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ArchiTV - TV-Programm Dezember 2003

(Aktualisiert am 14. Dezember 2003) Hier finden Sie die interessantesten Fernsehsendungen rund um das Thema Architektur und Bauen im Monat Dezember 2003. Damit Sie auf dem Laufenden bleiben, wird der Beitrag aktualisiert, sobald uns Informationen zu neuen Sendungen vorliegen. Also immer wieder mal reinschaun!

Montag, 1. Dezember 2003, 02:20 - 02:45 Uhr (arte)
Design 2002 - Folge 8 von 9
Das Bakelit-Telefon

Bis in die 50er Jahre hinein beeinflusste das Bakelit-Telefon das Design der Telefonapparate. Die Erfindung des Telefons 1876 baute räumliche und zeitliche Barrieren ab und rückte die Welt in hörbare Nähe. Zunächst einer begüterten Elite vorbehalten, hielt der Apparat allmählich Einzug in die Haushalte. Um ein Modell für die Massenproduktion des neuen Gebrauchsgegenstands zu entwickeln, beauftragte die renommierte schwedische Telefongesellschaft Ericsson 1930 den norwegischen Maler und Bildhauer Jean Heiberg (1884 - 1976) mit dem Entwurf eines Prototyps, der die bisher aus Metall bestehenden Telefonapparate ablösen sollte. Aus Gips entstand der kubistisch inspirierte DBH 1001, dessen Form zum ersten Mal Gehäuse und Hörer kompakt miteinander verband. Dieses Modell sollte viele nachfolgende Telefongenerationen beeinflussen: Bis in die 50er Jahre hinein boten staatliche Telefonbetreibergesellschaften weltweit das schwarze Standardtelefon an, das auf Jean Heibergs Entwurf zurückgeht. Wegen seiner originellen Form und seines Werkstoffs wurde der Bakelit-Apparat zu einem entscheidenden Meilenstein in der Geschichte der Fernmeldetechnik. Das Kunstharz 'Bakelit' wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Leo Hendrik Baekeland erfunden und markierte den Beginn der Plastikindustrie. Als Zeitgenosse des schwarzen Citroën ist das schwarze Telefon untrennbar mit der Geschichte des Kinos und der Alltagssitten verbunden.

Montag, 1. Dezember 2003, 07:40 - 07:55 Uhr (RBB Brandenburg)
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Pisa - Vom Umbruch in die neue Zeit

Wiederholung am Donnerstag, 4. Dezember 2003, 14:00 - 14:15 Uhr

Das Sinnbild von Pisa ist der schiefe Turm. Gebaut auf einst sumpfigem Gebiet, kippt er bald nach Baubeginn in seine Schräglage. Ein Menschheitsrätsel. Galileo Galilei hat auf dem schiefen Turm sein Experiment zum freien Fall durchgeführt. Der berühmte Sohn der Stadt Pisa erschütterte mit seinen Experimenten, Schriften und astronomischen Forschungen das christliche, mittelalterliche Weltbild. Der Film berichtet von Galileo Galilei; er erzählt von den Pisanern, die sich als Erben der Antike fühlten und ein riesiges Gotteshaus errichten ließen, das bald als Vorbild für die Kirchenbauten der Toskana dienen sollte. Und er erzählt von den Pisanos, einer berühmten Künstlerfamilie. Sie studierten antike Skulpturen an Sarkophagen und verhalfen damit dem Naturalismus in der Bildhauerei zum Durchbruch, ganz im Zeichen der humanistischen Erneuerung. Der Platz der Wunder, eine einzigartige Geburtsstätte.

Montag, 1. Dezember 2003, 14:30 - 15:15 Uhr (NDR)
Bilderbuch Deutschland
Ulm - Zwischen Tradition und Moderne

Ulm, das ist nicht nur geballte Gotik und malerisches Mittelalter, Ulm beweist an vielen Stellen auch Mut zur Moderne. Am augenfälligsten offenbart sich dies auf dem Münsterplatz, den nicht nur die höchste Kirche der Welt ziert, sondern seit zehn Jahren auch ein avantgardistischer Glasbau des New Yorker Architekten Richard Meier. Dieses anfangs heftig umstrittene Stadthaus, das atemberaubende Blicke auf das Münster ermöglicht, hat längst auch viele Skeptiker davon überzeugt, dass alt und neu durchaus harmonieren können. Der Münsterplatz demonstriert exemplarisch, was Ulm unter zeitgemäßer Stadtentwicklung versteht: Nämlich eine geglückte Verbindung von Tradition und Moderne. Eine Verbindung, auf die man in der Stadt auf Schritt und Tritt stößt. Da ist einmal das malerische Fischer- und Gerberviertel. Hier hat man mit großem finanziellem Aufwand ganze Häuserzeilen aus dem Mittelalter saniert und damit ein Stück Vergangenheit der einst blühenden Handelsstadt konserviert. Da ist zum anderen die junge Wissenschaftsstadt, die mit ihrer modernen Architektur schon optisch Zukunft symbolisiert. Entstanden ist sie aus einem einzigartigen Kooperationsmodell zwischen der Universität, zahlreichen Forschungsinstituten und der Industrie. Sie ermöglicht einen regen Austausch von Know-how und Ideen und beschleunigt somit Produktentwicklungen. Die Wissenschaftsstadt ist zum Symbol für den Strukturwandel der alten Handwerker- und Industriestadt in eine Stadt der Forschung und der New Economy geworden. Der Film zeigt Ulms ehrgeizigen Weg in die Zukunft, der aber die Vergangenheit nicht links liegen lässt.

