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ArchiTV - TV-Programm August 2004

Hier finden Sie interessante Fernsehsendungen rund um das Thema Architektur und Bauen im Monat August 2004.

Montag, 9. August 2004, 08:30 - 09:25 Uhr (PRO7)
Welt der Wunder
Hoch hinaus - Der Bau der höchsten Brücke der Welt

Ein Bauwerk höher als der Eiffelturm: das Viaduc de Millau. Die neue Autobahnbrücke wird das Tarntal in Südfrankreich in über 340 Metern Höhe auf einer Länge von 2,5 Kilometern überspannen - sie wird damit die höchste Brücke der Welt und eines der spektakulärsten Bauwerke dieses Jahrhunderts. Im Januar 2005 will Stararchitekt Sir Norman Foster die Brücke endgültig einweihen.

Montag, 9. August 2004, 22:15 - 23:15 Uhr (RBB)
Immer auf der Höhe der Zeit
Das Museum of Modern Art - New York

Bis September 2004 zeigt das 'Museum of Modern Art' (MoMA) aus New York einen Teil seiner Schätze in Berlins Neuer Nationalgalerie. Der Besucherandrang ist enorm. Das große öffentliche Interesse bietet Anlass, einen Film des amerikanischen Dokumentaristen Michael Blackwood zu zeigen, der einen Blick in die Entstehungsgeschichte und hinter die Kulissen dieses bedeutenden Museums ermöglicht.

Das 1929, mitten in der Weltwirtschaftskrise, gegründete 'Museum of Modern Art' beherbergt heute die umfangreichste Sammlung moderner Kunst der Welt. Beinahe lückenlos dokumentiert sie die Kunst des 20. Jahrhunderts, darunter so berühmte Werke wie die 'Demoiselles d'Avignon' von Picasso oder Andy Warhols '32 Suppendosen'. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts steht die ehrwürdige Institution vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte: Der japanische Architekt Yoshio Taniguchi wurde mit einem Neubau beauftragt, der die Ausstellungskapazität des MoMA nahezu verdoppeln wird. Wenn der Neubau 2005 seine Pforten öffnet, werden viele Kunstwerke, die bis heute aus Platzmangel nie gezeigt werden konnten, in den ca. 200.000 qm großen Ausstellungsräumen zu sehen sein. Bevor die Sammlung vorübergehend in ein provisorisches Domizil in Queens umzog, begann ein Prozess des Nachdenkens über innovative Präsentationsmöglichkeiten für den Neubau. Die Kustoden des MoMA nahmen nacheinander alle Kunstwerke unter die Lupe, um sie umzuhängen bzw. neu zu installieren. Statt der alten, chronologischen Ordnung wurden thematische Schwerpunkte gesetzt. Der Filmemacher Michael Blackwood begleitete die Kustoden bei ihrer langwierigen Arbeit und ließ sie ihre Überlegungen und Kommentare zur neuen Gestaltung der Ausstellungsräume vor der Kamera wiedergeben.

Dienstag, 10. August 2004, 12:10 - 13:00 Uhr (3sat)
Die Zukunft des Wohnens

Passivhäuser oder 'Smart-Häuser': Passivhäuser sind nicht nur umweltschonend, sondern bringen auch Kostenvorteile mit sich. Sie arbeiten mit Lüftungsmodulen, Wärmepumpen und Wärmespeichern. In 'Smart-Häusern' werden sich in Zukunft viele Tätigkeiten erübrigen, weil diese computergesteuert erledigt werden. Rasante Entwicklungen im Bereich Software ermöglichen völlig neue digitale Architekturkonzepte. Der Film fragt, welche Technologien sich durchsetzen könnten und wie lange es dauern wird, bis die Zukunft des Wohnens Alltag wird.

Samstag, 14. August 2004, 18:00 - 18:15 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Deville, Anzevui, Landecy
Ein Porträt des Genfer Architektenkollektivs

Samstag, 14. August 2004, 21:45 - 22:15 Uhr (Phoenix)
Wohn-Räume
Schöner leben - Wohnkultur in der Stadt

Wiederholung am Sonntag, 22. August 2004, 00:45 - 01:15 Uhr

Der Film sucht Beispiele für richtungsweisende Wohnarchitektur. Im Vauban-Gelände in Freiburg ist er fündig geworden. Auf dem ehemaligen Freiburger Kasernengelände der Franzosen ging es den Planern nicht nur um die architektonische Hülle. Das soziale Leben der Menschen miteinander in einem neu entstehenden Stadtteil spielt eine ebenso wichtige Rolle. Hier lässt sich gut beobachten, wie Menschen heute wohnen wollen und wie sie ihre Interessen in die Planung einbringen. Ist die 'Selbstorganisierte unabhängige Siedlungsinitiative' SUSI ein Modell auch für andere Städte, oder nur in dem alternativen Biotop Freiburg möglich?

