ArchiTV - TV-Programm November 2003
Hier finden Sie die interessantesten Fernsehsendungen rund um das Thema Architektur und Bauen im Monat November 2003. Damit Sie auf dem Laufenden bleiben, wird der Beitrag aktualisiert, sobald uns Informationen zu neuen Sendungen vorliegen. Also immer wieder mal reinschaun!
Samstag, 1. November 2003, 02:05 - 02:30 Uhr (arte)
Design 2002 - Die Leica
"Die Leica" ist insbesondere aufgrund ihrer Langlebigkeit in der Geschichte des Design des 20. Jahrhunderts einzigartig. Die von Oskar Barnack 1913 entwickelte Kamera - der Prototyp der "Ur-Leica" - wurde ab 1925 in Serie gebaut. Die Tatsache, dass die Leica mit zehn Jahren Verspätung der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, macht die Schwierigkeiten der damaligen Zeit deutlich: Erster Weltkrieg und die daraus resultierenden politischen und wirtschaftlichen Krisen. Das genial innovative Produkt "Leica" hat zu einer radikal neuen Betrachtung der Welt beigetragen, die gegen Ende der 80er Jahre in den Fotojournalismus mündete. Die gute alte "Leica" kann natürlich auch im Zeitalter der Digitalisierung bestehen und besticht weiterhin durch ihr Design: Die digitale Reportagekamera "Leica Digilux 1" und die analoge Kompaktkamera "Leica C 2" sind so vor Kurzem beim "iF Design Award 2003" in der Kategorie "Product Design" mit dem "iF Zertifikat" geehrt worden.
Samstag, 1. November 2003, 20:15 - 20:40 Uhr (arte)
Design 2002 - Die 'Valentine' Schreibmaschine
Wiederholung am Samstag, 15. November 2003, 02:00 - 02:20 Uhr
Ettore Sottsass, der weltweit als einer der führenden und einflussreichsten Industrial-Designer der 60er sowie 70er Jahre und Möbeldesigner der 80er Jahre gilt, war ab 1958 verantwortlich für die Gestaltung der Olivetti-Büromaschinen. 1969 entwarf er die knallrote Schreibmaschine 'Valentine', eine Provokation aus Kunststoff, die ihn schlagartig weltberühmt machte: 'Valentine' ist nicht nur eine transportable Schreibmaschine, sondern auch poppiges und emotionales Bekenntnis zu einer radikal neuen Art des Produktentwurfs.
Sonntag, 2. November 2003, 10:15 - 11:00 Uhr (WDR)
Bilderbuch Deutschland
Ulm - Zwischen Tradition und Moderne
Film von Christina Brecht-Benze
Wiederholung am Montag, 3. November 2003, 03:15 - 04:00 Uhr (WDR)
Wiederholung am Samstag, 8. November 2003, 12:45 - 13:30 Uhr (Phoenix)
Wiederholung am Sonntag, 9. November 2003, 09:30 - 10:15 Uhr (MDR)
Ulm, das ist nicht nur geballte Gotik und malerisches Mittelalter, Ulm beweist an vielen Stellen auch Mut zur Moderne. Am augenfälligsten offenbart er sich auf dem Münsterplatz, den nicht nur die höchste Kirche der Welt ziert, sondern seit 10 Jahren auch ein avantgardistischer Glasbau des New Yorker Architekten Richard Meier. Dieses anfangs heftig umstrittene Stadthaus, das atemberaubende Blicke auf das Münster ermöglicht, hat längst auch viele Skeptiker davon überzeugt, dass alt und neu durchaus harmonieren können. Der Münsterplatz demonstriert exemplarisch, was Ulm unter zeitgemäßer Stadtentwicklung versteht: Nämlich eine geglückte Verbindung von Tradition und Moderne. Eine Verbindung, auf die man in der Stadt auf Schritt und Tritt stößt. Da ist zum Beispiel das malerische Fischer- und Gerberviertel. Hier hat man mit großem finanziellem Aufwand ganze Häuserzeilen aus dem Mittelalter saniert und damit ein Stück Vergangenheit der einst blühenden Handelsstadt konserviert.
