ArchiTV - TV-Programm Juni 2004
Hier finden Sie die interessantesten Fernsehsendungen rund um das Thema Architektur und Bauen im Monat Juni 2004. Damit Sie auf dem Laufenden bleiben, wird der Beitrag aktualisiert, sobald uns Informationen zu neuen Sendungen vorliegen. Also immer wieder mal reinschaun!
Dienstag, 1. Juni 2004, 12:15 - 13:00 Uhr (3sat)
Das Dorf in der Großstadt
Klischees und Geschichte des sozialen Wohnbaus in Wien
Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Österreich immer mehr Menschen auf der Suche nach Arbeit in die Städte zogen, wohnten sie vor allem in den Slums am Stadtrand. Der Zusammenbruch der k. u. k.-Monarchie verstärkte diesen Zuzug. Das große Vorhaben des sozialen Wohnbaus ab Beginn der 20er Jahre war, die Zugezogenen im 'Wasserkopf Wien' menschenwürdig unterzubringen. Karl-Marx-Hof, Per-Albin-Hansson-Siedlung und das Hundertwasserhaus gelten als Marksteine im Gemeindewohnbau Wiens. Die Dokumentation von Siegfried Steinlechner erzählt die Geschichte des sozialen Wohnbaus im 'roten' Wien von den Anfängen bis zur Gegenwart. Zu Wort kommen Zeitzeugen und Wiener Gemeindebaubewohner.
Mittwoch, 2. Juni 2004, 10:00 - 10:45 Uhr (RBB Berlin)
Häuser mit Gesicht und Seele - Bauernhäuser in Südbrandenburg
Traditionelle Block- und Fachwerkhäuser halten im Gegensatz zu den heutigen Fachwerkhäusern länger als 200 Jahre. Doch wer beherrscht heute noch die Kunst, ohne Architekten und ohne Bauzeichnung zu bauen - nur mit Schrotsäge, Axt und Beil, aus Eichen, Kiefern und Erlen und ohne einen einzigen Eisennagel? Doch da, wo es sie noch gibt, scheinen sie für heutige, grosse Pläne zu klein. Vielerorts sind sie aus den Dörfern verschwunden. Autorin Iduna Wünschmann und Kameramann Werner Peter begaben sich auf die Suche nach den letzten Bauernhäusern in Südbrandenburg. Sie haben Häuser mit Gesicht und Seele entdeckt, die Geschichten erzählen können.
Donnerstag, 3. Juni 2004, 22:30 - 23:30 Uhr (SWR)
Ein Dach über dem Kopf - Neue Städte aus Ruinen
1949 hatte noch immer mehr als ein Drittel aller Deutschen kein eigenes Dach über dem Kopf; diese lebten in Behelfsbauten oder Flüchtlingslagern. Die Städte glichen Ruinenfeldern, wenn auch die Trümmerberge größtenteils abgeräumt waren. Man musste improvisieren im Nachkriegsdeutschland - auch die Architekten und Städteplaner. Vom Baufieber der fünfziger Jahre erzählt der Film am Beispiel der Städte Berlin, Hannover und Stuttgart. Mit dem beginnenden Wirtschaftswunder setzte eine massenhafte Bauproduktion ein, deren Qualitätsmängel viel zur 'Unwirtlichkeit' der deutschen Städte beitragen sollte: In der Bundesrepublik wurden innerhalb von fünfzehn Jahren drei Millionen Wohnungen gebaut. 'Wir haben damals gedacht, man könne Wohnungen ebenso von der Stange produzieren wie AEG Kühlschränke und VW Käfer' erinnert sich de r Architekt und Politiker Peter Conradi.
