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ArchiTV - TV-Programm Februar 2004

(Aktualisiert am 15. Februar 2004) Hier finden Sie die interessantesten Fernsehsendungen rund um das Thema Architektur und Bauen im Monat Februar 2004. Damit Sie auf dem Laufenden bleiben, wird der Beitrag aktualisiert, sobald uns Informationen zu neuen Sendungen vorliegen. Also immer wieder mal reinschaun!

Montag, 2. Februar 2004, 06:25 - 06:55 Uhr (3sat)
Die perfekte Illusion
Helmut Jacoby - Meister der Architekturzeichnung

Film von Christine Haberlik
Wiederholung am Montag, 2. Februar 2004, 09:05 - 09:35 Uhr

Der Architekturzeichner Helmut Jacoby ist einer der letzten seines Fachs. Während heutzutage mit 3D-Software gearbeitet wird, lässt der 77-Jährige 'seine' Gebäude in perfekter Illusion am Zeichentisch entstehen. Geboren wurde Jacoby in Halle, wo er inzwischen wieder lebt. Karriere machte er jedoch in New York, nachdem er die DDR 1952 verließ. Heute werden seine Zeichnungen in bedeutenden Museen gezeigt, er selbst wird weltweit zu Vorträgen eingeladen. Ein Fernsehteam hat Helmut Jacoby auf seinen Reisen nach Amerika und Australien begleitet, wo er mit Star-Architekten wie Norman Foster, Helmut Jahn und Harry Seidler zusammentraf. In seinem Hallenser Studio ließ er sich beim 'Wunder der perfekten Illusion' zuschauen.



Mittwoch, 4. Februar 2004, 21:45 - 22:15 Uhr (SWR)
Das Wunder von Messina - Streit über die Brücke für Sizilien

In sieben Jahren soll sie fertig sein, die größte Brücke der Welt, 'Berlusconis achtes Weltwunder', wie viele Italiener schimpfen.3.300 Meter lang soll sie sein und einen alten italienischen Traum verwirklichen: die Anbindung Siziliens an das kalabresische Festland. Doch die Brücke, die verbinden soll, entzweit die Menschen an der Straße von Messina nur, teilt sie in Befürworter und Gegner auf. 'Das ist ein Paradies, aber Berlusconi macht daraus eine Hölle. Er soll zurück gehen in die Nachtlokale, wo er herkommt', bricht es aus Giuseppe Alesci heraus, der seinem Ministerpräsidenten in Rom die Schuld daran gibt, dass sein eigenes kleines Paradies an der Straße von Messina zerstört werden soll. 'Berlusconi, der will doch nur in die Geschichte eingehen als einer, der etwas Unmögliches geschafft hat', empört sich ein anderer. Und viele meinen, dass nur die Mafia von dem Bau der Brücke profitiere. Seit 23 Jahren wird die Brücke geplant, doch erst jetzt wurde über die Finanzierung und den endgültigen Standort entschieden. Mehr als fünf Milliarden Euro soll das technische Wunderwerk kosten, Reggio Calabria und Messina miteinander verbinden und beide Städte zur Metropole des gesamten Mittelmeerraumes und Nordafrikas machen. Jetzt, da die wichtigsten Entscheidungen getroffen sind, spitzt sich der Protest der Brückengegner zu. Menschen wehren sich gegen den Abriss ihrer Häuser, Umweltschützer warnen vor der Zerstörung der Natur, Geologen schütteln den Kopf. Denn die Region um Messina und Reggio Calabria ist eine der seismologisch gefährlichsten Stellen der Welt, 1908 gab es dort bei einem Beben 4O.OOO Tote. Zwei gigantische Pfeiler sollen die Hängebrücke tragen, jeder höher als der Eifelturm.



Samstag, 7. Februar 2004, 21:00 - 21:45 Uhr (Phoenix)
Rätsel der Vergangenheit: Die chinesische Brücke

Wiederholung am Sonntag, 15. Februar 2004, 23:15 - 00:00 Uhr

Die bekannteste der so genannten Regenbogenbrücken ist auf einem alten Gemälde festgehalten. Es stammt aus der Song-Dynastie und ist in China bekannt wie bei uns die Mona Lisa. Die Brücke bildet eine Bogenform aus geraden Holzbalken - eine Konstruktion, die es nach den Gesetzen der Statik eigentlich gar nicht geben dürfte. Wie die Brücke gebaut wurde, ist bis heute ein Geheimnis. Das möchten die Brückenbau-Spezialisten nun lüften. In Jinze soll die Brücke bei laufendem Bootsverkehr über einen 12 Meter breiten Kanal geschlagen werden. Mit Hilfe des Gemäldes gelingt den Brückenbauern zunächst die Rekonstruktion eines Modells. Doch vor Ort erweisen sich alle Pläne schnell als Makulatur.



