kreativen Arbeit beobachtet; das gibt dem Zuschauer die Möglichkeit, über mehrere Sendungen hinweg den Entstehungsprozess eines Werkes zu verfolgen. Die Künstler stellen Überlegungen an, erläutern ihren Ansatz und ihre Vorarbeiten, schildern aber auch Probleme und Schwierigkeiten. Zu der künstlerischen Tätigkeit gehören der gedankliche Reifungsprozess genauso wie Entwürfe, Zweifel und manchmal sogar die Aufgabe des Vorhabens. Entstanden ist ein schlaglichtartiges Panorama der kreativen Zeugnisse unserer Zeit. Heute wird u.a. vorgestellt: Matthias Sauerbruch (Architekt). Das erste Treffen findet in Matthias Sauerbruchs Architekturbüro in Berlin statt. Dort bereitet er den Wettbewerb für einen Schulbau in Kopenhagen vor. Zusammen mit seinen Kollegen arbeitet er an Struktur und Einrichtung des Baus und versucht, sich so genau wie möglich an die sehr präzisen Vorgaben des Auftraggebers zu halten.

Samstag, 17. April 2004, 17:55 - 18:10 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Mario Botta
Das Centre Dürrenmatt des Tessiner Stararchitekten

Wiederholung am Montag, 19. April 2004, 11:20 - 11:40 Uhr
Wiederholung am Montag, 19. April 2004, 15:10 - 15:20 Uhr
Wiederholung am Freitag, 23. April 2004, 14:55 - 15:10 Uhr

Samstag, 17. April 2004, 21:30 - 22:00 Uhr (RBB)
Schienenkreuz im Glaspalast
Neubau des Lehrter Bahnhofs

Über 1.000 Züge sollen im neuen Lehrter Bahnhof täglich halten, etwa 250.000 Menschen ein-, aus- und umsteigen. So das Konzept für den einzigen ICE-Kreuzungsbahnhof Deutschlands. Seit 1995 sind Ingenieure und Bauarbeiter damit beschäftigt, nach Plänen des Hamburger Architekten Meinhard von Gerkan den neuen Lehrter Bahnhof zu bauen, ein Glaspalast mit 53 Rolltreppen und sechs gläsernen Aufzügen. Riesige Betonbrücken wurden über dem Humboldthafen errichtet. Sie bilden den oberen Teil der Station. Die untere Bahnhofshalle ist Anfangs- und Endpunkt des neuen über drei Kilometer langen Nord-Südtunnels. Von der mit Grundwasser gefüllten Baugrube bis zum fertigen Dach begleitet der Film die Arbeiten an der noch unfertigen Station.

Sonntag, 18. April 2004, 12:40 - 13:10 Uhr (HR)
Stradivari aus Beton - Die Berliner Philharmonie

Am 15. Oktober 2003 wurde die Berliner Philharmonie, laut Sir Simon Rattle "die Stradivari" unter den Konzertsälen, vierzig Jahre alt. Gefeiert wurde bereits einen Monat zuvor: Unter dem Motto "Raum, Musik, Mensch" stand das Haus, Meisterstück des Architekten Hans Scharoun, einen ganzen Tag lang dem Publikum offen und bot im Großen Saal und im Foyer ein buntes Programm aus Musik, Filmen, Kulinarik und Unterhaltung. Der Film hat Impressionen dieser Feierlichkeiten eingefangen und sie verwoben mit historischen Sequenzen vom Bau der Philharmonie, von ihrer glanzvollen Eröffnung - und von den schon bald notwendigen Restaurierungsarbeiten. Ungewöhnliche Inneneinsichten, kurze Konzertausschnitte und Erinnerungen von Philharmonikern und Besuchern ergänzen das Porträt eines Konzertsaals, der im Schatten der Berliner Mauer entstand und mit ihrem Fall in die Stadtmitte rückte: Seitdem ist die Philharmonie auch geografisch das musikalische Herzstück Berlins.

