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ArchiTV - TV-Programm Oktober 2003

(Aktualisiert am 18. Oktober 2003) Hier finden Sie die interessantesten Fernsehsendungen rund um das Thema Architektur und Bauen im Monat Oktober 2003. Wie gewohnt finden Sie zu den meisten Sendungen weiterführende Links. Damit Sie auf dem Laufenden bleiben, wird der Beitrag aktualisiert, sobald uns Informationen zu neuen Sendungen vorliegen. Also immer wieder mal reinschaun!

Mittwoch, 1. Oktober 2003, 16:30 - 17:15 Uhr
Pyramiden weltweit - Highlights der Architektur

Film von Peter Spry-Leverton, Serena Prest

Der amerikanische Archäologe Bob Brier begibt sich auf wissenschaftliche Weltreise, um das Geheimnis der Pyramiden zu lüften: Warum wurden die kolossalen Gebäude errichtet und wieso weisen sie an unterschiedlichen Stellen der Erde so große Ähnlichkeit auf? Der Film beleuchtet das weltweite Mysterium der Pyramiden.
3sat

hr3 1Donnerstag, 2. Oktober 2003, 15:35 - 16:30 Uhr
Gulfhöfe in Ostfriesland

Wiederholung am Samstag, 25. Oktober 2003, 01:00 - 01:45 Uhr (NDR)

Gulfhäuser prägen wie keine andere Bauform die ostfriesische Kulturlandschaft. Seit drei Jahrhunderten haben die Menschen die riesigen Bauernhöfe bewirtschaftet. Die Gulfhofbauern waren wohlhabend und einflussreich, davon zeugt auch die prachtvolle Bauweise ihrer Häuser. Doch in den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden immer mehr von ihnen aufgegeben. Viele der noch erhaltenen Höfe sind alter Familienbesitz. Ihre Eigentümer haben sich ein grosses Ziel gesetzt. Sie wollen den Zustand zur Zeit der Hofgründung beibehalten, zumindest aber annähernd wieder herstellen. Ludger Abeln begibt sich auf eine historische und architektonische Reise durch den schönen Norden Niedersachsens. Dabei werden der Charme und die Vielfalt der steinernen Zeugen aus drei Jahrhunderten und die Menschen vorgestellt, die sich im ostfriesischen Kulturkreis für den Erhalt der einzigartigen Landschaft und deren Gebäude einsetzen.
HR3

arte 1Donnerstag, 2. Oktober 2003, 20:15 - 20:40 Uhr
Mit den Beben Leben

Reportage von Anthony Dufour, Régis Arnaud

Japan ist das Land, in dem die Erde am häufigsten bebt. Täglich werden gleich mehrere Erdstöße registriert. Und jeden Tag rücken die Menschen dem 'daijishin' näher, dem größten aller vorstellbaren Beben, das vielen unausweichlich erscheint. Auf das größte aller vorstellbaren Beben bereiten sich die Japaner systematisch vor. In den Schulen des Landes lernen die Kinder in Erdbebensimulatoren, wie sie sich am wirkungsvollsten schützen können, an allen Universitäten werden Methoden für eine möglichst korrekte Erdbebenvoraussage entwickelt. In allen öffentlichen Einrichtungen sind rund um die Uhr Erste-Hilfe-Stationen besetzt, im Notfall kann unmittelbar reagiert werden. Und Japans Architekten haben Bautechniken entwickelt, die auch die Hochhäuser erdbebensicher machen, nach einem der letzten größeren Beben der Stärke 7 wurden im Norden Tokios kaum Schäden gemeldet. Aber die Katastrophe von Kobe hat gezeigt, dass die Erde doch die stärkere Kraft bleiben wird, vor zehn Jahren wurde diese südjapanische Stadt von einem mächtigen Beben verwüstet, 6.000 Japaner wurden getötet, mehrere hunderttausend verletzt.
Arte

rbbr 1Donnerstag, 2. Oktober 2003, 20:15 - 21:00 Uhr
Häuser mit Gesicht und Seele
Bauernhäuser in Südbrandenburg

Wiederholung am Freitag, 3. Oktober 2003, 10:15 - 11:00 Uhr (RBB Brandenburg)