Sonntag, 8. Februar 2004, 12:15 - 13:00 Uhr (BR alpha)
Friedrich Bürklein - Der vergessene Architekt

Der aus Franken gebürtige Architekt Friedrich Bürklein (1813 – 1872) war der berühmteste Schüler von Friedrich von Gärtner und lange Jahre dessen wichtigster Mitarbeiter (Bauführung der Salinendirektion, Athener Königsschloss). Zwischen 1843 und 1852 entstehen repräsentative Wohnhäuser an der Fürsten- und Amalienstrasse. Mit dem Neubau des Münchner Hauptbahnhofes wird Friedrich Bürklein in ganz Europa bekannt, so kühn erscheint den Zeitgenossen die Stahlkonstruktion der stützenlosen Haupthalle, 1845 als Wunder moderner Ingenieurskunst gepriesen. Es folgen die Bahnhofsbauten von Augsburg, Ansbach, Bamberg, Hof, Neu-Ulm, Nördlingen, Rosenheim, Würzburg und Nürnberg. König Maximilian II. beauftragt Bürklein mit der Schaffung eines neuen Baustils. 1856 entsteht als Prototyp die 'Frauengebäranstalt", heute umgebaut als Postscheckamt. Danach beginnt die Projektierung und Ausführung des städtebaulichen Riesenprojektes der Münchner Maximilianstrasse mit all ihren Grossbauten und Privathäusern. Der Versuch, einen neuen Baustil zu schaffen, wurde von der Fachwelt erbarmungslos kritisiert. Überbeansprucht, erschöpft und in geistiger Umnachtung stirbt Bürklein in der Heilanstalt Werneck.

Sonntag, 8. Februar 2004, 13:15 - 14:00 Uhr (ZDFdokukanal)
Frank Gehry - Der mit den Häusern tanzt

Wiederholung am Sonntag, 8. Februar 2004, 21:15 - 22:00 Uhr

Frank Gehry ist ein Weltstar der Architektur. Mit seinen aufregenden Entwürfen begeistert er die Menschen in aller Welt. Die Architektur-Szene schockte er in den 80er Jahren mit radikalen Visionen. Seine Gebäude, die mit billigen Materialien scheinbar wild zusammengewürfelt schienen, kümmerten sich wenig um die Gesetze der Statik. Frank Gehry ist der Architekt, der den Häusern das Tanzen beigebracht hat. Die Dokumentation stellt einen großen Baumeister vor, der dabei eine unverbrauchte Architektursprache gefunden hat.



Montag, 9. Februar 2004, 12:00 - 13:00 Uhr (Pro 7)
Avenzio - Schöner leben!

Die 'Besser Wohnen'-Experten um Architekt (und ArchiCAD-Anwender) Maik Dengel bringen neuen Glanz in jedes Heim. Zuschauer und Bewohner werden Zeuge, wie aus einer Wohnung, einem Dachboden oder einem Zimmer innerhalb einer Woche eine Baustelle und schließlich ein neues Zuhause wird.

Montag, 9. Februar 2004, 13:15 - 14:15 Uhr (ZDFdokukanal)
I.M. Pei - Mandarin der Moderne