Sonntag, 2. November 2003, 12:00 - 13:00 Uhr (SF1)
Sternstunde Kunst
Gottfried Semper - Ein Architekt des 19. Jahrhunderts
Film von Karin Reiss und Jan Franksen
Wiederholung am Samstag, 8. November 2003, 10:00 - 11:00 Uhr (SF1)
Wiederholung am Sonntag, 9. November 2003, 14:30 - 15:30 Uhr (3sat)
Er war der unbestrittene Vordenker der Architektur des 19. Jahrhunderts. Richard Wagner sprach vom grössten Baugenie seiner Zeit. Es war sogar vom 'Michelangelo seines Jahrhunderts' die Rede. Kaum ein zweiter Architekt prägte sowohl die Theorie als auch die Praxis seiner Zeit so nachhaltig wie Gottfried Semper. In ganz Europa sind bis heute monumentale Spuren seines Wirkens zu bewundern. Visionär verbanden seine Bauten gleicherweise Elemente von Tradition und Fortschritt. Zudem war Semper ein politischer Denker. Seinem 200. Geburtstag ist die filmische Dokumentation von Karin Reiss und Jan Franksen gewidmet. Sie folgt seinem Schaffen von der Semperoper in Dresden über das Kaiserforum in Wien nach Zürich an die ETH. Hier lagert bis heute ein wichtiger Teil seines persönliches Nachlasses. Zürich war der zentrale Ort seiner wegweisenden Lehrtätigkeit.
Sonntag, 2. November 2003, 13:35 - 14:20 Uhr (BR)
Faszination Kunst
Aufbruch Süd. Neues Bauen in München
Film von Nicolette Baumeister und Hasso Bräuer
Kräne auf der Theresienhöhe, Baugruben am Marstallplatz, Tag- und Nachtarbeit auf der Baustelle der Flughafenerweiterung. Im Umland entstehen neue Arbeitswelten, in Riem wachsen die Messestadt und der Park der Bundesgartenschau 2005. Die Innenstadt hat ein Facelifting mit Projekten wie den Fünf Höfen und der Pinakothek der Moderne erfahren. Ein neues Stadion in Fröttmaning, das Auslieferungs-und Erlebniscenter des Autoherstellers BMW, Büroparks im Münchner Norden, Hochhäuser an der Stadtgrenze. So viel Anfang war nie! Die Stadt München investiert bis Ende 2003 fast 3 Milliarden Euro in neue Bauwerke.
Der Film zeichnet das Portrait einer Stadt im Baufieber. Er zeigt, wie Weltfirmen herausragende Architektur als Marketinginstrument entdeckt haben, während hochfliegende Projekte aus der Startup-Ära bereits vom Leerstand betroffen sind. Der Film dokumentiert die baulichen Highlights aus den prominentesten Büros und vermittelt ein verdichtetes Bild der modernen Stadt, wie es wohl auch Münchenkenner noch nicht gesehen haben dürften. Durch Interviews mit namhaften Architekten und Architekturkritikern klinkt sich der Film in die laufende Diskussion ein und schafft Überblick und Orientierung. Spektakuläre Bilder aus der Luft und vom Boden verschaffen den Zuschauern neue Perspektiven auf die Landeshauptstadt.
Sonntag, 2. November 2003, 16:30 - 17:00 Uhr (WDR)
Die Wiesenkirche in Soest
Film von Martin Papirowski und Heike Nelsen
Wiederholung am Freitag, 7. November 2003, 11:15 - 11:45 Uhr
Die Wiesenkirche gilt als ein Meisterwerk gotischer Baukunst in Deutschland, ja in Europa. In Johannes Schendeler fand sie einst ihren genialen Baumeister. Mit ihrer Doppelturmanlage wird sie später des öfteren mit dem Kölner Dom verglichen. Hoch ragt sie aus dem niedrigen Häusermeer heraus und zeugt vom Bürgerstolz und der Frömmigkeit der Zeit. Mit der Dokumentation wird dieses westfälische Kleinod gewürdigt. Triumphale Kamerafahrten durch den lichtdurchfluteten Innenraum und atmosphärische Bilder der Restaurierung in der Tradition der alten Meister sollen den Zuschauer für dieses Kulturerbe begeistern. In computeranimierten Bildern erlebt der Zuschauer die virtuelle Fertigstellung der Soester Wiesenkirche, wie sie in 22 Jahren nach Beendigung der Bauarbeiten aussehen wird.