Sonntag, 15. August 2004, 01:20 - 02:35 Uhr (HR)
Das arabische Labyrinth - Architektur mit Licht und Schatten

Der Film taucht in die Geschichte und in die Gegenwart der über 5000 Jahre alten arabisch-islamischen Architektur ein. Die traditionelle arabische Stadt mit ihrer arabesk vernetzten Struktur der Stadtarchitektur erscheint dem westlichen Betrachter als ein undurchschaubares 'Labyrinth'. Die Dokumentation zeigt, dass diese Wahrnehmung nur eine Frage der kulturellen Perspektive ist. Der Film blickt hinter die Mauern, die das Privatleben schützen und gewährt Einblicke in eine sonst verschlossene Welt. Er stellt neue Projekte vor, die im Bau oder noch in der Planung sind. Die Struktur des Filmes entspricht dem Charakter arabisch-islamischer Stadt – und Hausstrukturen: dem Gegensatz in der Spannung zwischen Innen und Aussen. Die beiden Ko-Autoren – Mouhcine El Ghomri, der in Marokko aufgewachsen ist, und der deutsche Autor Horst Brandenburg – schauen mit Insider – und Outsiderblick auf das vermeintliche Labyrinth und verfolgen an ausgewählten Beispielen Tradition und Entwicklung der arabischen Architektur. Die Dokumentation führt von Damaskus in Syrien, einer der ältesten arabischen Städte, über die ägyptische Metropole Kairo mit ihrem urbanen Chaos bis hin zu den Vereinigten Arabischen Emiraten am Persischen Golf, Dubai und Abu Dhabi. Letztere können mit Hilfe ihres enormen materiellen Wohlstandes in eindrucksvoller Art und Weise arabische Bautradition und die Errungenschaften des Hightech-Zeitalters repräsentativ miteinander verknüpfen. Die Eigenheiten der Arabischen Architektur, das verhüllte Aussen und das im Inneren geschützte Privatleben, das raffinierte Spiel mit Licht und Schatten, Stein, Wasser und Pflanzen haben sich über Jahrtausende bewahrt. Städteplaner, Kunsthistoriker und Architekten, darunter der deutsche Zeltdach-Spezialist Bodo Rasch jr., der seit 25 Jahren in der arabischen Welt Grossprojekte baut, und die irakische Architektin Zaha M. Hadid, die seit zwanzig Jahren in London arbeitet, begleitet die architektonisch geleitete Karawane durch Licht und Schatten des arabischen Labyrinths.

Sonntag, 15. August 2004, 15:10 - 15:55 Uhr (HR)
Zwischen Gestern und Morgen - Die Route der Industriekultur Rhein-Main

Der Main ist Wasserstrasse, Lebensnerv und - gemeinsam mit dem Rhein - Namensgeber einer Region: Rhein-Main. Vom Fluss aus wird deutlich, wie wichtig der Fluss für die Entwicklung dieses Handels- und Wirtschaftszentrums war und ist. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht liegen Industrie- und Hafenanlagen, Kraftwerke, Schleusen, Brücken und Wohnsiedlungen - Zeugnisse der industriellen Revolution um 1900 und moderne Hochhausarchitektur. Doch spielt das industrielle Erbe im Bewusstsein von Fremden und Einheimischen kaum eine Rolle. Weltweit berühmt ist die Region heute als Banken- und Dienstleistungs-Metropole. Der Autor ist den Spuren der 'Route der Industriekultur' gefolgt, einem Projekt von Wissenschaftlern, Architekten und Historikern. Ziel der Initiative ist es, die Geschichte der Arbeit zwischen Bingen und Aschaffenburg erlebbar zu machen. Highlights des Films sind unter anderem das Jugendstilklärwerk in Frankfurt Niederrad, der Verwaltungsbau der ehemaligen Hoechst AG von Peter Behrens oder die neue Montagehalle der Adam Opel AG, aber auch die innerstädtische Industriebrache der Frankfurter Naxoshalle und das Kulturbiotop in der ehemaligen Zellulosefabrik in Okriftel. Zu Wort kommen auch Menschen, die auf die eine oder andere Weise die vorgestellten Orte repräsentieren: Arbeiter, Architekten, Anwohner, Künstler.