Wiederholung am Montag, 9. Februar 2004, 21:15 - 22:15 Uhr

Der chinesische Architekt Ieoh Ming Pei zählt zu den weltweit renommiertesten Baumeistern. In Europa baute der Architekt Pei zum ersten Mal Anfang der 80er Jahre, als er die Pariser Öffentlichkeit mit 'Le Grand Louvre' gegen sich aufbrachte. Mit dieser Pyramide kennt man ihn diesseits des Ozeans. Pei ist in China geboren und aufgewachsen. Er hat am MIT, dem Massachusetts Institut of Technology, und in Harvard bei Walter Gropius Architektur studiert. Die Ära des sozialen Wohnungsbaus in Amerika hat er entscheidend mitgetragen. Pei leistete auch seinen Beitrag zu den unpersönlichen Betonmonstren, die ganze städtischen Gegenden entstellten, bis er die Art von Architektur entdeckte, die er immer bauen wollte: exquisite, teure und sehr präsente Bauten für eine Kundschaft, die seinem Charme ausgeliefert war und die von ihm verlangten Summen ausgeben konnte. Weitere herausragende Bauten von ihm sind die Kennedy-Bibliothek in Boston und der Neubau der National Gallery in Washington. Man feierte ihn als Vollender des amerikanischen Modernismus, als talentierten Museenbauer. Den Grundriss entwickelte Pei 1968 auf der leeren Rückseite eines Umschlags: einen Trapez, dann einen Diagonal. Aus mehreren Dreiecken entstand eine komplexe, aber klare geometrische Form. 'Das Dreieck ist die stabilste Form. Das können sie nicht verändern. Ein Rechteck kann man verbiegen, verbeugen, aber ein Dreieck bleibt ein Dreieck.' Deswegen ist es auch die Lieblingsform Peis. In seinem Baustil gilt der chinesische Architekt als Vollender der klassischen Moderne. Als Schüler von Bauhaus-Meistern war er ein Vertreter der strengen Sachlichkeit. Und dennoch hat Ieoh Ming Pei sie mit eleganten Formelementen fortgeführt und in kreativer Veränderung vorangetrieben.

Montag, 9. Februar 2004, 21:00 - 22:30 Uhr (NDR)
Tatort - Das Glockenbachgeheimnis

Drehbuch von Friedrich Ani

Im Glockenbachviertel wird der begüterte Erbe Leonard 'Lenny' Martens von Paul Rochus und seinem Hund Hermes erschlagen aufgefunden. Die beiden Hauptkommissare Franz Leitmayr und Ivo Batic werden durch die eigensinnige Verstocktheit der Einwohner am Glockenbach dazu herausgefordert, tiefer in dieses Viertel einzutauchen. Als alle Indizien den Stadtteilarchitekten Feuerberg zum Mordverdächtigen stempeln, lassen sie die Falle zuschnappen. Doch der gestresste Mitarbeiter Carlo Menzinger findet überraschend heraus, dass Paul Rochus etwas verschweigt. Die Lösung scheint im beliebten 'Café Jasmin' verborgen, das von Frieda Helnwein und Doris Schellenbaum geführt wird.

Montag, 9. Februar 2004, 21:15 - 22:15 Uhr (ZDFdokukanal)
I.M. Pei - Mandarin der Moderne

Wiederholung vom Montag, 9. Februar 2004



Mittwoch, 11. Februar 2004, 12:15 - 13:00 Uhr (NDR)
Herrenhäuser in Schleswig-Holstein

Im Mittelpunkt der zweiten Folge der Serie steht die Entwicklungsgeschichte der Herrenhäuser in Schleswig-Holstein. Es wird ein faszinierender Bilderbogen aufgeblättert, der mit der Eroberung des Landes im Mittelalter und den frühen burgartigen Anlagen beginnt und bis zu den umfangreichen, in buntem Stilgemisch errichteten Palästen der Jahrhundertwende führt. Wahlstorf zwischen Plön und Preetz gehört zu den wenigen Bauten, die sich aus der Frühzeit der Herrenhäuser erhalten haben. Das allein schon lohnt einen Besuch; doch als Alida Gundlach mit Baronin Plessen, der Besitzerin von Wahlstorf, ins Gespräch kommt, wird der Zuschauer unversehens bis in den malaiischen Archipel versetzt. Ein Schrank mit einem Totenkopf öffnet sich. Trophäen ganz anderer Art sind in Helmstorf zu finden, einem ganz alten Siedlungsplatz am romanischen Ufer des ostholsteinischen Flüsschens Kossau - und einem Herrenhaus, das für die klotzige Schlussphase der Baugeschichte steht. Helmstorf, seit 350 Jahren in der Hand der Familie von Buchwaldt, war unter Magnus von Buchwaldt eine Hochburg des Reitsports im Lande. Als der Mann der jetzigen Besitzerin starb, musste diese gleichsam über Nacht zur Landwirtin werden. Wie schafft man das? Und was gehört überhaupt zu solch einem Gutsbezirk, in historischen Zeiten, aber auch heute? Darüber gibt Christoph Prinz zu Schleswig-Holstein interessante Auskünfte. Alida Gundlach traf den Eigentümer von Herrenhaus Grünholz in Sieseby, einem der schönsten Dörfer des Landes. Doch auch in Sieseby, das früher zu Grünholz gehörte, gibt es mancherlei Probleme.