Montag, 3. November 2003, 03:15 - 04:00 Uhr (WDR)
Bilderbuch Deutschland
Ulm - Zwischen Tradition und Moderne
Wiederholung vom Sonntag, 2. November 2003
Montag, 3. November 2003, 13:45 - 14:00 Uhr (NDR)
Schätze der Welt – Erbe der Menschheit
Alberobello - Die Hauptstadt der Trulli, Italien
Wiederholung am Samstag, 22. November 2003, 08:45 - 09:00 Uhr (RBB Berlin)
Wiederholung am Montag, 24. November 2003, 07:40 - 07:55 Uhr (RBB Berlin)
Bis in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts hat sie kein Mensch beachtet, die kleinen Häuser mit den hohen runden Dächern in Apulien: Die Trulli waren Häuser armer Leute auf dem Land. Jetzt sind sie ein "Monumento nazionale" und gehören zum Welterbe der UNESCO. Ihre Architektur ist klug durchdacht und von hoher Kunstfertigkeit: Ohne Mörtel wurden hohe Gewölbe aus Steinquadern geformt, aussen wurden sie zum Schutz vor dem Regen schuppenartig mit einem Kranz von Bruchsteinplatten belegt. Die hohen Kegeldächer waren Vorratsspeicher für den Schatz der Bauern, das Getreide.Ursprünglich standen sie auf den Feldern, doch am Ende des 15. Jahrhunderts liess der Conte Aquaviva di Conversano eine Stadt aus Trulli errichten: Alberobello. Hier siedelte er die Bauern an, die auf seinem Grossgrundbesitz arbeiteten. Heute haben viele der alten Bewohner die kleinen unbequemen Häuser verlassen. So werden die Stadtteile "Aia Piccola" und "Monti" mit ihren über eintausend Dachkegeln langsam von Andenkenläden und Restaurants in Besitz genommen. Die Trulli vor den Toren von Alberobello haben, wenn auch verfallen, bis heute ihren Zauber bewahrt.
Dienstag, 4. November 2003, 00:35 - 01:00 Uhr (RTL)
10 vor 11
Hans Kollhoff - Architekt
Wiederholung am Dienstag, 11. November 2003, 00:35 - 01:00 Uhr
Wiederholung am Dienstag, 18. November 2003, 00:35 - 01:00 Uhr
Wiederholung am Dienstag, 25. November 2003, 00:35 - 01:00 Uhr
Prof. Dipl.-Ing. Hans Kollhoff von der ETH Zürich zählt zu den führenden Architekten Europas. Von ihm stammt die Neuplanung für den Berliner Alexanderplatz. Er hat u.a. in Amsterdam, Frankfurt und am Potsdamer Platz in Berlin prägende Bauten gestaltet. Ideale für ihn sind Lebendigkeit, Nützlichkeit, Standfestigkeit, Wohnlichkeit und Permanenz im Stadtbild.
Donnerstag, 6. November 2003, 23:10 - 00:00 Uhr (3sat)
Klangkörper - Der Schweizer Pavillon auf der Expo 2000 in Hannover
Film von Bruno Moll
Im Laufe der Ausstellung spielten über 200 Musikerinnen und Musiker verschiedenster Stilrichtungen an ständig wechselnden Orten im Pavillon und verwandelten das Holzlabyrinth in einen klingenden Körper. Der 'Klangkörper Schweiz' wurde aus 3.000 Kubikmetern Lärchen- und Fichtenholz mit Stahlsaiten zusammengezurrt. Kein Nagel und keine Schraube waren für die Konstruktion notwendig. Nach der Ausstellung wurde der Pavillon abgetragen und für den Hausbau wieder verwendet. Im Labyrinth von Gängen und Höfen, das an wenigen Stellen mit einem Wellblechdach überdeckt war, fielen Sonnenstrahlen und Regen zu gleichen Teilen ein. Zusammen mit Musik, Architektur und den kulinarischen Gaumenfreuden entstand ein faszinierender Assoziationsraum. Bruno Moll porträtiert die Architektur und führt durch die vielfältigen Ebenen des sinnlichen Gesamtkunstwerks.