Montag, 16. August 2004, 22:25 - 23:45 Uhr (3sat)
Die Reisen des Santiago Calatrava

Der weltbekannte Architekt Santiago Calatrava hat schon sehr früh internationalen Ruhm erfahren - seine Bauten auf der ganzen Welt sind ebenso populär wie umstritten. Was ihn von anderen Star-Architekten unterscheidet, ist seine Doppelbegabung als Architekt und Bauingenieur. Er hat ein ausgeprägtes Interesse für skulpturales Arbeiten. Der Film begleitet Santiago Calatrava in seinem hektischen Alltag und führt zu Calatrava Bauwerken, darunter Bahnhöfe, Brücken, Säle, Flughäfen und Türme.

Dienstag, 17. August 2004, 20:15 - 21:00 Uhr (N24)
Immer höher - Wunderwerk Wolkenkratzer

Wiederholung am Dienstag, 17. August 2004, 21:10 - 21:30 Uhr
Wiederholung am Mittwoch, 18. August 2004, 17:15 - 18:00 Uhr
Wiederholung am Mittwoch, 18. August 2004, 18:10 - 18:30 Uhr

Ob als extravagantes Kasinohotel in Las Vegas oder als riesiges Bürogebäude in New York oder Frankfurt - überall auf der Welt prägen Wolkenkratzer mittlerweile das Bild moderner Großstädte. Mit der Höhe eines Gebäudes wachsen aber auch die architektonischen Anforderungen. Diese Episode 'Immer höher' macht deutlich: Innovative Konstruktionsverfahren und hochwertige Materialien sind unabdingbare Voraussetzungen, um diese Giganten aus Stahl und Beton zu errichten.

Mittwoch, 18. August 2004, 21:45 - 22:15 Uhr (SWR)
Auslandsreporter - Das Weltwunder von Messina

In sieben Jahren soll sie fertig sein - die größte Brücke der Welt, 'Berlusconis achtes Weltwunder', wie viele Italiener schimpfen. 3.300 Meter lang soll sie sein und einen alten italienischen Traum verwirklichen: Die Anbindung Siziliens an das kalabresische Festland. Doch die Brücke, die verbinden soll, entzweit die Menschen an der Straße von Messina nur, teilt sie in Befürworter und Gegner auf: 'Das ist ein Paradies, aber Berlusconi macht daraus eine Hölle. Er soll zurück in die Nachtlokale, wo er herkommt', bricht es aus Giuseppe Alesci heraus, der seinem Ministerpräsidenten in Rom die Schuld daran gibt, dass sein eigenes kleines Paradies an der Straße von Messina zerstört werden soll. 'Berlusconi, der will doch nur in die Geschichte eingehen als einer, der etwas Unmögliches geschafft hat', empört sich ein anderer. Und viele meinen, dass nur die Mafia von dem Bau der Brücke profitiere.

Seit 23 Jahren wird die Brücke geplant. Doch erst jetzt wurde über die Finanzierung und den endgültigen Standort entschieden. Mehr als fünf Millarden Euro soll das technische Wunderwerk kosten, Reggio Calabria und Messina miteinander verbinden und beide Städte zur Metropole des gesamten Mittelmeerraumes und Nordafrikas machen. Jetzt, da die wichtigsten Entscheidungen getroffen sind, spitzt sich der Protest der Brückengegner zu. Menschen wehren sich gegen den Abriss ihrer Häuser, Umweltschützer warnen vor der Zerstörung der Natur, Geologen schütteln den Kopf. Denn die Region um Messina und Reggio Calabria ist eine der seismologisch gefährlichsten Stellen der Welt. 1908 gab es hier bei einem Erdbeben 40.000 Tote.