Freitag, 13. Februar 2004, 14:00 - 14:30 Uhr (BR alpha)
Stoffe und Stoffänderungen - Materialien beim Hausbau

Wiederholung am Montag, 16. Februar 2004, 06:30 - 07:00 Uhr (BR)
Wiederholung am Dienstag, 17. Februar 2004, 07:45 - 08:15 Uhr (BR alpha)

Zum Bau eines Hauses werden viele Stoffe benötigt. Einige davon werden heute vorgestellt. Aus den anorganischen Naturstoffen Lehm und Ton werden Ziegel hergestellt. Nach einer gründlichen mechanischen Bearbeitung wird das Stoffgemisch in Formen gepresst und bei hoher Temperatur zu Ziegeln und Dachpfannen gebrannt. Die aufeinander geschichteten Ziegel werden auf der Baustelle mit einer Zwischenlage von Mörtel fest verbunden. Der Grundstoff für den Mörtel ist Zement.

Freitag, 13. Februar 2004, 13:15 - 14:30 Uhr (ZDFdokukanal)
Albert Kahn - Architekt der Moderne

Wiederholung am Freitag, 13. Februar 2004, 21:15 - 22:30 Uhr

Die Architektur von Albert Kahn - Privathäuser, öffentliche, sowie Geschäftsbauten und insbesondere eine Vielzahl von Fabriken - haben das Erscheinungsbild der USA geprägt. Seine Entwicklung und konsequente Anwendung der Stahlbeton-Bauweise für die aufkommende Auto- und Zuliefererindustrie machten ihn zum führenden Architekten von Industriebauten der USA. Es sind die Fabriken von Packard, Ford, General Motors, Hudson, Dodge, Chrysler, die noch heute das Bild eines Großteils von Detroit prägen. Es sind Banken, Bürohochhäuser, Bibliotheken, Kirchen, Tempel, Theater und Privatvillen von hierzulande unbekannter Größe, an und in denen noch heute sein Verständnis für funktionale Zusammenhänge und seine architektonische Phantasie erfahrbar ist. Auf ihn gehen auch weit über 500 Fabrikneubauten in der Sowjetunion der dreißiger Jahre zurück. Das Ende des Krieges hat er nicht mehr miterlebt, er starb 1942, noch beschäftigt mit zahlreichen Rüstungsbauten. Es fasziniert an Kahns Lebenswerk ganz besonders die Verbindung von Ästhetik, Funktion und Bauweise seiner Architektur. Die in erster Linie auf Funktion zielenden Bauten für die Industrie zeigen in der immer konsequenteren Anwendung der Möglichkeit der von ihm und seinem Bruder Julius entwickelten Stahlbeton-Konstruktion eine erstaunliche Adaptionsfähigkeit seines ästhetischen Programms. Noch heute, und leider zu einem Teil im Zustand des Verfalls, bewahren diese Bauten, ihre Fassaden und selbst das Raster ihrer konstruktiven Skelette, ihre Schönheit.



Sonntag, 15. Februar 2004, 13:15 - 13:45 Uhr (ZDFdokukanal)
Brücken dieser Erde
Die Brücke über den Großen Belt, Dänemark

Wiederholung am Sonntag, 15. Februar 2004, 21:15 - 21:45 Uhr

Die Verbindung über diesen sogenannten Großen Belt ist eine der wichtigsten Verkehrsadern Dänemarks. Seit dem 16. Jahrhundert existierte Fährverkehr über das Meer. Aber immer wieder brachten stürmische See und Eis in harten Wintern die Verbindung zum Erliegen - und teilten Dänemark. 1998 wurde die Store Belt Brücke eröffnet. Insgesamt 22 Kilometer ist die Kombination aus Autobahn- und Eisenbahnbrücke lang - ein schnörkelloser Gigant aus Stahl und Beton. Herzstück ist die 2,7 Kilometer lange Hängebrücke mit einer Durchfahrtsöffnung von 1624 Metern die zweitgrößte Hängebrücke der Welt. Mit 254 Metern Höhe sind ihre Pylonen die höchsten Bauwerke Dänemarks. Aber die Brücke über den Großen Belt hat auch Opfer gefordert. Am Ostende der Brücke, auf der Insel Seeland, liegt die Kleinstadt Korsör, am Westende auf Fünen Nyborg. Beide Städte lebten gut mit und von dem Fährbetrieb. Seit die Große-Belt-Brücke eröffnet wurde, fehlt ihnen die Lebensader. Heute gleichen die riesigen Areale der ehemaligen Fährhäfen Geisterstädten. Obwohl die Mautgebühr für einen PKW auf der Store-Belt-Brücke 35 Euro beträgt, übersteigt der Ansturm die Erwartungen. Die Zahl der Passagen zwischen West und Ost hat sich - mit über 20.000 Fahrzeugen täglich - mehr als verdoppelt. Der Große Belt trennt nicht mehr die zwei Hälften Dänemarks, er verbindet sie.