Montag, 1. Dezember 2003, 20:15 - 21:00 Uhr (RBB Brandenburg)
Bilderbuch Deutschland
Berlin-Prenzlauer Berg

Einer der interessantesten Bezirke in Berlin ist der Prenzlauer Berg. Östlich des Zentrums gelegen, zieht er Alt- und Neuberliner gleichsam an. Schon vor der Wende bot die marode Altbausubstanz der alternativen Szene Unterschlupf. Schnell entstand der 'Mythos Prenzlauer Berg'. Nach dem Fall der Mauer wirkte dieses Image magnetisch auf Zuzügler, finanzkräftige Jugend und Szenepublikum. Ein rasanter Wandel setzte ein. Innerhalb von wenigen Jahren wechselte über die Hälfte der Bevölkerung, Trend-Kneipen schossen wie Pilze aus dem Boden, ein gründerzeitliches Wohnhaus nach dem anderen wird saniert. Der Prenzlauer Berg wurde zum beliebtesten Wohn- und Ausgehbezirk der Hauptstadt. In Hinterhöfen und Plattenbauten, Industriedenkmalen und modernen Neubauten wird die Vergangenheit und Zukunft des Bezirks deutlich. Unbekannte und prominente Bewohner, wie Wolfgang Thierse, kommen zu Wort. Handwerker und Künstler, die den Bezirk prägten und prägen, werden ebenso vorgestellt wie Musiker, Multimedia-Agenturen und Architekten.

Mittwoch, 3. Dezember 2003, 21:50 - 22:00 Uhr (ORF2)
Leben mit Beton - Wohnen mit allen Sinnen

Mittwoch, 3. Dezember 2003, 23:15 - 00:45 Uhr (SF1)
ch:filmszene - Geister und Gäste

Wiederholung am Samstag, 6. Dezember 2003, 12:35 - 14:00 Uhr (SF2)

Die Filmemacherin, Künstlerin und Fotografin Isa Hesse-Rabinovitch, die im Sommer im Alter von 85 Jahren gestorben ist, war zeitlebens eine konsequente Schafferin. Sie hielt sich weder an Erwartungen, noch machte sie mit Inhalten oder Formaten Kompromisse gegenüber dem Publikum. Sie schwamm systematisch gegen den Strom. Isa Hesse-Rabinovitsch, Schwiegertochter des grossen deutschen Schriftstellers und Mutter dreier Kinder, realisierte auch ein paar Dokumentarfilme. So 1989 "Geister und Gäste - In Memoriam Grand Hotel Brissago". Musikalisch-poetisch inszeniert sie in den Ruinen des einst stolzen Luxushotels Alltagsszenen von damals und arbeitet die Geschichte des Hotels mit all den illustren Gästen auf. Mit von der Partie sind auch der junge Architekt Mario Botta oder die Sängerin La Lupa. Mit der Ausstrahlung von "Geister und Gäste" möchte die ch:filmszene Isa Hesse-Rabinovitch ehren, die zur ersten Filmerinnengeneration in der Schweiz gehörte.

Donnerstag, 4. Dezember 2003, 14:00 - 14:15 Uhr (RBB Brandenburg)
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Pisa - Vom Umbruch in die neue Zeit

Wiederholung vom Montag, 1. Dezember 2003

Donnerstag, 4. Dezember 2003, 17:10 - 17:40 Uhr (arte)
Design 2002 - Folge 9 von 9
Der TGV

Wiederholung am Mittwoch, 10. Dezember 2003, 02:15 - 02:42 Uhr

Der TGV, der weltweit bekannte französische Hochgeschwindigkeitszug, ist die technologisch und ästhetisch innovativste Erfindung der 70er Jahre. Seine Markenzeichen sind vor allem Design und Komfort der Innenräume. Darüber hinaus aber ging die Entwicklung des TGV mit einer Reihe wichtiger Experimente einher, die später der ganzen französischen Eisenbahn einschließlich der Vorortzüge zugute kamen. Die Entwicklung des Hochgeschwindigkeitszuges führte zu immer kühneren Neuerungen: längliches Profil des Triebwagens, absolute Sicherheit der Bremsung, fast perfekte Stabilisierung und Schallisolierung. Der TGV steht auch für die ersten drei Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs: die Jahre voller Euphorie und Leichtlebigkeit. Erfindung und Entwurf des TGV entstanden aus der Zusammenarbeit der beiden Designerteams Jacques Cooper und Roger Tallon. Ihrem Werk ist die Erneuerung der europäischen Eisenbahn zu verdanken.

Donnerstag, 4. Dezember 2003, 23:45 - 00:00 Uhr (3sat)
ArchitecTour de Suisse
Diener und Diener

Film von Cornelia Strasser

Der neue Anbau der Schweizer Botschaft in Berlin, den das Basler Architekturbüro Diener & Diener errichtete, sorgte für Aufregung: Von 'hässlich und brutal' bis zu 'subtil' lauteten die Urteile über den kubischen Anbau. Für Roger Diener ist dessen geschlossene Betonfassade 'Teil der Botschaft' und damit ein Hinweis auf die schwierige Geschichte des Hauses zwischen Bundeskanzleramt und Reichstag. Auch bei weiteren Arbeiten in Berlin, wie der Rekonstruktion des Naturkundemuseums der Humboldt-Universität, schätzt Architekt Diener die Konfrontation mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts - eine Herausforderung, die sich ihm in der Schweiz nicht bietet.

Samstag, 6. Dezember 2003, 12:35 - 14:00 Uhr (SF2)
ch:filmszene - Geister und Gäste

Wiederholung vom Mittwoch, 3. Dezember 2003

Samstag, 6. Dezember 2003, 17:00 - 17:30 Uhr (RBB Brandenburg)
Stadt, Land, Fluss
Neues vom Wasser