Montag, 19. April 2004, 11:20 - 11:40 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Mario Botta
Das Centre Dürrenmatt des Tessiner Stararchitekten

Wiederholung vom Samstag, 17. April 2004

Montag, 19. April 2004, 13:45 - 14:00 (NDR)
Schätze der Welt: Venezuela
Universität Caracas - Ein Traum in Beton

Mitten im hässlichen, brodelnden Beton-Dschungel von Caracas liegt die Zentrale Universität von Venezuela wie eine Insel der Ruhe und der Schönheit: 87 Bauten, eine Stadt in der Stadt. Damit schuf in den 40er, 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts der Venezolaner Carlos Raul Villanueva ein stadtplanerisches und architektonisches Meisterwerk, angereichert mit über hundert Werken grosser europäischer, amerikanischer und einheimischer Künstler jener Zeit. Mit seinem virtuos geformten Beton hat Villanueva einen eigenen und noch immer aktuellen Baustil gefunden. Charakteristisch für seine Architektur sind die vom tropischen Klima begünstigte Durchlässigkeit der Bauten und die gewoll-te Aufhebung der Grenzen zwischen den Fakultäten sowie zwischen der Universität und dem Volk.

Montag, 19. April 2004, 15:10 - 15:20 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Mario Botta
Das Centre Dürrenmatt des Tessiner Stararchitekten

Wiederholung vom Samstag, 17. April 2004

Mittwoch, 21. April 2004, 06:30 - 06:45 Uhr (WDR)
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik
Das Skelett aus Stahl - John J. Rascob und das Empire State Building

Es ist eines der Wahrzeichen New Yorks und gilt oftmals als das 8. Weltwunder. Fast ein halbes Jahrhundert war es mit 381 Metern das höchste Gebäude der Welt: das Empire State Building. Der Platzmangel in den Städten zwang zu neuer Bauweise, das war die Geburtsstunde der Wolkenkratzer. John Jacob Raskob, der Gründer von General Motors, hatte sich entschlossen, den höchsten Wolkenkratzer zu bauen - innerhalb von nur 18 Monaten. Für das Empire State Building wurde die Stahlskelettbauweise übernommen, die Gustave Eiffel exemplarisch für den Eiffelturm in Paris angewandt hatte. Mehr als 60.000 Tonnen Stahl und über 30.000 Quadratmeter hochwertiger Marmor, 20.000 Quadratmeter Glas für die 6.500 Fenster und 10 Millionen Backsteine wurden für das Gebäude verbraucht. Das höchste Gebäude der Welt steht heute in Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Malaysia: 450 Meter hoch ragen die Petronas Towers in den Himmel der Megacity.

Mittwoch, 21. April 2004, 06:45 - 07:00 Uhr (WDR)
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik
Das Tor zum Pazifik - Joseph B. Strauss und die Golden Gate Bridge

Die Golden Gate Bridge: wohl die berühmteste Brücke der Welt und ein Wahrzeichen Amerikas. Der Stadtentwickler Michael O´Shaughnessy beauftragte den Ingenieur Joseph Baermann Strauss mit dem Entwurf einer Brücke über die Golden Gate Bucht. Strauss wagt eine beispiellose Konstruktion, er kombiniert die beiden gängigsten Bautechniken: freitragende und Hängebrücke. Wichtige Voraussetzungen waren, dass die Pfeiler der Brücke sowohl der extrem starken Gezeitenströmung als auch den Ozeanwellen und den häufigen Stürmen standhalten. Außerdem musste die Brücke hoch genug sein, damit die gewaltigen Kriegsschiffe sie passieren konnten. Zur Eröffnung 1937 ist die Brücke 27 Meter breit, 227 Meter hoch, 2.737 Meter lang und 894.000 Tonnen schwer. Die Witterung und der widrige Standort sorgen dafür, dass bis heute ständig restauriert, gestrichen und nachgebessert werden muss. Das Tor zum Pazifik ist eine ewige Baustelle.

Mittwoch, 21. April 2004, 07:00 - 07:15 Uhr (WDR)
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik
Die Nadel aus Beton - Fritz Leonhardt und der Stuttgarter Fernsehturm

Anfang der 50er Jahre beschließt der Süddeutsche Rundfunk, auf dem Hohen Bopser bei Stuttgart einen neuen Sendeturm zu errichten. Der Stuttgarter Architekt Fritz Leonhardt (1909 - 1999) entwirft einen über 200 m hohen Stahlbetonbau mit Aussichtsplattform. In nur 20 Monaten Bauzeit ist der Turm fertig. Die Standfestigkeit der Nadel aus Beton beruht auf einem simplen Prinzip: der Turm selbst ist leichter als sein Unterbau. Wie eine Kippfigur neigt er sich bei Krafteinwirkung zwar; lässt diese nach, richtet er sich aber von selbst wieder auf. Wind oder gar Sturm können dem Stuttgarter Sendeturm also nur wenig anhaben.