Sonntag, 15. Februar 2004, 23:15 - 00:00 Uhr (Phoenix)
Rätsel der Vergangenheit: Die chinesische Brücke

Wiederholung vom Samstag, 7. Februar 2004



Montag, 16. Februar 2004, 06:30 - 07:00 Uhr (BR)
Stoffe und Stoffänderungen - Materialien beim Hausbau

Wiederholung vom Freitag, 13. Februar 2004

Montag, 16. Februar 2004, 13:15 - 13:45 Uhr (ZDFdokukanal)
Brücken dieser Erde
Die Rialto-Brücke, Venedig, Italien

Wiederholung am Montag, 16. Februar 2004, 21:15 - 21:45 Uhr

400 Brücken überspannen die Kanäle Venedigs. Mitten im Herzen der Lagunenstadt liegt ihre prominenteste, vielleicht sogar die berühmteste Brücke dieser Erde: die Rialto Brücke aus dem Jahr 1591. Seit ihrer Erbauung vor nunmehr über 400 Jahren überspannt den Canale Grande die steinerne Rialto Brücke - in der ganzen Welt ein Symbol und Wahrzeichen für Venedig. Die politische Drehscheibe Venedigs befand sich in San Marco, während auf der anderenBrückenseite im Bezirk Rialto das Wirtschaftszentrum der Lagunenstadt war. Der Canale Grande trennte, aber verband auch die beiden Stadtteile. Auf ihm wurde der Warenfluss zwischen Orient und Okzident abgewickelt. An dieser sensiblen Stelle eine Brücke zu errichten, war eine schwierige Aufgabe. Jahrzehnte lang wurden zahlreiche Vorschläge beraten und beurteilt. Eine Reihe bedeutender Architekten, darunter der Bildhauer Andrea Palladio, versuchten sich an der großen Aufgabe - und scheiterten. 1584 unternahm Venedig einen letzten Anlauf. Wieder wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, aus dem Antonio da Ponte, ein hoher Beamter Venedigs, als Sieger hervortrat. Da Pontes Rialto Brücke fand nicht nur Zustimmung, aber zweifellos fügt sie sich gut in das Ensemble um den Canale Grande ein. Sie ist die ausgewogene Lösung eines erfahrenen Architekten, der sich der lokalen, baulichen Tradition verpflichtet fühlte. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts blieb die Rialto Brücke die einzige begehbare Verbindung über den Canale Grande. Sie hat Überschwemmungen, Erdbeben, Spott und Millionen Besucher überdauert, ist mit Anstand gealtert. Seit ihrer Fertigstellung waren keine größeren Reparaturen erforderlich. Noch heute ist sie praktisch in ihrem Urzustand - als Wahrzeichen für Venedig.



Dienstag, 17. Februar 2004, 07:45 - 08:15 Uhr (BR alpha)
Stoffe und Stoffänderungen - Materialien beim Hausbau

Wiederholung vom Freitag, 13. Februar 2004

Dienstag, 17. Februar 2004, 18:15 - 18:45 Uhr (NDR)
Wohnträume: Hotel Gastwerk, Hamburg-Alton

Es war das erste Design-Hotel der Hansestadt: das 'Gastwerk' in Hamburg-Altona. In dem ehemaligen Gaswerk eröffnen sich in dem Backsteingemäuer spektakuläre Wohnmöglichkeiten. In seinem industriellen Loftdesign ist es einzigartig in der Hansestadt. Vergleiche mit London, Paris oder New York sind durchaus zulässig. Der neue Hoteldirektor ist Kai Hollmann, der zuvor zwölf Jahre lang das Hotel 'Hafen Hamburg' führte.