Spree und Havel - waren sie einst die wirtschaftlichen Adern Berlins, sind sie heute zunehmend Orte der Repräsentation und zunehmend auch Plätze der Erholung mit hohem Freizeitwert. Mit dem Umzug der Regierung nach Berlin kamen die Botschaften. Sechs Länder entschieden sich für die Wasserlage rund um den Historischen Hafen, nicht weit vom Alexanderplatz. Kein Zufall: bringen doch die Niederländer, Australier und Brasilianer ein Stück Heimat am Meer mit an die Spree. Aufsehenerregend ist der skulpturale Bau des niederländischen Architekten Rem Koolhaas nahe der Schleuse. Gegenüber residiert die brasilianische Botschaft in einem eher zurückhaltenden Gebäude, das sich auch gern als Kulisse für eine Schiffstaufe inszeniert. Gleich daneben die australische Botschaft in einer aufwändig restaurierten ehemaligen Tuchfabrik. Der Prunkbau kehrt dem Wasser zwar den Rücken zu, aber die Botschafterin hat es auf dem Spazierweg an der Spree nicht weit zum Außenministerium. Auch am Spreebogen nahe des Reichstags hat sich viel getan: Am neuen Spreeplatz laden Treppenstufen zum Verweilen ein. Sogar die Füße kann man kühlen. Doch ein richtiges Flussbad bleibt vorerst noch ein Traum. Auch Potsdam entdeckt seine Ufer. Vis à vis des Stadtschlosses soll die Speicherstadt wieder belebt werden mit Hotel, Wohnungen, Büros und Kongress-Zentrum. Integriert ist das von Ludwig Persius im romantischen Burgenstil gestaltete königliche Proviantamt und ein von Schinkel geplanter Speicher. Ein höchst ambitioniertes Vorhaben am Fuße des Brauhausberges - aber richtig dimensioniert?

Sonntag, 7. Dezember 2003, 16:00 - 16:30 (3sat)
hitec. die dokumentation
Die Zukunft der Vergangenheit - Hightech in Denkmalpflege und Restaurierung

Film von Gabi Schlag, Benno Wenz

Die Kunstrestauratorin Claudia Sorlini von der Universität Mailand reinigt seit Mitte Juni auf dem Friedhof 'Camposanto' in Pisa ein Fresko, das mit einer Leimschicht bedeckt ist. Sie benutzt dazu Watte und Wasser - und Bakterien der Spezies 'Pseudomonas stuzeri'. Wo klassische Restaurierungsmethoden versagen, können einzellige Mikroorganismen zum High-Tech-Werkstoff werden. Doch Bakterien können mehr als nur reinigen. Der staatlich geprüfte Restaurator Franz Moll ist ein Sanierungsspezialist. Er sieht Bakterien als das Instrument, mit dem sich auch vom Zahn der Zeit angenagte Kunstwerke aus Stein wieder komplettieren lassen. Seine Methode: Biomineralisierung. In Zusammenarbeit mit der TU Wien 'heilen' so die Wunden an Wappen und Statuen am Stephansdom. Unter Molls Leitung werden noch weitere gängige Technologien eingesetzt: Bei der Reinigung von Sandstein am Schloss Wickrath bei Mönchengladbach hat sich das Mikrotrockenstrahl-Verfahren bewährt. Ein feinpudriges Aluminiumgranulat radiert mit einem Druck von 0,4 bis 0,6 Bar den auf der Steinoberfläche liegenden Schmutz ab. Der Strahl ist so zart, dass er bei einem handgeschriebenen Brief die Schrift abtragen könnte, ohne das Papier zu zerstören. Bei der Sanierung des Brandenburger Tores kamen neben dem Mikrotrockenstrahl-Verfahren auch Laser zum Einsatz. Bei diesem berührungslosen Verfahren wird ein 0,3 Millimeter feiner Laserstrahl auf die Schmutzschicht gerichtet. Der Schmutz absorbiert das Licht und verdampft, während der saubere Stein es reflektiert. Um Probleme ganz anderer Art kümmert sich Professor Hans Bisswanger vom Physiologisch-Chemischen Institut der Universität Tübingen. Der Biochemiker entwickelte ein neues Verfahren, um die Restaurierung von Büchern zu vereinfachen. Aber auch bei Wandmalereien, Statuen und Büsten kommt modernste Technik zum Einsatz. 'hitec.' zeigt, wie neue Technologien Restauratoren und Denkmalpflegern bei der Rettung von Kulturschätzen helfen.

Dienstag, 9. Dezember 2003, 14:00 - 15:00 Uhr (SWR)
Planet Wissen
Im Verborgenen - Unter dem Asphalt

Wiederholung am Dienstag, 9. Dezember 2003, 15:00 - 16:00 Uhr (WDR)
Wiederholung am Dienstag, 9. Dezember 2003, 16:15 - 17:15 Uhr (BR alpha)
Wiederholung am Mittwoch, 10. Dezember 2003, 07:30 - 08:30 Uhr (WDR)
Wiederholung am Mittwoch, 10. Dezember 2003, 08:30 - 09:30 Uhr (BR alpha)
Wiederholung am Mittwoch, 10. Dezember 2003, 09:00 - 10:00 Uhr (SWR)

Wir schlendern durch die Straßen, beobachten Menschen, Tiere oder sehen in Schaufenster. Doch von dem, was sich unter uns, unter unseren Füßen - und tiefer noch - unter dem Bürgersteig oder dem Asphalt abspielt, davon bekommen wir nichts mit. Dabei ist unter unseren Füßen unendlich viel los. Da gibt's nicht nur Schmutz, Erde, Steine - oder in größeren Städten Tiefgaragen oder eine U-Bahn. Unsere Städte sind von hochkomplizierten Systemen im Untergrund durchzogen, die erst unseren modernen Alltag ermöglichen - und oft auch voll unkontrollierbarer Überraschungen. Gast im Studio ist eine Kapazität für alles, was sich im Untergrund so abspielt - Prof. Dietrich Stein von der Arbeitsgruppe Leitungsbau und Leitungsinstandhaltung der Fakultät für Bauingenieurwesen der Ruhruniversität in Bochum.