Traditionelle Block- und Fachwerkhäuser halten im Gegensatz zu den heutigen Fachwerkhäusern länger als 200 Jahre. Doch wer beherrscht heute noch die Kunst, ohne Architekten und ohne Bauzeichnung zu bauen - nur mit Schrotsäge, Axt und Beil, aus Eichen, Kiefern und Erlen und ohne einen einzigen Eisennagel? Doch da, wo es sie noch gibt, scheinen sie für heutige, grosse Pläne zu klein. Vielerorts sind sie aus den Dörfern verschwunden. Autorin Iduna Wünschmann und Kameramann Werner Peter begaben sich auf die Suche nach den letzten Bauernhäusern in Südbrandenburg. Sie haben Häuser mit Gesicht und Seele entdeckt, die Geschichten erzählen können.
RBB Brandenburg

Freitag, 3. Oktober 2003, 10:15 - 11:00 Uhr (RBB Brandenburg)
Häuser mit Gesicht und Seele
Bauernhäuser in Südbrandenburg

Wiederholung vom Donnerstag, 2. Oktober 2003 (RBB Brandenburg)

arte 2Samstag, 4. Oktober 2003, 20:15 - 20:40 Uhr
Design 2002 - Folge 1 von 9
Der Wassily-Sessel

Dokumentation von Danièle Schirman, Frankreich 2003
Wiederholung am Donnerstag, 16. Oktober 2003, 02:20 - 02:46 Uhr (Arte)

Marcel Breuer ist erst 20 Jahre alt, als er 1922 zum Bauhaus kommt. Die Welt drängt es nach Veränderung und Freiheit. Mobilität und Geschwindigkeit sind Zeichen der Zeit. Deshalb verwundert es nicht, dass sich der junge ungarische Designer 1925 bei der Gestaltung seines Wassily-Stahlrohrstuhls vom Fahrrad inspirieren lässt. Der Film beginnt mit dem Bauhaus und dessen Beitrag zur Moderne. Nach dem Vorbild des Weimarer Bauhauses sucht der Film nach Verbindungen zwischen künstlerischem Schaffen und industrieller Fertigung. Der Wassily-Sessel, auch B 3 genannt, ist Wassily Kandinsky gewidmet und steht für die revolutionäre Verwendung von Stahlrohr. Er ist eine Art Gesamtkunstwerk: Um die Herkunft der Formen und die Parallelen zur Kunst - Suprematismus und Konstruktivismus - im kulturellen und politischen Kontext des Europa der 20er Jahre deutlich zu machen, wird der Sessel unter Einsatz von 3-D-Animationstechnik genau analysiert und in seine Bestandteile zerlegt. Bei der im Film gezeigten Fertigung des Sessels mit dem Stahlrohrgestell und der Stoffbespannung stehen Material und technische Abläufe im Vordergrund; aber auch auf die Ästhetik und Sinnlichkeit des Möbelstücks wird eingegangen. Der Film vergleicht den Wassily-Sessel mit den anderen von Marcel Breuer geschaffenen Möbeln und Bauten und zeigt die Nachfolger des Sessels in zeitgenössischer Ausprägung.
Arte / Marcel Breuer Ausstellung

rbb 1Sonntag, 5. Oktober 2003, 11:45 - 12:15 Uhr
Bauen für Gott
Was steckt hinter moderner Kirchenarchitektur?

Zunächst eine Erfahrung: Moderne Kirchbauten sehen immer noch wie Kirchen aus, auch wenn sie längst ganz anders sind als ihre Vorgängermodelle im 19. Jahrhundert. Dann eine Frage: Was macht einen Bau zur Kirche? Und: was denken sich moderne Kirchenplaner, wenn sie einen der wenigen Aufträge für ein Gotteshaus erhalten? Fünf Architekten erzählen über 'ihre Kirche' und machen nachvollziehbar, was sie heute unter 'steingewordenem Glauben' verstehen. Sie beschreiben, wie sich durch das Projekt 'Kirchenbau' ihr Verhältnis zum christlichen Glauben und zur Spiritualität verändert und vielleicht sogar Einfluss auf ihre weitere Arbeit genommen hat.
RBB Berlin

3sat 2Sonntag, 5. Oktober 2003, 21:00 - 21:15 Uhr
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Die Bucht von Kotor, Montenegro - Fjord de Adria