Freitag, 20. Februar 2004, 13:15 - 13:45 Uhr (ZDFdokukanal)
Brücken dieser Erde
Die Quebec Brücke, Kanada

Wiederholung am Freitag, 20. Februar 2004, 21:15 - 21:45 Uhr

Die Stadt Quebec wollte ihrer aufstrebenden Rivalin, Montreal, nicht kampflos die wirtschaftliche Vormachtstellung im Land überlassen. Deshalb schlug der Chefingenieur Theodore Cooper 1899 eine Auslegerbrücke aus Stahl mit 488 Metern Spannweite und 183 Metern langen Seitenspannen über den St. Lorenz-Strom vor. Eine technische Sensation, die das im Jahre 1904 begonnene Bauwerk neben die Pyramiden von Gizeh und dem Koloss von Rhodos in den Rang des 'achten Weltwunders' heben sollte. Mit seiner kühnen Konstruktion der Brücke von Quebec wurde Theodore Cooper zunächst der herausragendste Brückenbauer Amerikas. Aber seine Karriere sollte auch an ihr scheitern. 200 Arbeiter - Indianer, Kanadier und US-Amerikaner - wurden für den Bau an der längsten Auslegerbrücke der Welt angestellt. Während der Arbeiten kam es zu den beiden schwersten Katastrophen, die sich im Brückenbau der Neuzeit ereigneten. Kurz vor Baubeginn änderte Cooper die Baupläne. Um Kosten zu senken und um ihr berühmtes Vorbild, die Forth Bridge in Schottland, zu übertreffen, vergrößerte er die Spannweite der Mittelöffnung der Quebec Brücke um 61 Meter. Damit nahm das Unglück seinen Lauf: 1907 stürzte der Ausleger, der bereits über eine Länge von 230 Metern vorgebaut war, in den Strom und riss 76 Männer in den Tod. Doch im Jahr 1918, also immerhin 31 Jahre nach Beginn der ersten Planungen, konnte die Eisenbahnbrücke von Quebec doch noch fertig gestellt werden.



Samstag, 21. Februar 2004, 21:00 - 21:45 Uhr (Phoenix)
In den Katakomben des Pergamonmuseums
Das Jahrhundertprojekt Museumsinsel

In den Katakomben des Pergamonmuseums warten Tausende antiker Skulpturen und vorderasiatischer Architektursegmente, ägyptischer Köpfe und islamisch-arabische Schrifttafeln aus 6000 Jahren Menschheitsgeschichte darauf, ans Tageslicht geholt zu werden. Genau 125 Jahre ist es her, dass in Pergamon deutsche Archäologen mit ihren Grabungen begannen, deren sensationelle Funde dem Haus später seinen Namen gaben. Die anstehende Renovierung des Museums ist mit die bedeutendste kulturelle Kraftanstrengung des Bundes, Teil des Masterplans, nach dem die ganze Museumsinsel - seit 2001Weltkulturerbe - bis 2015 für eine Milliarde Euro wieder hergestellt werden soll. Dabei nimmt das Pergamonmuseum eine herausragende Stellung ein: 1908 von dem berühmten Architekten Alfred Messel entworfen, sollte es der imperialen Machtpolitik von Wilhelm II. ein besonderes Glanzlicht setzen. Nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 hatten die Berliner Museen, vom Kaiserhaus gefördert und kontrolliert, einen großen Aufschwung erlebt. Den Führungsanspruch der jungen deutschen Hauptstadt wollte man auch kulturell unterstreichen. Die Ausgrabungen deutscher Archäologen im 19. Jahrhundert u.a. in Pergamon und Assur, in Ägypten und Babylon hatten unglaubliche historische Schätze nach Berlin gebracht und konnten ab 1930 in einem repräsentativem Rahmen der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bis zum heutigen Tag halten die Diskussionen an, ab die Kunstschätze zu Recht in Deutschland sind oder zurückgegeben werden sollten.



Sonntag, 22. Februar 2004, 12:10 - 12:55 Uhr (BR alpha)
Friedrich von Thiersch - Ein Münchner Architekt des Historismus

Ist Friedrich von Thiersch (1852_1921) heute beinahe in Vergessenheit geraten, galt er um 1900 als Inbegriff des erfolgreichen Unternehmers, als der bedeutendste Architekt im Deutschen Reich. Seine Bauwerke sprechen für sich: der Münchner Justizpalast, eine zukunftsweisende Glas-Eisen-Konstruktion im barocken Mantel, das Wiesbadener Kurhaus oder die Frankfurter Ausstellungs- und Festhalle mit der grössten freigespannten Kuppel der damaligen Welt.