Dienstag, 9. Dezember 2003, 15:00 - 16:00 Uhr (WDR)
Planet Wissen
Im Verborgenen - Unter dem Asphalt

Wiederholung vom Dienstag, 9. Dezember 2003

Dienstag, 9. Dezember 2003, 16:15 - 17:15 Uhr (BR alpha)
Planet Wissen
Im Verborgenen - Unter dem Asphalt

Wiederholung vom Dienstag, 9. Dezember 2003

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 02:15 - 02:42 Uhr (arte)
Design 2002 - Folge 9 von 9
Der TGV

Wiederholung vom Donnerstag, 4. Dezember 2003

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 06:30 - 07:30 Uhr (WDR)
Meilensteine: Lichtblicke im Mauerbau
Meister Gerhard und der Kölner Dom

Wiederholung am Mittwoch, 17. Dezember 2003, 06:30 - 07:30 Uhr

Das Wichtigste an Köln ist unbestritten der Dom. Er ist ein Werk von Jahrhunderten. 1248 wurde sein Grundstein gelegt, doch erst 1880 konnten die markanten, fast 160 Meter hohen Türme und die Fassade vollendet werden. Aber auch im Mittelalter war die unfertige Kathedrale schon ein gigantisches Bauwerk. Der erste Baumeister des Doms war Meister Gerhard, der nicht nur den Gesamtplan zeichnete, sondern auch die mittelalterliche Großbaustelle organisierte.

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 06:45 - 07:00 Uhr (WDR)
Meilensteine: London Underground
Marc Brunel und der Tunnelbau

Wiederholung am Mittwoch, 17. Dezember 2003, 06:45 - 07:00 Uhr

Stündlich verschwinden in London 150.000 Menschen von der Erdoberfläche - um an anderer Stelle wieder aufzutauchen. Die Rede ist von der London Underground, der ältesten U-Bahn der Welt. Die Geschichte der U-Bahn ist auch die Geschichte des Tunnelbaus. Die Pionierarbeit zum noch heute angewandten Schildvortrieb leistete Marc Iambard Brunel mit dem Röhrentunnel.

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 07:00 - 07:15 Uhr (WDR)
Meilensteine: Das Skelett aus Stahl
John J. Rascob und das Empire State Building

Wiederholung am Mittwoch, 17. Dezember 2003, 07:00 - 07:15 Uhr

Das Skelett aus Stahl - John J. Raskob und das Empire State Building:
Es ist eines der Wahrzeichen New Yorks und gilt oftmals als das 8. Weltwunder. Fast ein halbes Jahrhundert war es mit 381 Metern das höchste Gebäude der Welt: das Empire State Building. Der Platzmangel in den Städten zwang zu neuer Bauweise, das war die Geburtsstunde der Wolkenkratzer. John Jacob Raskob, der Gründer von General Motors, hatte sich entschlossen, den höchsten Wolkenkratzer zu bauen - innerhalb von nur 18 Monaten. Für das Empire State Building wurde die Stahlskelettbauweise übernommen, die Gustave Eiffel exemplarisch für den Eiffelturm in Paris angewandt hatte. Mehr als 60.000 Tonnen Stahl und über 30.000 Quadratmeter hochwertiger Marmor, 20.000 Quadratmeter Glas für die 6.500 Fenster und 10 Millionen Backsteine wurden für das Gebäude verbraucht. Das höchste Gebäude der Welt steht heute in Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Malaysia: 450 Meter hoch ragen die Petronas Towers in den Himmel der Megacity.

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 07:15 - 07:30 Uhr (WDR)
Meilensteine: Das Tor zum Pazifik
Joseph B. Strauss und die Golden Gate Bridge

Wiederholung am Mittwoch, 17. Dezember 2003, 07:15 - 07:30 Uhr

Die Golden Gate Bridge: wohl die berühmteste Brücke der Welt und ein Wahrzeichen Amerikas. Der Stadtentwickler Michael O´Shaughnessy beauftragte den Ingenieur Joseph Baermann Strauss mit dem Entwurf einer Brücke über die Golden Gate Bucht. Strauss wagt eine beispiellose Konstruktion, er kombiniert die beiden gängigsten Bautechniken: freitragende und Hängebrücke. Wichtige Voraussetzungen waren, dass die Pfeiler der Brücke sowohl der extrem starken Gezeitenströmung als auch den Ozeanwellen und den häufigen Stürmen standhalten. Außerdem musste die Brücke hoch genug sein, damit die gewaltigen Kriegsschiffe sie passieren konnten. Zur Eröffnung 1937 ist die Brücke 27 Meter breit, 227 Meter hoch, 2.737 Meter lang und 894.000 Tonnen schwer. Die Witterung und der widrige Standort sorgen dafür, dass bis heute ständig restauriert, gestrichen und nachgebessert werden muss. Das Tor zum Pazifik ist eine ewige Baustelle.

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 07:30 - 08:30 Uhr (WDR)
Planet Wissen
Im Verborgenen - Unter dem Asphalt

Wiederholung vom Dienstag, 9. Dezember 2003

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 08:30 - 09:30 Uhr (BR alpha)
Planet Wissen
Im Verborgenen - Unter dem Asphalt

Wiederholung vom Dienstag, 9. Dezember 2003

Mittwoch, 10. Dezember 2003, 09:00 - 10:00 Uhr (SWR)
Planet Wissen
Im Verborgenen - Unter dem Asphalt

Wiederholung vom Dienstag, 9. Dezember 2003

Donnerstag, 11. Dezember 2003, 22:30 - 23:15 Uhr (SWR)
Design für Millionen
Vor 50 Jahren: Gründung der Ulmer Hochschule für Gestaltung

Das Design ist Programm, seien es der sagenhafte "Schneewittchensarg", ein Radio-Plattenspieler von Braun, die Lufthansa mit ihrem Kranich, die stromlinienförmigen ICE-Züge oder die rosa-grauen Telefonzellen der Telekom. Alle Entwürfe stammen von ehemaligen Angehörigen der Hochschule für Gestaltung in Ulm. Die Hochschule wurde 1953 von Inge Scholl, Otl Aicher und Max Bill gegründet. Bis heute gilt sie als das international bedeutendste Design-Institut nach dem Bauhaus. Die HfG knüpfte an die traditionellen Ziele des Bauhauses an und entwickelte den dort gelehrten Funktionalismus in Theorie und Praxis weiter. Das Berufsbild des Designers in seiner heutigen Form wurde durch die HfG mitgeprägt. In der Abteilung für Filmgestaltung lehrten in den 60er Jahren Alexander Kluge und Edgar Reitz. 1968 musste die Hochschule schliessen. Die einstige Vorzeigeinstitution der Moderne war dem Bund und dem Land das Geld nicht mehr wert. Zum 50. Gründungsjubiläum hat eine der Nachfolgeinstitutionen der Hochschule, das Institut für Medienforschung und Medienentwicklung, in Zusammenarbeit mit dem SWR einen Film über die bewegte Geschichte der inzwischen legendären HfG produziert.