Donnerstag, 19. August 2004, 09:45 - 10:15 Uhr (WDR)
Wohnträume

Das 'Wohnträume'-Team war zu Gast bei kreativen Wohnindividualisten im Norden und hat das SIDE Hotel Hamburg sowie das Schlosshotel Lütgenhof in Dassow vorgestellt. Die Stationen im Einzelnen:
1. Vivian May, PR-Managerin: Da steht ein Pferd auf dem Flur! Allerdings kein echtes... Vivian May ist begeisterte Sammlerin und alles, was schräg, schrill und außergewöhnlich ist, findet in ihrer Wohnung in Hamburg-Othmarschen Platz. Und das kann eben auch mal ein Pferd sein, eine lebensgroße hölzerne Skulptur eines befreundeten Künstlers. Außerdem gibt es hier knapp 40 Kinderstühle aus verschiedenen Epochen, diverse Hüte in allen Variationen, Zeichnungen ihrer Tante, gerahmte Brockhausseiten, Kissen, Kostüme, Vasen... Die PR Managerin erstand die meisten ihrer geliebten Fundstücke auf ihren Flohmarktstreifzügen.
2. Agneta Molander, Inneneinrichterin: Wer Agneta Molanders Haus betritt, wähnt sich auf den ersten Blick als Teil von Carl Larssons Bildern. Und das zu Recht: Die gebürtige Schwedin richtete ihr Haus in Wedel nach den Vorbildern des berühmten schwedischen Malers aus dem 19. Jahrhundert ein. Die warmen Farben sind seinen Gemälden nachempfunden und die hellen Möbel ließ sie nach seinem gemalten Vorbild eigens nachbauen. Dieser konsequente skandinavische Stil fand so viel Anklang, dass sie ein Einrichtungsgeschäft mit dem Namen 'SchwedenStil' eröffnete. In dem 350 Jahre alten ehemaligen Bauernhof dürften sich nicht nur Fans der Kinder von Bullerbü und Michel wohlfühlen.
3. SIDE Hotel, Hamburg: Die derzeit wohl angesagteste Adresse für trendiges Wohnen liegt mitten in Hamburgs City. Das 5-Sterne-Design-Hotel beeindruckt durch eine gelungene Symbiose von Architektur und Inneneinrichtung. Große Namen konnten für die Gestaltung dieses ungewöhnlichen Hauses gewonnen werden: Der Hamburger Architekt Jan Störmer, der Mailänder Designer Matteo Thun und der New Yorker Theaterchoreograph und Lichtdesigner Robert Wilsen. Herausgekommen ist ein Hotel, das trotz seines Faibles für Minimalismus nicht unterkühlt wirkt. Höhepunkt des Naturstein-Glaskomplexes: Das Atrium. Durch die gekippte Glasfassade und die computergesteuerten Lichtverhältnisse wird das Atrium zu einem ganz besonderen Raumerlebnis.
4. Mathias Ocker, Architekt: Den Hamburger Architekten zog es in eine Gegend der Hamburger Innenstadt, die nicht nur 'in', sondern auch urig und schön ist. In Hamburg-Pöseldorf, dem früheren Handwerkerviertel (pöseln = handwerken), fand er eine kleine Remise, das ehemalige Kutscherhaus einer wohlhabenden Familie. Klein aber fein dachte er sich, kaufte es kurz entschlossen und baute das kleine Juwel nach seinen Plänen um.
5. Schlosshotel Lütgenhof, Dassow (Mecklenburg): Im mecklenburgischen Dassow liegt das Hotel Schloss Lütgenhof. Alte Pracht und modernes Design geben sich hier die Hand. Schnörkellos und hell gehalten, versprechen die Räumlichkeiten ein romantisches Ausflugsziel mit herausragender Küche. Vor ein paar Jahren noch eine heruntergekommene Ruine inmitten einer Schlammwüste, strahlt das Schloss heute schöner denn je. Ein festliches Ambiente auch für den glücklichsten Tag im Leben: Im Schlosshotel können Brautpaare sich das Ja-Wort geben.

Freitag, 20. August 2004, 23:20 - 01:15 Uhr (SF2)
Playtime - Tatis herrliche Zeiten