Samstag, 28. Februar 2004, 17:15 - 17:45 Uhr (arte)
Kaleidoskop: Die Gasometer von Wien

Früher wurde der im Osten der Stadt liegende Stadtteil Simmering als der Hinterhof Wiens betrachtet. Doch 1996 beschloss die Stadt, Simmering in die Stadtplanung einzubeziehen und überhaupt das östliche Stadtgebiet urbanistisch aufzuwerten. Damit begann eine überraschende Wandlung unter der Ägide von vier angesehenen Architekten: darunter die Österreicher von Coop-Himmelb(l)au, Manfred Wehdorn und Wilhelm Holzbauer, sowie der Franzosen Jean Nouvel. Heute gehen auf dem Gelände Backstein und Stahl, die Materialien der industriellen Revolution, und Beton eine ebenso ästhetische wie funktionale Verbindung ein. Die Gasometer beherbergen 615 Wohnungen, ein Wohnheim für 230 Studenten und 11.000 Quadratmeter Bürofläche: Alles in allem wohnen und arbeiten 3.000 Menschen in G-Town. Unter den Wohnungen verbindet ein gigantisches Geschäftszentrum die Gastürme miteinander. Eine sorgfältige Auswahl von 70 Geschäften stellt ein perfektes Schaufenster modernen Reichtums dar. Auch das gehört zum Konzept der 'Gasometer City'. Der 'Pleasure Dome' mit seinen Freizeit- und Vergnügungseinrichtungen, Restaurants, Kinos usw. ist erst kürzlich zu den ursprünglichen Bauten hinzugekommen. Unter dem Geschäftszentrum schlägt das nächtliche Herz der Gasometer: ein Konzertsaal, der zugleich ein Meisterwerk der Schallisolierung ist. Der letzte Gasometer enthält den Großteil der Stadtarchive. Die Geschichte Wiens auf 35 Kilometer Regalen, darunter solche Kostbarkeiten wie Beethovens letztes Testament und W. A. Mozarts amtlicher Todesschein. Auf der Oberfläche dieses Planeten hat die Fotografin Marianne Greber ihr Können unter Beweis gestellt. Mit wunderbaren Aufnahmen setzt sie den Erbauern der modernen Lebenswelt namens G-Town ein Denkmal.



Sonntag, 29. Februar 2004, 11:55 - 12:35 Uhr (BR alpha)
Antoni Gaudi
Der Architekt der phantastischen Stadtlandschaft Barcelonas

Film von Ottomar Birth und Walter A. Franke

Lange Zeit galt der spanische Architekt Antoni Gaudi, der von 1852 bis 1926 lebte, als abseitiges und bizarres Original, in dessen Werk sich Einflüsse der verschiedenen historischen Epochen zu einer fantastisch-skurrilen Architektur zusammenfinden. Innerhalb weniger Jahre hat sein Werk eine völlige Umwertung erfahren; der katalanische Lokalheilige wurde zu einem Schutzpatron der modernen Architektur. Gaudi hat fast nie außerhalb seiner engeren Heimat gebaut. Die meisten seiner Wohn- und Sakralbauten sind in oder um Barcelona entstanden. Hier schuf er ein Werk, das sich rasch aus der Stilimitation des 19. Jahrhunderts, den Erinnerungen an maurische, mittelalterliche und barocke Architektur befreite. Alle seine wichtigen Bauten besitzen im Gesamtaufbau wie im einzelnen Detail eine hohe plastische Qualität; sie - und nicht die dekorative Zutat, wie so oft im Jugendstil - bestimmt den starken Ausdruckswert seiner Architektur. Sein Werk bedeutet einen Protest gegen den Konformismus seiner wie jeder Epoche.


Ist es denkbar diese seite (Fernsehprogramm)auch als newsletter zu
verschicken?

[T.Roessler | 22.02.2004]
Antworten


Ist denkbar! Jedoch ist es hier unser Wunsch und Ziel, dass möglichst
viele Leute immer wieder den ArchiTipp mit seinem Thema "Architektur
und Graphisoft-Produkte" besuchen.
Auch ist es für uns bedeutend weniger aufwendig.
Aber: wir behalten den Wunsch im Hinterkopf. Wir wollen uns ja auch
stetig verbessern!
[Stefan Schrenk | 23.02.2004]
Antworten



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