Donnerstag, 11. Dezember 2003, 23:15 - 23:30 Uhr (SWR)
Schätze der Welt – Erbe der Menschheit
Das Bauhaus, Deutschland - Mythos und Missverständnis

Im Jahr 1919 wurde in Weimar durch den Architekten Walter Gropius eine neuartige Schule gegründet: das Bauhaus. Unter ihrem Dach sollte eine Einheit aller Künste unter Führung der Baukunst entstehen. Grundlage allen künstlerischen Schaffens war das handwerklich-technische Können. Diese Kombination ebnete den Weg zum Industriedesign. Herausragende Künstler und Pädagogen lehrten am Bauhaus: Wassily Kandinsky, Paul Klee und Oskar Schlemmer. Johannes Itten, der die sogenannte Vorlehre initiierte und betreute. Alle Studenten durchliefen diesen Grundkurs, der Voraussetzung für die Aufnahme in den Werkstätten war. Die Vielfalt der Ausbildung bezeugen die Arbeiten der Schüler und der Lehrer. Viele dieser Produkte, die für die Industrie gefertigt wurden, sind heute Klassiker. 1925 zog das Bauhaus nach Dessau um. Gropius hatte dort neue Werkstätten, Lehr- und Wohngebäude errichten lassen. Das Hauptgebäude, ein Kubus aus Beton und Glas, wurde zum Symbol für die Schule. Bis 1932 konnte das Bauhaus ungehindert existieren. Den Nationalsozialisten war das Bauhaus ein Dorn im Auge. An die Macht gelangt, setzten sie 1933 die Schliessung des Instituts durch. Viele der Schüler und Professoren gingen daraufhin ins Exil. Heute findet man ihre Spuren in der ganzen Welt. Nicht alle Ziele des Bauhauses verwirklichten sich. Doch am Ende des 20. Jahrhunderts kann man erkennen, dass das Bauhaus entscheidenden Einfluss auf die Lebensweise der Menschen im Industriezeitalter gewonnen hat. Die Bauhausideen sind imaginär und innovativ genug, um auch in der Zukunft Inspiration und Quelle der Kreativen zu sein.

Donnerstag, 11. Dezember 2003, 23:30 - 01:20 Uhr (SWR)
Canal Grande

Im Volksmund heißt er 'Canalazzo', ein Ausdruck, der 'Canal' und 'Palazzo' zu einer Einheit werden lässt, der Canal Grande. Ein Mythos, ein Name mit magischem Klang, eine der schönsten Wasserstraßen der Welt, eine Kulisse. Vier Kilometer lang, zwischen 30 und 70 Meter breit, ist er seit über 1.000 Jahren ein Kaleidoskop des öffentlichen und privaten Lebens und ein Spiegelbild der Geschichte und Kultur Venedigs. Der Canal Grande war Handelshafen, Zentrum des städtischen Lebens, Bühne für die Herrscher und Lebensader für das Volk. Er inspirierte Maler, Schriftsteller und Musiker aus der ganzen Welt von Goldoni bis Wagner, von d'Annunzio bis Proust, von Vivaldi bis Nietzsche. Er verbindet Heiliges und Weltliches, Schönheit und Gestank, Liebe und Perversion, Luxus und Armut bis heute. Die 310 Gebäude an beiden Ufern von der Piazzale Roma bis zum San-Marco-Becken bilden nicht nur ein Defilee der Paläste, die Geschichte und Geschichten machten, Schauplätze von rauschenden Festen, bewegenden Romanzen, von Mord und Intrigen waren. Sie umrahmen auch das Alltagsleben, das Leben der Handwerker und Lieferanten, der Hochzeits- und Trauerzüge, der Marktfrauen und Gondolieri, der Müllabfuhr und Möbeltransporte, der Polizisten und Hotelangestellten. Hinter den Fassaden eröffnen sich nicht nur prachtvolle Salons und bedeutende Kunstsammlungen, sondern auch Hauptpost, Stadtverwaltung, Fischhalle, Hotelbusiness. Ein Dokumentarfilm, der subjektive Beobachtungen aneinanderfügt, Zufälligkeiten des Alltags, Lebensszenen, Skurriles, Banales, gesehen mit dem Blick des interessierten Besuchers. Ein Kamerafilm, der auch den Weg hinter die Fassaden der Paläste und Kirchen geht, um dort dem 'Canalazzo' der noch verbliebenen Venezianer zu begegnen. Doch auch das nur flüchtig. Denn der Canal, das ist nicht Verharren, das ist Bewegung.

Freitag, 12. Dezember 2003, 00:05 - 00:20 Uhr (3sat)
ArchitecTour de Suisse
Anzevui, Deville, Landecy

Film von Stephane Goel

Mit der Renovierung der Villa Jeantet in Genf, die eine medizinische Stiftung beherbergt, hatte die erfolgreiche Zusammenarbeit der Architekten Anzevui/Deville/Landecy begonnen. In der Folge entwarf das Trio auch den städtischen Garten, der an eine japanische Anlage erinnert - einen Ort der Stille inmitten der alltäglichen Hektik von Genf. Für diese Meisterleistung erhielten die Architekten den Preis Interassar 2000.