Touristen landen auf dem Pariser Flughafen und geistern wie eigenwillige Marionetten durch die grauen, gesichtslosen Gänge des futuristischen Gebäudes. Sie streben zu einer Handelsmesse, aufgebaut in ebenso steriler Umgebung. Dort irrt auch Monsieur Hulot (Jacques Tati) durch die gleichförmigen Hallen. Seine Suche führt zu ein paar unerwarteten Begegnungen, aber nicht zum gewünschten Gesprächspartner. Für zusätzliche Verwirrung sorgt dessen junger Doppelgänger (Marc Monjou), der scheinbar ziellos durch das uniforme Labyrinth flaniert. Am Abend besucht Hulot einen Bekannten, der buchstäblich in einem Glashaus wohnt und darum auf Schritt und Tritt von der Umwelt beäugt werden kann. Später gerät er auf die Eröffnungsfeier eines Nachtlokals, in dem der zeitgeistig orientierte Architekt die letzten Nägel buchstäblich in letzter Sekunde einschlagen lässt. Die Folgen zeigen sich bald. Eine viel zu schmale Durchreiche schafft den Kellnern Probleme, die Schuhe bleiben am Fussboden kleben, die Wanddekoration geht in Brüche - die Edelkneipe verliert Stück um Stück von ihrem Pomp. Nur die Gäste bleiben unbeirrt. In der durchgestylten neuen Welt gerät das Chaos zum Vergnügen.

Samstag, 21. August 2004, 18:00 - 18:15 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Mario Botta
Das Centre Dürrenmatt des Tessiner Stararchitekten

Samstag, 21. August 2004, 23:40 - 00:30 Uhr (arte)
Metropolis

Die Architektengruppe Graft: 'Graft' - das sind drei Architekten auf Erfolgskurs. Kennen gelernt haben sie sich an der Universität. Sie gründeten einen a capella-Chor und sangen im Zeichensaal. Vielleicht ist das das Geheimnis ihrer Zusammenarbeit bis heute. Sie haben Häuser für Brad Pitt eingerichtet, Film-Sets und Musikvideo-Kulissen, Hotels und Prominenten-Lofts entworfen. Im Mai eröffnete das Hotel 'Q' in Berlin - in den Zimmern runde, fließende Formen, die Badewanne ist ins Bett integriert - ein Wohnabenteuer. Graft hat einfach alles ausgesucht, selbst die Musik und die Gerüche. 'Metropolis' traf die drei Architekten in Berlin und Los Angeles.

Sonntag, 22. August 2004, 00:45 - 01:15 Uhr (Phoenix)
Wohn-Räume
Schöner leben - Wohnkultur in der Stadt

Wiederholung vom Samstag, 14. August 2004

Freitag, 27. August 2004, 11:15 - 11:30 Uhr (3sat)
Von Balkon zu Balkon

Der Balkon verspricht vielen Stadtbewohnern ein bisschen Süden und wird zum gehegten Gartenersatz.. Er ist Ort der Begegnung über die Balustrade hinweg. Als Teil gestalteter Fassaden macht er architektonische Fantasien und ein neues Wohnverständnis sichtbar. Außerdem ist der Balkon auch ein politischer Ort: Staatsbesuche, Umstürze und historische Ereignisse finden auf ihm statt. Sabine Stadtmueller denkt über einen Ort mit vielen Funktionen nach.

Freitag, 27. August 2004, 19:00 - 19:45 Uhr (BR alpha)
Villen für die Sommerfrische - Der Architekt Emanuel von Seidl

Wiederholung am Montag, 30. August, 11:00 - 11:45 Uhr

Der Siegeszug der Sommerfrische im Voralpenland begann mit der Eisenbahn. Station um Station schob sich die Bahnlinie von München nach Süden vor. Im Jahr 1854 erreichte sie Starnberg, 1879 Murnau, 1889 Garmisch. Die Münchner zog es während der Sommermonate hinaus aufs Land. Die Reichen träumten von einem Seegrundstück mit eigenem Bootshaus und eigenem Badesteg. Damals waren die bayerischen Seeufer noch weitgehend unbebaut und zur Errichtung einer Villa boten sich die wunderbarsten Plätze direkt am Wasser an. Der Grandseigneur unter den Villenarchitekten der Jahrhundertwende war Emanuel Seidl, Sohn einer wohlhabenden Münchner Bäckerfamilie, der für Adel und Grossbürgertum zum Teil schlossartige Villen baute. Zu seinem 50. Geburtstag wurde er in den Adelsstand erhoben. Seidls Arbeiten waren ein Gesamtkunstwerk. Er war Architekt, Landschaftsarchitekt und Innenarchitekt in einer Person. Die meisten seiner Villen entstanden rund um den Starnberger See. Für seine eigene herrschaftliche Villa schuf er eine traumhafte Parkanlage in Murnau am Staffelsee, wo das Münchner Künstlervolk zu Gast war. Seidls Gästebücher der Murnauer Villa sind ein Kunstwerk für sich, gestaltet von den Freunden Stuck, Lenbach, Gulbransson. Die Seidls waren verwandt mit den Familien der Münchner Grossbrauereien. So baute Emanuel von Seidl für den Löwenbräubesitzer Ludwig Brey eine Villa in Murnau am Staffelsee und in Garmisch für den Komponisten Richard Strauss, dessen Mutter eine geborene Pschorr war. Gabriele Dinsenbacher hat einige Seidlvillen besucht und sich von den Enkeln der Bauherren zeigen und erzählen lassen, wie es damals war, als die Städter draussen auf dem Land ihre Sommerfrische verbrachten, mit Jagdgesellschaften, Kutschfahrten, Bootsausflügen – in Ruhe und Zurückgezogenheit oder mit rauschenden Festen.