Die Stuttgarter ließen schließlich Hans Scharoun kommen, den berühmten Berliner Architekten, damit er dem Siedlungseinerlei in Stuttgart-Rot ein Gesicht gebe. Scharoun baute 'Romeo und Julia', zwei Hochhäuser mit Eigentumswohnungen - in den fünfzig er Jahren eine Rarität. Die Stadt der Zukunft sollte durchgrünt und hell sein - und autofreundlich. In Stuttgart ließ Oberbürgermeister und Porschefahrer Ernst Klett die Innenstadt durch eine dreißig Meter breite, vierspurige Straße zerschneiden. In Hannover träumte der energische Baustadtrat Hillebrecht von einem Boulevard, auf dem der Fußgänger mit dem Autofahrer Konversation machen konnte. Hillebrecht hatte schon während des Krieges in Albert Speers Wiederaufbaustab mitgearbeitet; er galt trotzdem als unbelastet. Der Wiederaufbau seiner Heimatstadt Hannover wurde seine Lebensaufgabe - der glühende Anhänger von Walter Gropius und der Moderne schuf das 'Wunder von Hannover', wie 1959 der Spiegel titelte: Hillebrecht gliederte seine Stadt nach dem Prinzip der Funktionstrennung, verpasste ihr Plätze wie 'Verkehrsturbinen und umschloss die Innenstadt durch einen Tangentenring mit riesigen Kreiseln.
Die Internationale Bauausstellung in Berlin (1957) setzte neue Maßstäbe für das Wohnen; Architekten aus aller Welt bewunderten das Hansaviertel als Muster demokratischen Bauens, und als Westberlins Antwort auf die Stalinallee 'drüben' - im geteilt en Berlin wetteiferten Ost und West auch architektonisch. Die Stalinallee - so wurde die berühmte Frankfurter Allee 1949 getauft - war die Vorzeigestraße der jungen DDR: zwei Kilometer gebaute Weltanschauung, die repräsentative Straße des Sozialismus, historisierend, klassizistisch. Streng entworfen nach d en von Moskau diktierten '16 Grundsätzen des Städtebaus'. Walter Ulbricht, damals stellvertretender Ministerpräsident und eigentlich gelernter Maurer, mischte sich während der Bauarbeiten ein bis ins Detail - z.B. in die Gestaltung der Fenster. In Westberlin dagegen probte man die architektonische Umsetzung des demokratischen Gedankens auch an öffentlichen Gebäuden und Plätzen. Zum Beispiel am Ernst-Reuter-Platz mit seinen verspielten Springbrunnen und wie zufällig gruppierten Gebäuden. Ode r an Fritz Bornemanns Deutscher Oper, deren Architektur die Kommunikation zwischen Zuschauer und Bühne befördern sollte.
Freitag, 4. Juni 2004, 14:55 - 15:10 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Alder, Müller, Naegelin
Auf der Suche nach dem Allgemeinen
Freitag, 4. Juni 2004, 23:00 - 23:45 Uhr (BR alpha)
Münchens Haupt und Herz
Die Frauenkirche – Vom Bürgerhaus zur Kathedrale
Wiederholung am Montag, 7. Juni 2004, 15:00 - 15:45 Uhr
Samstag, 5. Juni 2004, 07:40 - 08:40 Uhr (HR)
Experiment Stadt - Der Potsdamer Platz
In ihrem Film ziehen Thomas Schadt und Susanne Kammermeier eine erste umfassende Bilanz der Neubebauungen am Potsdamer Platz in Berlin. Acht Milliarden Mark steckten drei Großinvestoren in das Projekt, um dem historisch belasteten Platz jenes städtische Leben zurückzugeben, das er in den zwanziger und dreißiger Jahren beherbergte - so zumindest der Plan. Doch an keinem Bauvorhaben im Nachkriegsdeutschland hat sich die Frage, wie Stadt 'stadtgerecht' zu planen, zu gestalten, und zu bebauen sei, stärker entzündet als am Potsdamer Platz. Die harten und zähen Diskussionen und Auseinandersetzungen zwischen dem Berliner Senat, den Investoren und Architekten führten im Ergebnis zu einem äußerst kontrovers beurteilten Stück Stadt, das die einen gerne als 'Neue Mitte' Berlins bejubeln, andere als 'tote Masse mit eingebauter Shopping Mall' verteufeln. Die wichtigsten Entscheidungsträger dieser Stadtgestaltung, Senatsbaudirektor Hans Stimmann, die Architekten Helmut Jahn, Renzo Piano und Hans Kollhoff sowie die Geschäftsführer Hans Jürgen Albrecht von DaimlerChrysler und Edgar van Ommen von Sony, kommen in dem Film mit ihren gegensätzlichen Standpunkten zu Wort, ebenso wie der Architekturkritiker Dieter Hoffmann-Axthelm. Außerdem berichten Neubewohner des Potsdamer Platzes, die ganz im Gegensatz zu den befragten 'Experten' ihr neues Lebensgefühl an diesem Ort ganz persönlich und individuell zum Ausdruck bringen. Der Film bietet am Beispiel des Potsdamer Platzes in Berlin eine tief gehende Reflexion zum Thema Stadt generell. Unvoreingenommen stellt er die Theorie dem praktischen Ergebnis gegenüber und dokumentiert Lebensgefühle in dieser neuen Architektur, ohne diese vordergründig zu kommentieren oder zu bewerten.