Samstag, 13. Dezember 2003, 19:20 - 20:00 Uhr (3sat)
Wie Phönix aus der Asche
Die Wiedereröffnung von 'La Fenice'

Dokumentation von Reiner Penzholz
Wiederholung am Sonntag, 14. Dezember 2003, 02:40 - 03:20 Uhr
Wiederholung am Montag, 15. Dezember 2003, 09:05 - 09:40 Uhr

Als am 29. Januar 1996 das venezianische Opernhaus 'La Fenice' bis auf die Grundmauern abbrannte, war die gesamte Kulturwelt schockiert. Eines der schönsten und traditionsreichsten Theater der Welt war zerstört. Spontan begann man international für den Wiederaufbau zu sammeln. Schon zwei Jahre später sollte die legendäre Oper ihre Pforten wieder öffnen. Doch zahlreiche Widrigkeiten vereitelten diesen Zeitplan. Fast acht Jahre sind inzwischen vergangen, doch nun ist es endlich soweit: Das Opernhaus 'La Fenice' soll wiedereröffnet werden. Nach den Plänen des mittlerweile verstorbenen Stararchitekten Aldo Rossi ist der Zuschauerbereich originalgetreu wieder hergestellt worden, während im Bühnenbereich ein Opernhaus mit moderner Technik entstehen soll. Zahlreiche Spezialisten waren und sind dafür verantwortlich, darunter viele Kunsthandwerker, die sich mit der Rekonstruktion der völlig zerstörten Dekoration einer großen Aufgabe gegenüber sahen. Auch das Ziel, die einzigartige Akustik von 'La Fenice' wieder erlebbar zu machen, ist nicht leicht zu bewältigen. Nach dem schwierigen und spektakulären Wiederaufbau soll sich Venedigs Opernhaus in optimaler Harmonie zwischen Alt und Neu präsentieren.

Samstag, 13. Dezember2003, 20:15 - 20:45 Uhr (arte)
Das Grand Chalet von Balthus
Ein aussergewöhnliches Gebäude in der Schweiz

In einem winzigen Dorf mitten in den Schweizer Bergen steht ein eigenartiges Haus: Das Grand Chalet von Rossinière, ein riesiges Gebäude aus Holz mit fünf Stockwerken über einer Grundfläche von nahezu 450 Quadratmetern - vermutlich das grösste Holzhaus, das je in den europäischen Alpen erbaut worden ist. Es wurde vor 250 Jahren von einem fortschrittlichen Käsehändler errichtet; ein Zeichen dafür, dass seinerzeit - kurz vor der Französischen Revolution - neue Ideen auch bis an diesen Ort am Ende der Welt gelangt sind. Der fortschrittliche Geist musste aber gewissermassen weichen, als später Menschen im Grand Chalet Einzug gehalten haben, die eben gerade vor diesem Fortschritt fliehen wollten: Zuerst englische Touristen, die auf der Suche nach einer Welt gewesen sind, die von den Zerstörungen der modernen Zeit noch unversehrt war. Dann aber kam ein Maler und nahm dieses Haus in Beschlag - einer, dessen ganzes Leben eine einzige monumentale Abrechnung mit diesem Fortschritt war: Der Maler Balthus. Er richtete sich im Grand Chalet eine Welt ein, die derjenigen seiner Bilder gleicht. Eine Welt, in der die Zeit zurückgedreht scheint und die Gesetze des modernen Lebens nicht gelten.

Samstag, 13. Dezember 2003, 21:45 - 22:00 Uhr (BR alpha)
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik
Die Nadel aus Beton - Fritz Leonhardt und der Stuttgarter Fernsehturm

Wiederholung am Sonntag, 14. Dezember 2003, 09:45 - 10:00 Uhr

Sonntag, 14. Dezember 2003, 00:05 - 00:40 Uhr (3sat)
Graz kommt an
Eine Bilanz der Kulturhauptstadt 2003

5.000 Veranstaltungen zu 100 Projekten umfasste das Programm der 'Kulturhauptstadt Europas Graz 2003'. Mehr als zwei Millionen Besucher wurden gezählt. Zudem haben zahlreiche spektakuläre Neubauten wie das Kunsthaus, die List-Halle, die Murinsel und die Stadthalle das Gesicht der Stadt wesentlich verändert. 'Graz kommt an' fasst die Höhepunkte von 'Graz 2003' zusammen und gibt Antworten auf die Fragen, wie die Bevölkerung auf 'Graz 2003' reagierte und was 2004 folgt. Zu Wort kommen prominente Gastkommentatoren wie der Wiener Architekt und Karikaturist Gustav 'Ironimus' Peichl, der die neuen Grazer Architekturmerkmale kritisch-ironisch unter die Lupe nimmt.

Sonntag, 14. Dezember 2003, 02:40 - 03:20 Uhr (3sat)
Wie Phönix aus der Asche
Die Wiedereröffnung von 'La Fenice'

Wiederholung vom Samstag, 13. Dezember 2003

Sonntag, 14. Dezember 2003, 09:45 - 10:00 Uhr (BR alpha)
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik
Die Nadel aus Beton - Fritz Leonhardt und der Stuttgarter Fernsehturm

Wiederholung vom Samstag, 13. Dezember 2003

Sonntag, 14. Dezember 2003, 18:15 - 19:00 Uhr (3sat)
schweizweit spezial - Wohnen in der Schweiz

Wiederholung am Montag, 15. Dezember 2003, 03:40 - 04:20 Uhr

"schweizweit spezial" ist zu Gast im Futurelife-Haus: In diesem Wohnlabor erprobt eine Familie technische Neuerungen rund ums Wohnen. Vom Futurelife-Haus aus richtet die Sendung den Blick auf vergangene, gegenwärtige und zukünftige Wohnformen.