Mittwoch, 21. April 2004, 07:15 - 07:30 Uhr (WDR)
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik
Bauen wie die Natur - Frei Otto und das Münchner Olympiadach

Wiederholung am Donnerstag, 29. April 2004, 06:45 - 07:00 Uhr (SWR)

Am 26. August 1972 blickt die Welt auf München: Es ist die Eröffnung der 20. Olympischen Sommerspiele. Der Entwurf des Münchner Olympiastadions stammt von dem Stuttgarter Architekten Günter Behnisch. Die Meisterleistung dieses Stadions ist das Zeltdach von mehr als 70 000 qm. Die Realisierung des Zeltdachs stellt große Probleme dar - mit Hilfe des Architekten und Zeltbauers Frei Otto gelingt es aber, mit einer einzigartigen Seilnetzkonstruktion das Zeltdach zu spannen. 34.000 Quadratmeter Seil werden zu Netzen verknüpft und Acrylglasplatten werden eingepasst. Drei Monate vor der Eröffnung ist das Stadion fertig: Mit seinem eigenwilligen Zeltdach hat Frei Otto ein Symbol für die Zukunft geschaffen.

Freitag, 23. April 2004, 14:55 - 15:10 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Mario Botta
Das Centre Dürrenmatt des Tessiner Stararchitekten

Wiederholung vom Samstag, 17. April 2004

Alpha, Sonntag, 25. April 2004, 11:55 - 12:35 Uhr (BR alpha)
Erik Asmussen - Anthroposoph und Architekt
Neue Europäische Architektur

Donnerstag, 29. April 2004, 06:45 - 07:00 Uhr ( SWR )
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik
Bauen wie die Natur - Frei Otto und das Münchner Olympiadach

Wiederholung vom Mittwoch, 21. April 2004

Donnerstag, 29. April 2004, 20:15 - 21:00 Uhr (WDR)
Noble Adressen
Rund um den Hackeschen Markt

Das Viertel um die Hackeschen Höfe verändert sein Gesicht. Der Charme des Provisorischen weicht einer neuen großstädtischen Eleganz. Das Altbauviertel mit 300-jähriger Baugeschichte ist ein Flächendenkmal mit ehemals vielen Baulücken. Fügen sich die Neubauten nun harmonisch oder kontrastierend ein? Die jüngsten Projekte gruppieren sich rund um die Oranienburger und Auguststraße. Eine junge Architektengeneration kommt hier mit innovativen und extravaganten Ideen zum Zuge. Mit ihren gläsernen Bürohäusern und eleganten Lofts ziehen sie eine solvente Klientel an. Stoff für Konflikte? Oder eine Erfolgsstory? Und was geschieht mit den verbliebenen Altbauten? Wie viel Sanierung tut gut, welche Spuren sollten bleiben? Umgestaltungen wie die der Rosenhöfe sind unter Denkmalpflegern umstritten, für Berliner und Touristen aber eine Attraktion. Haus Schwarzenberg, gleich neben den Hackeschen Höfen, ist ebenso ein Magnet, da noch unsaniert, marode und von Künstlern bewohnt. Einen Steinwurf weiter: exklusive Eigentumswohnungen, begehrte Immobilien. Kontraste treffen in diesem Viertel aufeinander. Mit den neuen Großprojekten - der Umgestaltung des Postfuhramts und den Plänen für das Tacheles-Terrain - ist der besondere Charme des Viertels, die Vielfalt in Gefahr. Zwischen behutsamer Sanierung und künftiger Investoren-Architektur balanciert das Viertel nun einer ungewissen Zukunft entgegen.


sehr gehrte Damen und Herren,
Ich suche ein Film von Frei Otto (aktuelle Austellung in
Müchen),Könnten Sie bitte Information per e-Meil schicken, wie Kann
ich kaufen. Ich bedanke mich sehr.
[Mei Su | 31.05.2005]
Antworten


@Mei Su: "Frei Otto - Von Seifenblasen und Zelten" wird gesendet am
Donnerstag, 2. Juni 2005 im SWR. Siehe hier:
http://www.swr.de/kulturdoku/archiv/2005/06/02/beitrag1.html
Sendungsmitschnitte erfragen bei SWR Media GmbH Mitschnittdienst /
76522 Baden-Baden / Telefon 07221-929-500 / Fax 07221-929-4511
[Martin Schnitzer | 31.05.2005]
Antworten



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