Sonntag, 6. Juni 2004, 09:15 - 10:00 Uhr (3sat)
Vom Essener Saalbau zur Philharmonie
Vor der Eröffnung des neuen Konzerthauses
Im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs entstand in Essen zu Beginn des 20. Jahrhunderts der "Saalbau", das erste Konzerthaus der Stadt. Mit seiner Eröffnung im Jahre 1904 wuchs die Bedeutung und das Renommee von Essen im kulturellen Bereich. Richard Strauss dirigierte hier seine "Sinfonia domestica", Gustav Mahler leitete die Uraufführung seiner 6. Sinfonie und auch Max Regers "Sinfonietta" erlebte in diesem Haus ihre erste Aufführung. Nach genau einem Jahrhundert soll dieser historische Ort durch ein neues Konzerthaus, die Essener Philharmonie, wiederbelebt werden. Am 5. Juni wird die neue Philharmonie im alten Saalbau glanzvoll eingeweiht werden. Nur die äussere Hülle des Gebäudes ist im ursprünglichen Zustand erhalten. Im Inneren entsteht ein grosser, moderner Konzertsaal, der höchsten Ansprüchen gerecht werden soll. Ergänzt wird er durch einen Glaspavillon, der für Ausstellungen, Kammermusik und experimentelle Kunst vorgesehen ist. Die Dokumentation über die Wiedererweckung des geschichtsträchtigen Saalbaus als Essener Philharmonie schildert die Schwierigkeiten und Besonderheiten, die ein solches Gebäude hinsichtlich seiner Einrichtung und Technik mit sich bringt. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit der Frage, welche Zukunftschancen ein solches Unternehmen im heutigen Kultur- und Konzertbetrieb hat.
Sonntag, 6. Juni 2004, 00:45 - 01:15 Uhr (Phoenix)
Das Weltwunder von Messina - Streit über die Brücke für Sizilien
In sieben Jahren soll sie fertig sein, die grösste Brücke der Welt, "Berlusconis achtes Weltwunder", wie viele Italiener schimpfen. 3.000 Meter lang soll sie sein und einen alten Traum verwirklichen: die Anbindung Siziliens an das Festland. Doch die Brücke, die verbinden soll, entzweit die Menschen an der Strasse von Messina, teilt sie in Befürworter und Gegner.
Montag, 7. Juni 2004, 11:30 - 11:45 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Gigon/Guyer
Seh-Räume. Blickfelder
Wiederholung am Freitag, 11. Juni 2004, 14:55 - 15:10 Uhr
Montag, 7. Juni 2004, 15:00 - 15:45 Uhr (BR alpha)
Münchens Haupt und Herz
Die Frauenkirche – Vom Bürgerhaus zur Kathedrale
Donnerstag, 10. Juni 2004, 12:05 - 12:50 Uhr(BR alpha)
Einstürzende Neubauten
Ulrich Müther - Ein Baumeister auf Rügen
Freitag, 11. Juni 2004, 14:55 - 15:10 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Gigon/Guyer
Seh-Räume. Blickfelder
Samstag, 12. Juni 2004, 14:45 - 15:15 Uhr (Arte)
kreativ - künstler hautnah
Edouard François (Architekt)
Bei der zweiten Begegnung stellt der Architekt Stück für Stück den 140m²-Schreibtisch auf, den er für die Büroräume einer Werbeagentur bei Paris entworfen hat. Nun treffen Entwurf und Realität aufeinander. Wird ein großes durchlöchertes Brett zwei Dutzend Personen als gemeinsamer Schreibtisch dienen können? Edouard François verteidigt sein Projekt gegenüber den wachsenden Zweifeln seines Auftraggebers.