Montag, 15. Dezember 2003, 03:40 - 04:20 Uhr (3sat)
schweizweit spezial - Wohnen in der Schweiz

Wiederholung vom Sonntag, 14. Dezember 2003

Montag, 15. Dezember 2003, 09:05 - 09:40 Uhr (3sat)
Wie Phönix aus der Asche
Die Wiedereröffnung von 'La Fenice'

Wiederholung vom Samstag, 13. Dezember 2003

Mittwoch, 17. Dezember 2003, 06:30 - 07:30 Uhr (WDR)
Meilensteine: Lichtblicke im Mauerbau
Meister Gerhard und der Kölner Dom

Wiederholung vom Mittwoch, 10. Dezember 2003

Mittwoch, 17. Dezember 2003, 06:45 - 07:00 Uhr (WDR)
Meilensteine: London Underground
Marc Brunel und der Tunnelbau

Wiederholung vom Mittwoch, 10. Dezember 2003

Mittwoch, 17. Dezember 2003, 07:00 - 07:15 Uhr (WDR)
Meilensteine: Das Skelett aus Stahl
John J. Rascob und das Empire State Building

Wiederholung vom Mittwoch, 10. Dezember 2003

Mittwoch, 17. Dezember 2003, 07:15 - 07:30 Uhr (WDR)
Meilensteine: Das Tor zum Pazifik
Joseph B. Strauss und die Golden Gate Bridge

Wiederholung vom Mittwoch, 10. Dezember 2003

Donnerstag, 18. Dezember 2003, 17:15 - 17:30 Uhr (BR alpha)
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik
Bauen wie die Natur - Frei Otto und das Münchener Olympiadach

Wiederholung am Sonntag, 21. Dezember 2003, 09:45 - 10:00 Uhr

Freitag, 19. Dezember 2003, 00:00 - 00:15 Uhr (3sat)
ArchitecTour de Suisse
Angélil, Graham, Pfenninger, Scholl Architecture

Film von Beat Häner

Baustil ist hinderlich - so das Credo des Architekturbüros Angélil, Graham, Pfenninger, Scholl. Denn jede neue Bauaufgabe verlangt eine neue Herangehensweise. Die drei Zürcher Architekten und die amerikanische Architektin bauen seit zehn Jahren nach diesem Motto. Ob Bahnhof oder Flughafendock, Geschäfts- oder Wohnhaus - immer versuchen sie, mit möglichst wenig Bauaufwand möglichst viel Nutzwert zu schaffen. Das Team erreicht dies, indem es einen Akzent auf die interdisziplinären Entwicklungsprozesse der letztlich gebauten Form legt. Der Film porträtiert das heterogene Team.

Samstag, 20. Dezember 2003, 14:20 - 14:35 Uhr (SF1)
Zeitreise: Göhnerswil - Wohnen im Grünen

Die Hochkonjunktur der 60er-Jahre produziert nicht nur Wohlstand und Wachstum, sondern auch eine grassierende Wohnungsnot in den Städten. Deshalb startet der Bund in dieser Zeit ein Förderungsprogramm für grosse Wohnbau-Projekte in Landwirtschaftsgebieten. Mit dem 'Sunnebüel' im zürcherischen Volketswil und der Siedlung 'Benglen' gehört die Baufirma Göhner AG zu den ersten Generalunternehmern, die mitten auf der grünen Wiese grosse Wohnsilos für Familien erstellen. Das problematische neue Siedlungsmodell, spöttisch 'Göhnerswil' genannt, erregt viele Gemüter. Erst nach anfänglicher Polemik schwenkt das Schweizer Fernsehen Mitte der 70er-Jahre auf eine sensible Berichterstattung ein. In 'Zeitreise' erinnern sich ein damaliger Direktor der Göhner AG, überzeugte 'Göhnerswiler' und alteingesessene Dorfbewohner an die damaligen Kontroversen um das Wohnen im Grünen.

Sonntag, 21. Dezember 2003, 09:45 - 10:00 Uhr (BR alpha)
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik
Bauen wie die Natur - Frei Otto und das Münchener Olympiadach

Wiederholung vom Donnerstag, 18. Dezember 2003

Sonntag, 21. Dezember 2003, 21:00 - 21:15 (3sat)
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Die große Mauer von China

Film von Mark Verkerk

Die alten Chinesen hielten die große Mauer für einen Drachen, aus dessen geschwungenem Schweif die Nation entsprungen ist. Zahlreiche Sagen ranken sich um sie, dabei ist ihre wahre Geschichte noch erstaunlicher als alle Fabeln. Mit fast 5.000 Kilometern Länge übertrifft die große Mauer alle von Menschen errichteten Bauwerke. Ursprünglich war sie gar nicht als ein Bauwerk geplant. Denn zunächst hatten Herrscher konkurrierender Königreiche im Norden Chinas einzelne Schutzwälle errichtet. Sie sollten die barbarischen Horden aus den nördlich gelegenen Steppen daran hindern, in ihr Land einzudringen. Diese Teilstücke wurden ab dem 3. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zu einer großen Mauer verbunden. Der Film erzählt die Geschichte der Entstehung der Mauer sowie ihre wehrtechnische Funktion und spannt den Bogen über zwei Jahrtausende chinesische Geschichte.

Montag, 22. Dezember 2003, 08:15 - 09:00 Uhr (WDR)
Der Regensburger Dom
Ein Jahrtausend-Bauwerk

Von Kopf bis Fuss unverhüllt - so hat man den Regensburger Dom noch nie gesehen: Irgendein Teil ist immer hinter Gerüsten und Planen versteckt, denn der mittelalterliche Monomentalbau ist seit der Grundsteinlegung im Jahr 1275 eine immerwährende Baustelle. Endgültig fertig wurde er erst 1871 und unmittelbar danach waren schon die ersten grossen Reparaturen fällig. Denn seit Beginn des Industriezeitalters setzt dem Regensburger Dom die zunehmende Luftverschmutzung stark zu. Die Schäden waren bereits Anfang des 20. Jahrhunderts so gross, dass eine "Staatliche Dombauhütte" eingerichtet wurde - und seitdem wird fast pausenlos saniert.