Freitag, 7. November 2003, 11:15 - 11:45 Uhr (WDR)
Die Wiesenkirche in Soest
Wiederholung vom 2. November 2003
Freitag, 7. November 2003, 14:00 - 14:15 Uhr (3sat)
Architekturstreifzüge
Der Kaiserdom in Königslutter
Film von Michael Sutor
Der Kaiserdom in Königslutter ist eines der bedeutendsten romanischen Bauwerke in Norddeutschland und war wichtiges geistiges Zentrum im Hochmittelalter. Den Grundstein legte Kaiser Lothar als Ausdruck kaiserlicher Macht, aber auch aus mittelalterlicher Frömmigkeit. Gestaltet wurde der Bau vermutlich von italienischen Architekten und Steinmetzen. Das Porträt dieses romanischen Meisterwerks zeigt, wie lebendig die mittelalterliche Baukunst heute noch ist.
Samstag, 8. November 2003, 10:00 - 11:00 Uhr (SF1)
Sternstunde Kunst
Gottfried Semper - Ein Architekt des 19. Jahrhunderts
Wiederholung vom Sonntag, 2. November 2003
Samstag, 8. November 2003, 12:45 - 13:30 Uhr (Phoenix)
Bilderbuch Deutschland
Ulm - Zwischen Tradition und Moderne
Wiederholung vom Sonntag, 2. November 2003 (WDR)
Samstag, 8. November 2003, 20:15 - 20:45 Uhr (arte)
Design 2002 - Der Lounge Chair
Wiederholung am Montag, 17. November 2003, 02:15 - 02:42 Uhr
Der 1956 von Charles und Ray Eames entworfene Lounge Chair wurde zum Symbol des Wirtschaftsbooms der 50er Jahre. Seine Fußstütze drückt das Streben nach Komfort, Ungezwungenheit und Entspannung aus. Aber der Lounge Chair ist auch Zeuge der Epoche des Kalten Krieges, an der die Eames mit ihren Entwürfen und ihren Propagandafilmen naiv, aber aktiv teilnahmen. Der durch Billy Wilder berühmt gewordene Sessel hat alle Moden überlebt: In den im Trend liegenden Pariser Designergeschäften ist er heute noch das meist verkaufte Objekt. Ein wahrer Luxus aus laminiertem Holz und Lederbezug, eine Garantie für 'coolen' Sitzkomfort - ideal zum 'Relaxen'! Er ist der Traumsessel der Pariser wie der New Yorker Psychoanalytiker, passt aber auch in ein schickes Büro oder ein geräumiges Wohnzimmer.
Sonntag, 9. November 2003, 09:30 - 10:15 Uhr (MDR)
Bilderbuch Deutschland
Ulm - Zwischen Tradition und Moderne
Wiederholung vom 2. November 2003 (WDR)
Sonntag, 9. November 2003, 09:30 - 10:00 Uhr (ORF2)
An den Ufern eines heiligen Flusses in Afrika
Susanne Wenger - Gesamtkunstwerk
Die österreichische Bildhauerin Susanne Wenger gehört zu den wichtigsten und interessantesten Künstlerinnen der Gegenwart. 1915 in Graz geboren, war sie nach dem Zweiten Weltkrieg Mitbegründerin des Wiener "Art Club". 1949 verliess sie Wien und siedelte nach Paris über. Seit 1950 lebt und arbeitet sie in Nigeria. Dort wurde sie zur Yoruba-Priesterin und Gründerin der archaisch-modernen Kunstschule "New Sacred Art". Als solche baut sie seit Jahren ein gigantisches Architektur-Skulptur-Natur-Gesamtkunstwerk in den "sacred groves" von Oshogbo an den Ufern des Oshun River. Wolfgang Lesowsky stellt die aussergewöhnliche Künstlerin und ihr Projekt vor.
Sonntag, 9. November 2003, 14:30 - 15:30 Uhr (3sat)
Sternstunde Kunst
Gottfried Semper - Ein Architekt des 19. Jahrhunderts
Wiederholung vom Sonntag, 2. November 2003 (SF1)
Dienstag, 11. November 2003, 00:35 - 01:00 Uhr (RTL)
10 vor 11
Hans Kollhoff - Architekt
Wiederholung vom Dienstag, 4. November 2003
Donnerstag, 13. November 2003, 17:15 - 17:30 Uhr (BR alpha)
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik
Lichtblicke im Mauerbau - Meister Gerhard und der Kölner Dom
Wiederholung am Sonntag, 16. November 2003, 09:45 - 10:00 Uhr
Meister Gerhard war mit dem Bau des Koelner Doms beauftragt. Über ihn ist wenig bekannt. Wie im Mittealter unter Handwerkern üblich, verbringt er den grössten Teil seines Lebens auf Wanderschaft. Sein Weg fuehrt ihn auch nach Frankreich, wo er dem Baustil der Gotik begegnet.