Samstag, 12. Juni 2004, 17:55 - 18:10 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Miller + Maranta
Die Stadt im Haus
Wiederholung am Montag, 14. Juni 2004, 11:30 - 11:45 Uhr
Wiederholung am Freitag, 18. Juni 2004, 14:55 - 15:10 Uhr
Aufsehen erregten Quintus Miller und Paola Maranta gleich mit ihrem ersten grossen Bau: dem Volta-Schulhaus im Basler Industrie- und Wohnquartier St. Johann. Das 2000 fertig gestellte Gebäude besticht aussen durch seine Eingliederung in die Umgebung, innen durch eine komplexe, labyrinthische Innenstruktur mit grossen Lichthöfen. Für das Gebäude erhielt das seit 1994 bestehende Basler Architekturbüro Miller & Maranta nebst anderen Auszeichnungen kürzlich den Betonpreis.
Sonntag, 13. Juni 2004, 12:20 - 13:05 Uhr (BR alpha)
Der englische Architekt Michael Hopkins
Sonntag, 13. Juni 2004, 12:50 - 13:35 Uhr (BR)
Der Charme des Systematischen - Die Shaker und das Bauhaus
Sonntag, 13. Juni 2004, 20:55 - 21:10 Uhr (3sat)
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Brasilia, Brasilien - Pilotplan der Moderne
Wiederholung am Dienstag, 15. Juni 2004, 15:30 - 15:45 Uhr
Wiederholung am Sonntag, 20. Juni 2004, 13:15 - 13:30 Uhr
Brasilia, künstliche Metropole und Retortenhauptstadt, wurde in vier Jahren aus dem Boden des brasilianischen Hinterlandes gestampft. Eine Stadt, dominiert von Funktionalität und Spannbeton - das kann doch nicht schön sein, denkt der traditionsbewusste Europäer. Auch innerhalb des eigenen Landes muss Brasilia gegen viele Vorurteile kämpfen. Wer dort hinkommt, ist aber überrascht: Die Monumentalität der Stadtanlage von Lucio Costa und die Leichtigkeit des Entwurfs der einzelnen Bauwerke von Oskar Niemeyer verbinden sich zu einem einzigartigen Erlebnis von Schönheit und Ästhetik. Es ist die kühle Ästhetik des 20. Jahrhunderts, die nüchterne Eleganz von Bauhaus, die Funktionalität von Le Corbusier. Hier scheint die Moderne großräumig zu funktionieren. Aber kann man in dieser Stadt leben? Die Einwohner der Stadt sagen 'ja', obwohl es kein gewachsenes und auch kein geplantes Zentrum gibt.
Montag, 14. Juni 2004, 11:30 - 11:45 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Miller + Maranta
Die Stadt im Haus
Wiederholung vom Samstag, 12. Juni 2004
Montag, 14. Juni 2004, 23:00 - 23:45 Uhr (BR alpha)
Faszination Kunst
Aufbruch Süd - Neues Bauen in München
Film von Nicolette Baumeister und Hasso Bräuer
Wiederholung am Dienstag, 15. Juni 2004, 15:00 - 15:45 Uhr
Kräne auf der Theresienhöhe, Baugruben am Marstallplatz, Tag- und Nachtarbeit auf der Baustelle der Flughafenerweiterung. Im Umland entstehen neue Arbeitswelten, in Riem wachsen die Messestadt und der Park der Bundesgartenschau 2005. Die Innenstadt hat ein Facelifting mit Projekten wie den Fünf Höfen und der Pinakothek der Moderne erfahren. Ein neues Stadion in Fröttmaning, das Auslieferungs-und Erlebniscenter des Autoherstellers BMW, Büroparks im Münchner Norden, Hochhäuser an der Stadtgrenze. So viel Anfang war nie! Die Stadt München investiert bis Ende 2003 fast 3 Milliarden Euro in neue Bauwerke.