Donnerstag, 25. Dezember 2003, 14:45 - 15:30 (BR alpha)
100 Monumente - Denkmäler in Bayern

In den bayerischen Denkmallisten sind rund 140.000 Bau- und Kunstdenkmäler und etwa 40.000 Bodendenkmäler eingetragen. Um die Vielfalt dieses baulichen und archäologischen Erbes in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, startet das Bayerische Fernsehen diese neue Sendereihe. Unterstützt und beraten wird die Redaktion Geschichte dabei vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. In jeder Folge werden drei Objekte präsentiert, zu denen auch eine Geschichte erzählt werden kann. In der Auswahl soll sich die ganze Bandbreite der Denkmäler in Bayern spiegeln: mittelalterliche Ruinen, Stadtensembles, Industrieanlagen des 19. Jahrhunderts, eine Dampfmaschine, ein Kloster, ein Schloss, ein Bauernhaus, ein Konzentrationslager, eine Kathedrale, ein Marterl ... Gleichzeitig kommen Personen zu Wort, die mit dem Erhalt und der Pflege befasst sind, Eigentümer, Nutzer, Handwerker, Denkmalschützer und Denkmalgegner. Gezeigt werden Ausgrabungen, Restaurierungen und Umbauten, diskutiert werden Rettung und Funktionswandel von Denkmälern. Die erste Folge dieser neuen Reihe beschäftigt sich mit dem Thema "Wohnen im Denkmal". Vorgestellt werden zwei Jahrhunderte alte Bauernhöfe aus Niederbayern und ein Rokokohaus aus Franken, in dem sich heute ein "Irish Pub" befindet.

Freitag, 26. Dezember 2003, 14:45 - 15:30 Uhr (BR alpha)
100 Monumente - Denkmäler in Bayern

Die zweite Folge dieser neuen Reihe beschäftigt sich mit Schlössern und Parks. Vorgestellt werden drei Residenzen aus drei Regionen: Schloss Rentweinsdorf in Unterfranken, Schloss Leitheim in Schwaben und Schloss und Park Schönau in Niederbayern.

Samstag, 27. Dezember 2003, 22:35 - 00:15 Uhr (arte)
Die Eremitage - Sankt Petersburg

Vor 300 Jahren wurde St. Petersburg gegründet. Im Herzen der Stadt, am Ufer der Newa, liegt die Eremitage, eines der herrlichsten architektonischen Ensembles der Welt. Ursprünglich von Peter dem Großen als Winter-Residenz gebaut und später von seinen Nachfahren vergrößert, wurde das Eremitage-Museum von Katharina der Großen gegründet. 1764 kaufte sie 225 Gemälde für ihre private Bildergalerie. Ihr Ziel war es, alle anderen europäischen Monarchen mit ihrer Sammlung zu übertreffen. 1917 war der Winterpalast der Schauplatz der Oktober-Revolution. Während des Zweiten Weltkrieges überlebte die Stadt - und mit ihr die Eremitage - eine 900tägige Belagerung durch Hitlers Armee, die mehr als eine Million Menschenleben kostete. Heute ist die Eremitage eines der größten und berühmtesten Museen der Welt mit Außenstellen in London, Amsterdam und Las Vegas.

Sonntag, 28. Dezember 2003, 10:45 - 11:00 Uhr (ORF2)
Schätze der Welt – Erbe der Menschheit      
Der Dom zu Köln

Unter den grossen Kirchen der Welt verkörpert der Kölner Dom den Typus der hochgotischen Kathedrale am reinsten und vollkommensten – und das trotz einer Bauzeit von 632 Jahren. Von 1248 bis 1560 mühten sich die mittelalterlichen Meister um das riesige Werk, das sie schliesslich nur zur Hälfte fertigstellen konnten. Der Dom war nicht nur das damals höchste Bauwerk der Welt, sondern er ist bis heute eine der grössten Kirchen der Christenheit und Kölns geliebtes Wahrzeichen.

Sonntag, 28. Dezember 2003, 19:10 - 20:00 Uhr (3sat)
'The Friendly Alien' - Das Grazer Kunsthaus

Film von Doris Fercher

Ein freundlicher Außerirdischer ist am rechten Murufer in der steirischen Landeshauptstadt Graz gelandet - eine blaue Blase, entworfen von den britischen Architekten Peter Cook und Colin Fournier. Eine rasante Landung: Nur zweieinhalb Jahre konnte geplant und gebaut werden. Das Kunsthaus wurde damit nach 17jähriger Vorgeschichte als Projekt der 'Europäischen Kulturhauptstadt 2003' zu Ende gebracht. Schon vor der Eröffnung war das Interesse daran enorm - Bevölkerung und Medien stürmten das Gebäude, das in Zukunft zeitgenössische Kunst zeigen wird.

Sonntag, 28. Dezember 2003, 22:10 - 22:40 Uhr (WDR)
Umzug ins Paradies - Beobachtungen unter Affen in Wuppertal

Film von Natalie Henkel

"Schau mal, fast wie in der Natur!" - sagen die Zoobesucher, wenn sie heute die Wuppertaler Orang-Utans in ihrem Außengehege sehen. Bis vor kurzem lebten Vedgar, Sanda, Jakowina und Cheemo in einem Affenhaus aus den 70er Jahren in Beton und Panzerglas. Sie wussten gar nicht, wie richtige Bäume und ein freier Himmel aussehen. Der Zoo hat Architekt Peter Rasbach beauftragt, eine Freianlage für die Orang-Utans zu bauen. Die Reportage zeigt, wie die Menschenaffenanlage entsteht und begleitet die Orang-Utans bei den ersten Schritten in ihre neue Heimat.


bitte senden sie mir dringend die Adressen der Maler/ Künstler und
deren Namen aus Ihrer Sendung: Bilderbuch Deutschland,
Berlin-Prenzlauerberg vom 1.Dez.2003. ich weiss nicht mehr,wo ich
suchen soll, vielen dank C.Gartemann
[C.Gartemann | 02.06.2004]
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