Samstag, 15. November 2003, 02:00 - 02:20 Uhr (arte)
Design 2002 - Die 'Valentine' Schreibmaschine
Wiederholung vom Samstag, 1. November 2003
Samstag, 15. November 2003, 17:00 - 17:30 Uhr (RBB Brandenburg)
Stadt, Land, Fluss
Rund um den Hackeschen Markt
Das Viertel um die Hackeschen Höfe verändert sein Gesicht. Der Charme des Provisorischen weicht einer neuen großstädtischen Eleganz. Das Altbau-Viertel mit 300-jähriger Baugeschichte ist ein Flächendenkmal mit ehemals vielen Baulücken. Fügen sich die Neubauten nun harmonisch oder kontrastierend ein? Die jüngsten Projekte gruppieren sich rund um die Oranienburger- und Auguststraße. Eine junge Architektengeneration kommt hier mit innovativen und extravaganten Ideen zum Zuge. Mit ihren gläsernen Bürohäusern und eleganten Lofts ziehen sie eine solvente Klientel an. Stoff für Konflikte? Oder eine Erfolgsstory? Und was geschieht mit den verbliebenen Altbauten? Wie viel Sanierung tut gut, welche Spuren sollten bleiben? Umgestaltungen wie die Rosenhöfe sind unter Denkmalpflegern umstritten, für Berliner und Touristen aber eine Attraktion. Haus Schwarzenberg, gleich neben den Hackeschen Höfen, ist ebenso ein Magnet, da noch unsaniert, marode und von Künstlern bewohnt. Einen Steinwurf weiter: exklusive Eigentumswohnungen, begehrte Immobilien. Kontraste treffen in diesem Viertel hart aufeinander. Mit den neuen Großprojekten - der Umgestaltung des Postfuhramts und den Plänen für das Tacheles-Terrain - ist der besondere Charme des Viertels, die Vielfalt in Gefahr. Zwischen behutsamer Sanierung und künftiger Investoren-Architektur balanciert das Viertel nun einer ungewissen Zukunft entgegen.
Samstag, 15. November 2003, 20:15 - 20:45 Uhr (arte)
Design 2002 - Jaguar Typ E
Wiederholung am Donnerstag, 27. November 2003, 02:15 - 02:42 Uhr
Bei der Automobilausstellung in Genf im Februar 1961 wurde der Jaguar-Stand von Journalisten und Automobilfans belagert. Der E-Type-Jaguar machte Sensation. Es gingen 180 Bestellungen für dieses extravagant gestaltete, technisch revolutionär ausgestattete und Höchstleistungen erbringende Modell ein. Hochkarätige Technik wie Zweinockenwellenmotor, Monocoque-Chassis, Einzelradaufhängung und Scheibenbremsen waren aerodynamisch elegant und aggressiv zugleich geformt worden. Das teure Auto entwickelte sich schnell zum populären Freiheitssymbol der Jugend. Dank dieses Autos entkam man dem Alltag. Der E-Type-Jaguar ist der einzige Sportwagen unter den drei Automobilen der ständigen Design-Sammlung des MAM in New York.
'In der gesamten Automobilwelt steht für britische Eleganz vor allem ein Name: Jaguar', so wirbt das Unternehmen heute. Und weiter: 'Limousinen, Coupés und Cabrios mit dem Signet der Raubkatze verkörpern in gleicher Weise Ästhetik wie Dynamik. Seit Jahrzehnten vereinen Jaguar-Modelle zeitloses, sinnliches Design mit hochwertiger Technik, stilvollem Luxus und einem kultivierten Fahrerlebnis.' Bis heute ist der E-Type einer der begehrtesten europäischen Sportwagen. Er setzte Maßstäbe für ein ganzes Jahrzehnt. Als Nachfolger des XK 150 fuhr auch der E-Type auf aller Welt Rennsiege ein. Im Wettstreit mit Ferrari fertigte Jaguar den E-Type dann in einer Aluminium-Karosserie ('Lightweight E-Type'). Im Jahr 1961 brachte Jaguar dann noch den MK X heraus, eine luxuriöse Reiselimousine mit selbsttragendem Aufbau und Einzelradaufhängung in der Art des E-Type.