Der Film zeichnet das Portrait einer Stadt im Baufieber. Er zeigt, wie Weltfirmen herausragende Architektur als Marketinginstrument entdeckt haben, während hochfliegende Projekte aus der Startup-Ära bereits vom Leerstand betroffen sind. Der Film dokumentiert die baulichen Highlights aus den prominentesten Büros und vermittelt ein verdichtetes Bild der modernen Stadt, wie es wohl auch Münchenkenner noch nicht gesehen haben dürften. Durch Interviews mit namhaften Architekten und Architekturkritikern klinkt sich der Film in die laufende Diskussion ein und schafft Überblick und Orientierung. Spektakuläre Bilder aus der Luft und vom Boden verschaffen den Zuschauern neue Perspektiven auf die Landeshauptstadt.
Dienstag, 15. Juni 2004, 15:00 - 15:45 Uhr (BR alpha)
Faszination Kunst
Aufbruch Süd - Neues Bauen in München
Wiederholung vom Montag, 14. Juni 2004
Dienstag, 15. Juni 2004, 15:30 - 15:45 Uhr (3sat)
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Brasilia, Brasilien - Pilotplan der Moderne
Wiederholung vom Sonntag, 13. Juni 2004
Dienstag, 15. Juni 2004, 23:00 - 23:45 Uhr (BR alpha)
Die Borstei - Zum 100. Geburtstag des Baumeisters Bernhard Borst
Wiederholung am Mittwoch, 16. Juni 2004, 15:00 - 15:45 Uhr
Mittwoch, 16. Juni 2004, 15:00 - 15:45 Uhr (BR alpha)
Die Borstei - Zum 100. Geburtstag des Baumeisters Bernhard Borst
Freitag, 18. Juni 2004, 14:55 - 15:10 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Miller + Maranta
Die Stadt im Haus
Wiederholung vom Samstag, 12. Juni 2004
Samstag, 19. Juni 2004, 12:00 - 12:55 Uhr (BR)
Spiegel der Städte - Amerikanische Glasbauarchitektur der 70er-Jahre
Als Mies van der Rohe 1922 seinen berühmt gewordenen Entwurf eines Glas-Wolkenkratzers auf einem gerundeten zerfliessenden Grundriss vorlegte, wurde er mit Spott überschüttet. Amerika musste in die 70er-Jahre gehen, um dieses visionäre Projekt von Schülern Mies van der Rohes verwirklichen zu können. Heute aber baut bereits die 3. Generation nach Mies van der Rohe. Und sie sagt sich ihrerseits ein wenig spöttisch von der klassischen Moral des grossen Baumeisters los und baut ohne Rücksicht auf Ausgewogenheit zwischen Aussenhaut und Tragwerk Hochhaus-Skulpturen, bei denen die Struktur verhüllt ist und deren Formen vom Zylinder über Pyramiden zu Wellenbergen aus grünem oder schwarzem Glas reicht. Am Beispiel von Chicago, New York, Los Angeles und anderen Städten werden Spiegelglasbauten von Roche, Portmann und Johnson gezeigt: Hochhaus-Skulpturen, in deren Fassaden sich Himmel, Wolken, Häuser und Parks widerspiegeln.