Samstag, 28. August 2004, 12:45 - 13:15 Uhr (Phoenix)
Berliner Adressen
Tempel der Badelust - Die Berliner Volksbäder der Jahrhundertwende

Mitten in der Großstadt - auf den Seen von Havel und Spree - liegen Berlins Inselparadiese. Der Film geht dort auf Entdeckungsreise und findet spannende Geschichten, imposante Architektur und malerische Landschaften.

Samstag, 28. August 2004, 19:00 - 19:45 Uhr (arte)
Andrée Putman - Mein Leben

Wiederholung am Montag, 30. August 2004, 17:00 - 17:45 Uhr

Sie gilt als die 'Grande Dame' des französischen Designs, als 'Diva der modernen Innenarchitektur'. Doch Andrée Putman wehrt sich gegen jede Vorbildfunktion. 'Ich verstehe es nicht, wenn Designer zu Gurus der Gesellschaft werden.' Design ist für Andrée Putman eine Frage der Persönlichkeit. Und davon hat sie jede Menge. Eine viel versprechende Musikerkarriere brach die Tochter aus gutbürgerlichem Hause kurzerhand ab, weil die Mode- und Kunstszene sie mehr reizte als einsame Stunden am Flügel. Ein waches Auge und ein sicheres Gespür für Ästhetik führten die junge Andrée Putman in die Pariser Avantgarde der 50er Jahre. Sie war Journalistin, Stylistin und Designerin. 'Schöne Dinge für jedermann' lautete ihr Konzept, mit dem sie französische Kaufhausketten revolutionierte. Doch der Durchbruch kam erst mit einer Katastrophe: Nach der Scheidung von ihrem Mann Jacques wollte Andrée Putman noch einmal ganz von vorn beginnen. In einem Alter, in dem es sich andere schon bequem einrichten, machte sie sich selbständig.

Mit schlichter Eleganz wurde sie innerhalb weniger Jahre zu einer gefragten Designerin weltweit: Privatwohnungen von James Brown oder Karl Lagerfeld gehören genauso zu ihren Werken wie Luxushotels in New York und Wolfsburg, das Innendesign der Concorde oder die Büros französischer Minister. Die heute 79-Jährige denkt noch lange nicht ans Aufhören. Ihr Erfolgsgeheimnis: Folge nie dem Diktat der Mode. 'Stil bedeutet Freiheit im Kopf und Lebenslust. Und: keine Angst vor schlechtem Geschmack.' Andrée Putman führt uns zu dem Ort, an dem sie gelernt hat, was Schönheit ist. Sie zeigt uns, dass ihre eigene Wohnung zu ihren schönsten Werken gehört und unternimmt mit uns eine ganz persönliche Zeitreise - von einem Kloster in Burgund über das 6. Arrondissement in Paris und in die Autostadt Wolfsburg.

Montag, 30. August, 11:00 - 11:45 Uhr (BR alpha)
Villen für die Sommerfrische - Der Architekt Emanuel von Seidl

Wiederholung vom Freitag, 27. August 2004

Montag, 30. August 2004, 17:00 - 17:45 Uhr (arte)
Andrée Putman - Mein Leben

Wiederholung vom Samstag, 28. August 2004


großes fernsehen
[andreas | 10.08.2004]
Antworten


Das arabische Labyrinth - Architektur mit Licht und Schatten, ein
Meisterwerk der Dokumentation. Sollte unbedingt für die Lehre der
Architektur verwendet werden. Leider als DVD im Handel nicht
erhältlich.
[Stefan Artner | 03.10.2005]
Antworten



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