Sonntag, 16. November 2003, 09:45 - 10:00 Uhr (BR alpha)
Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik
Lichtblicke im Mauerbau - Meister Gerhard und der Kölner Dom
Wiederholung vom Donnerstag, 13. November 2003
Montag, 17. November 2003, 02:15 - 02:42 Uhr (arte)
Design 2002 - Der Lounge Chair
Wiederholung vom Samstag, 8. November 2003
Dienstag, 18. November 2003, 00:35 - 01:00 Uhr (RTL)
10 vor 11
Hans Kollhoff - Architekt
Wiederholung vom Dienstag, 4. November 2003
Dienstag, 18. November 2003, 08:40 - 08:54 (WDR)
Hier und Heute - Streifzüge: Gelsenkirchener Barock
Ein Streifzug von Jürgen Hübner
Gelsenkirchener Barock, das ist einmal das Schloss Berge, ein klassischer Barockpalast in einer zauberhaften Parklandschaft. Und weil in Gelsenkirchen fast alles irgendwie auch Schalke ist, gehört das Restaurant im Schloss natürlich dem Ur-Schalker Charly Neumann. In seinen Räumlichkeiten ahnt der Besucher, wie der Begriff "Gelsenkirchener Barock" schillern kann. Gar nicht Barock ist Gelsenkirchen in den modernen Vorzeigeprojekten Wissenschaftspark und Solarfabrik. Glas und Stahl dominieren die Architektur dieser High-Tech-Paläste und im Informationszentrum lernen Besucher spielerisch die Zukunft kennen. Aber auch die Variante des Gelsenkirchener Barock, die den mehr oder weniger charmanten Formen der Ruhrpottästhetik ein sprachliches Denkmal gesetzt hat, ist in der Stadt präsent. Trödelläden mit wahrlich unglaublichem Sortiment, ein Kreativ-Studio, das mit wenig Geld und vielen Ideen Eiche, altdeutsch, in moderne Möbel verwandelt, und das zauberhafte Geschäft des Jongleurs und Lebenskünstlers Egon Gwiasda sind die Orte, wo der Begriff lebendig ist und die Stadt liebenswert. Gelsenkirchener Barock, ein Streifzug durch die Ruhrpottmetropole zwischen verstaubtem Charme und kühlen Zukunftsträumen.
Freitag, 21. November 2003, 00:05 - 00:20 Uhr (3sat)
ArchitecTour de Suisse
Ateliergemeinschaft Alder, Müller, Nägelin
Film von Cornelia Strasser
Überbauungen mit bis zu hundert Wohneinheiten ohne Getto-Charakter zu schaffen: Das sind die Ziele, die sich die Basler Ateliergemeinschaft Alder, Müller, Nägelin setzt. Die Grundriss-Typologien, die der mittlerweile verstorbene Büro-Gründer Michael Alder mit Studenten erforscht und katalogisiert hatte, bilden auch heute die Basis für die Entwürfe der Gruppe. Ihre Architektur ist unspektakulär, vernünftig, sparsam und wirkt "protestantisch". Sie will nichts anderes als effiziente Lösungen mit hohem Wohnwert bieten.
Freitag, 21. November 2003, 16:00 - 16:30 Uhr (3sat)
Das 'Berg' ruft - Stuttgarts historisches Mineralbad
Film von Rudolf Werner
Das Stuttgarter Mineralbad Berg ist ein Kleinod mitten in der Großstadt. Die Architektur des Bades erinnert an die Aufbaujahre und Wirtschaftswunderzeit: 50er Jahre pur. Das Außenbecken war früher das größte Mineralwasserbecken Europas, rund fünf Millionen Liter Mineralwasser sprudeln pro Tag aus den fünf Quellen des Bades. Rudolf Werner hat die vier Jahreszeiten im Berg beobachtet. Sein Film ist ein Plädoyer für das Bad, das ein Stück Stuttgarter Kultur ist.