Samstag, 19. Juni 2004, 17:55 - 18:10 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Matter + Galetti
Wiederholung am Montag, 21. Juni 2004, 11:30 - 11:45 Uhr
Wiederholung am Freitag, 25. Juni 2004, 14:55 - 15:10 Uhr
Sonntag, 20. Juni 2004, 12:00 - 12:45 Uhr (BR alpha)
Das Hamburger Architektenteam von Gerkan, Marg und Partner
Sie gelten als eine der renommiertesten Architektengruppen der Bundesrepublik: von Gerkan, Marg und Partner, kurz GMP. Einen Namen haben sie sich als Flughafenbauer gemacht: 1965, kurz nach Abschluss des Studiums, stiegen Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg mit einem Grossprojekt ins Berufsleben ein, mit dem 500-Millionen-Mark-Auftrag für den Flughafen Berlin-Tegel. In einem offenen Wettbewerb hatten sich damals zwei Anfänger gegen die gesamte etablierte Konkurrenz durchgesetzt. Inzwischen gehören die Wahl-Hamburger Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg selbst zum Establishment der deutschen Architektenszene. Ausser Berlin-Tegel bauten sie weitere sieben Flughäfen, entwarfen aber auch edle Ladenpassagen wie das Hamburger Hanseviertel, Sportzentren, Büro- und Geschäftshäuser, auch Sozialwohnungen, die sich wohltuend von der Einheitsarchitektur des sozialen Wohnungsbaus unterscheiden. Kein GMP-Entwurf gleicht dem anderen. Das Büro hat keine einheitliche Formsprache, wohl aber eine einheitliche Haltung: "Unsere Architektur", sagt Volkwin Marg, "ist immer eine ganz bestimmte Inszenierung für einen ganz bestimmten Ort."
Sonntag, 20. Juni 2004, 13:15 - 13:30 Uhr (3sat)
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Brasilia, Brasilien - Pilotplan der Moderne
Wiederholung vom Sonntag, 13. Juni 2004
Montag, 21. Juni 2004, 11:30 - 11:45 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Matter + Galetti
Montag, 21. Juni 2004, 22:45 - 23:30 (BR)
Frühe Villen am Starnberger See: Die Entstehung einer Kulturlandschaft
Am Ende des 18. Jahrhunderts begannen die Münchner die Welt vor den Toren ihrer Stadt zu entdecken. Der Starnberger See gehörte zu den ersten Landschaften, die sie sich eroberten. Künstler, Schriftsteller und Maler, aber auch wohlhabende Bürger wie Bankiers, Fabrikanten, Ärzte und Kaufleute zog es von nun an immer stärker aus der Enge der Stadt in die Idylle an den Ufern des Sees, wo unzählige Villen und Land-häuser unterschiedlichster Größe und Ausstattung und in den verschiedensten Stilrichtungen entstanden. Die Bauherren konnten ihren architektonischen Vor-stellungen - sei es zum Beispiel Klassizismus, italienische Renaissance oder Neugotik - freien Lauf lassen. Namhafte Architekten wie Emanuel Seidl, Arnold Zenetti und Richard Riemerschmid trugen dazu bei, dass bis ins 20. Jahrhundert hinein am Starnberger See eine Villenlandschaft entstand, die aufgrund ihrer kulturellen Vielfalt in Deutschland bis heute einmalig ist. Die Dokumentation von Bettina Stummeyer hält ein Stück der Geschichte dieser Villen und Landhäuser, ihrer Erbauer und Bewohner fest - vielleicht, bevor es zu spät ist, denn für die Pessimisten unter den Kennern ist diese besondere Kulturlandschaft zunehmend bedroht, da viele der Villen umgebaut oder bereits abgerissen wurden und nur noch wenige in ihrer ursprünglichen Form erhalten sind
Freitag, 25. Juni 2004, 14:55 - 15:10 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Matter + Galetti
Samstag, 26. Juni 2004, 17:55 - 18:10 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Mario Campi
Wiederholung am Montag, 28. Juni 2004, 11:30 - 11:45 Uhr
Sonntag, 27. Juni 2004, 12:10 - 13:10 Uhr (BR alpha)
Der Eigensinn des Schönen - Der Architekt Peter Zumthor
Eigensinnig sei er, kompromisslos, ein Eigenbrötler aus den Schweizer Bergen – das sagt man über den Stararchitekten Peter Zumthor. Anfang der 90er-Jahre hat er den Wettbewerb für die Ummantelung der Ausstellung der "Topografie des Terrors" gewonnen, jenes Geländes in Berlin, auf dem sich in der NS-Zeit die Zentralen von Gestapo und SS befanden. Den Schweizer Pavillon für die EXPO in Hannover schuf er als Gesamtkunstwerk, als begehbaren Klangkörper. Gerade baut er das neue Diözesanmuseum in Köln.
Montag, 28. Juni 2004, 11:30 - 11:45 Uhr (SF1)
ArchitecTour de Suisse: Mario Campi