Samstag, 22. November 2003, 08:45 - 09:00 Uhr (RBB Berlin)
Schätze der Welt – Erbe der Menschheit
Alberobello - Die Hauptstadt der Trulli, Italien
Wiederholung vom Montag, 3. November 2003 (NDR)
Samstag, 22. November 2003, 11:15 - 11:40 Uhr (3sat)
Meister des Lichtes
Christian Bartenbach und die optische Wahrnehmung
Porträt von Peter Rose
Mit der Wiedereinführung von Tageslicht als Lichtquelle hat Christian Bartenbach eine Revolution in der Architektur eingeleitet. Der Film stellt Projekte des Innsbrucker Ingenieurs vor: einen Kellerraum, der im Sonnenlicht erstrahlt, die Moschee in Kuala Lumpur und ein Bürogebäude in Wiesbaden. Mit der Gründung eines neuen, fachübergreifenden Lichtstudiums in Zusammenarbeit mit den Universitäten Innsbruck und München will Bartenbach außerdem sein Wissen an junge 'Meister des Lichts' weitergeben.
Samstag, 22. November 2003, 13:55 - 14:35 Uhr (3sat)
"The Friendly Alien" - Das Grazer Kunsthaus
Film von Doris Fercher
Wiederholung am Sonntag, 23. November 2003, 23:15 - 00:00 Uhr (ORF2)
Ein freundlicher Außerirdischer ist am rechten Murufer in der steirischen Landeshauptstadt Graz gelandet - eine blaue Blase, entworfen von den britischen Architekten Peter Cook und Colin Fournier. Eine rasante Landung: Nur zweieinhalb Jahre konnte geplant und gebaut werden. Das Kunsthaus wird damit nach 17jähriger Vorgeschichte als Projekt der 'europäischen Kulturhauptstadt 2003' zu einem guten Ende gebracht. Schon vor der Eröffnung ist das Interesse daran enorm - Bevölkerung und Medien stürmen das Gebäude, das in Zukunft zeitgenössische Kunst zeigen wird.
Samstag, 22. November 2003, 20:15 - 20:40 Uhr (arte)
Design 2002 - Das Bakelit-Telefon
Wiederholung am Dienstag, 25. November 2003, 02:25 - 02:50 Uhr
Bis in die 50er Jahre hinein beeinflusste das Bakelit-Telefon das Design der Telefonapparate. Die Erfindung des Telefons 1876 baute räumliche und zeitliche Barrieren ab und rückte die Welt in hörbare Nähe. Zunächst einer begüterten Elite vorbehalten, hielt der Apparat allmählich Einzug in die Haushalte. Um ein Modell für die Massenproduktion des neuen Gebrauchsgegenstands zu entwickeln, beauftragte die renommierte schwedische Telefongesellschaft Ericsson 1930 den norwegischen Maler und Bildhauer Jean Heiberg (1884 - 1976) mit dem Entwurf eines Prototyps, der die bisher aus Metall bestehenden Telefonapparate ablösen sollte. Aus Gips entstand der kubistisch inspirierte DBH 1001, dessen Form zum ersten Mal Gehäuse und Hörer kompakt miteinander verband. Dieses Modell sollte viele nachfolgende Telefongenerationen beeinflussen: Bis in die 50er Jahre hinein boten staatliche Telefonbetreibergesellschaften weltweit das schwarze Standardtelefon an, das auf Jean Heibergs Entwurf zurückgeht. Wegen seiner originellen Form und seines Werkstoffs wurde der Bakelit-Apparat zu einem entscheidenden Meilenstein in der Geschichte der Fernmeldetechnik. Das Kunstharz 'Bakelit' wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Leo Hendrik Baekeland erfunden und markierte den Beginn der Plastikindustrie. Als Zeitgenosse des schwarzen Citroën ist das schwarze Telefon untrennbar mit der Geschichte des Kinos und der Alltagssitten verbunden.
Samstag, 22. November 2003, 21:35 - 22:25 Uhr (arte)
metropolis Kultur-Magazin
Architektur aus dem Computer - Das neue Mercedes-Benz-Museum
Der Piet-Hein-Tunnel in Amsterdam, das Möbius-Haus in Het Gooi und die Erasmusbrücke in Rotterdam sind Bauten, mit denen sich der niederländische Architekt Ben van Berkel, Schüler von Zaha Hadid und Santiago Calatrava, international einen Namen gemacht hat. Jetzt hat der 46-Jährige mit seinem Architekturbüro 'UN Studio van Berkel & Bos' ein weiteres imageträchtiges Projekt an Land gezogen. Er baut das neue Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart-Untertürkheim, das pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2006 ein internationaler Anziehungspunkt werden soll. Ben van Berkel und seine Frau Caroline Bos zählen zu einer neuen Generation von Architekten, deren Entwürfe ohne Computer nicht mehr denkbar wären. So steht denn auch das Kürzel 'UN' im Firmennamen für United Network. Das Stuttgarter Museum wurde virtuell geplant. Ein 47 Meter hohes Gebäude aus Beton, Stahl und Glas, ohne rechten Winkel, mit spiralförmig angeordneten Ausstellungsräumen auf acht Etagen.
Sonntag, 23. November 2003, 09:30 - 09:45 Uhr (ORF2)
Schätze der Welt – Erbe der Menschheit
Quito - Stadt der Kirchen und Klöster (Ecuador)
Quito ist die älteste unter den heutigen Hauptstädten Südamerikas. Mit über 100 Kirchen und 55 Klöstern, Bürgerhäusern, Strassen und Plätzen hat Ecuadors Metropole wie keine andere Aussehen und Ambiente einer Kolonialstadt bewahrt. Bei der Erschliessung der Neuen Welt war die Kirche immer dabei. Die Franziskaner hatten sich als erste in Quito niedergelassen und schon ein Jahr nach der Eroberung mit dem Bau ihres Klosters begonnen. Es wurde zum Zentrum der Bildung und Kunst mit einer eigenen Maler- und Bildhauerschule. Aber auch die Augustiner, Dominikaner und Jesuiten prägten mit ihren Klöstern das Gesicht der Stadt. "La Compania", von den Jesuiten erbaut, ist mit ihrem goldenen Hauptaltar die wohl reichste Kirche Südamerikas. Quitos Klöster und Kirchen zeigen die klassischen Stilrichtungen der Renaissance, des Barock und des Klassizismus, jedoch stets abgewandelt durch den sogenannten "Mudejar"-Stil, einer Verschmelzung maurischer und gotischer Formelemente.
Sonntag, 23. November 2003, 23:15 - 00:00 Uhr (ORF2)
"The Friendly Alien" - Das Grazer Kunsthaus
Wiederholung vom Samstag, 22. November 2003 (3sat)
Montag, 24. November 2003, 07:40 - 07:55 Uhr (RBB Berlin)
Schätze der Welt – Erbe der Menschheit
Alberobello - Die Hauptstadt der Trulli, Italien
Wiederholung vom Montag, 3. November 2003 (NDR)
Dienstag, 25. November 2003, 00:35 - 01:00 Uhr (RTL)
10 vor 11
Hans Kollhoff - Architekt
Wiederholung vom Dienstag, 4. November 2003
Dienstag, 25. November 2003, 02:25 - 02:50 Uhr (arte)
Design 2002 - Das Bakelit-Telefon
Wiederholung vom Samstag, 22. November 2003
Donnerstag, 27. November 2003, 02:15 - 02:42 Uhr (arte)
Design 2002 - Jaguar Typ E
Wiederholung vom Samstag, 15. November 2003
Samstag, 29. November 2003, 20:15 - 20:45 Uhr (arte)
Design 2002 - Der TGV
Der TGV, der weltweit bekannte französische Hochgeschwindigkeitszug, ist die technologisch und ästhetisch innovativste Erfindung der 70er Jahre. Seine Markenzeichen sind vor allem Design und Komfort der Innenräume. Darüber hinaus aber ging die Entwicklung des TGV mit einer Reihe wichtiger Experimente einher, die später der ganzen französischen Eisenbahn einschließlich der Vorortzüge zugute kamen. Die Entwicklung des Hochgeschwindigkeitszuges führte zu immer kühneren Neuerungen: längliches Profil des Triebwagens, absolute Sicherheit der Bremsung, fast perfekte Stabilisierung und Schallisolierung. Der TGV steht auch für die ersten drei Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs: die Jahre voller Euphorie und Leichtlebigkeit. Erfindung und Entwurf des TGV entstanden aus der Zusammenarbeit der beiden Designerteams Jacques Cooper und Roger Tallon. Ihrem Werk ist die Erneuerung der europäischen Eisenbahn zu verdanken.
- ArchiTRIP - Lohnende Ausstellungen für Architekturinteressierte - November 2003
- ArchiTRIP - Lohnende Ausstellungen für Architekturinteressierte - Oktober 2003
- ArchiTRIP - Lohnende Ziele für Architekturinteressierte - August 2003
- ArchiTRIP - Lohnende Ausstellungen für Architekturinteressierte - September 2003
- ArchiTRIP - Lohnende Ausstellungen für Architekturinteressierte - Dezember 2003