Film von Werner Zeindler

Atemberaubend ist der Blick über das flache Wasser der Adria auf die Schwarzen Berge. Schroffe Felswände umschließen die Bucht von Kotor. Wie ein skandinavischer Fjord schneidet sie sich in die dalmatinische Küste von Montenegro. Die vornehme Architektur und der Reichtum übertrafen zur venezianischen Zeit alle Küstenorte der Region. Paläste, Kathedralen und Kirchen, die Zeugen von über zweitausend Jahren Kulturgeschichte, wurden durch das verheerende Erdbeben im April 1979 größtenteils zerstört. Die UNESCO setzte im gleichen Jahr die beiden Städte Perast und Kotor auf ihre so genannte 'Rote Liste' der gefährdeten Natur- und Kulturgüter, um internationale Maßnahmen zur Rettung dieser Welterbestätte einzuleiten. Viele Gebäude wurden wieder aufgebaut und stehen neben Ruinen, für deren Restauration die Mittel fehlen. Die Bucht ist heute mit ihren Stätten vergangenen Reichtums wieder Tagesziel von Adria-Kreuzfahrten.
3sat / Kotor, Montenegro

phoenix 1Sonntag, 5. Oktober 2003, 21:45 - 22:15 Uhr
Auf Biegen und Brechen
Mit Bauwerksprüfern unterwegs

Wiederholung am Freitag, 10. Oktober 2003, 18:00 - 18:30 Uhr (3sat)
Wiederholung am Montag, 13. Oktober 2003, 00:15 - 00:45 Uhr (Phoenix)

Brücken und Tunnel sind beeindruckende Bauwerke, doch so unterschiedlich sie auch sein mögen, sie unterliegen alle dem Verschleiß durch Wind, Wetter und täglichen Gebrauch. Ein beträchtliches Anlagevermögen an Autobahnen und Bundesstraßen - allein knapp 50 Milliarden Euro für die Ingenieurbauwerke - gilt es zu erhalten. Autor Donat Schober hat über ein halbes Jahr mehrere Bauwerksprüfer mit der Kamera begleitet, quer durch Deutschland. Bei Wind und Wetter kriechen sie in engen Hohlräumen, klettern an Überhängen, schweben hoch oben in den Seilen und prüfen tief unten in den Tunnels. Beeindruckend ist die Vielzahl der merkwürdigen Geräte, mit denen geklopft, gesägt und gebohrt, Stahl- oder Betondichte geprüft, Rosttiefe oder Rissbreite gemessen wird. Für uns ein Hauch von Abenteuer - für die Bauwerksprüfer ist es Alltag. Hämmern und genau Hinhören. Konzentriert Hinsehen und Schäden markieren, über Stunden und Tage. Unterhaltsame und spannende Einblicke in ein ungewöhnliches Berufsfeld. Wenn die Öffentlichkeit wenig über ihre Arbeit spricht, sagen die Prüfer, dann haben sie ihre Aufgabe erfüllt.
Phoenix

hr3 2Dienstag, 7. Oktober 2003, 22:00 - 22:15 Uhr
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Zeche Zollverein - Von Kohle zu Kunst

Film von Gisela Mahlmann

Abreißen, Planieren, Neubebauen - das ist das übliche Schicksal von Industrielandschaften, wenn die Produktion nicht mehr lohnt. Stätten der Arbeit galten lange als unästhetisch und reizlos. Die Zeche Zollverein in Essen ist die am vollständigsten erhaltene Zechenanlage Europas. 1986 wurde sie stillgelegt, doch schon lange vorher war geplant, die Zeche für künftige Generationen zu nutzen. Umwidmung und aufwändige Restauration sind die Stichwörter für einen neuen Umgang mit dem alten Industrierelikt: Der Weg führt von der Kohle zur Kunst. Im Kesselhaus der Zeche, wo einst der Dampfdruck für die Bewetterungsanlagen des Untertageabbaus erzeugt wurde, ist heute das Designmuseum Nordrhein-Westfalen. Das Turbinenhaus beherbergt ein Gourmetrestaurant zwischen Stahlträgern und alten Kesseln, im Salzlager der Kokerei fand Kabakovs 'Haus der Träume' Platz. In der großen Lesebandhalle, wo früher Gesteinsbrocken aus der Kohle verlesen wurden, werden heute Konzerte gegeben. Mit der Aufnahme der Zeche Zollverein in die UNESCO-Welterbeliste 2001 bleibt ein einzigartiges Zeugnis der Industriearchitektur erhalten, so dass der Weg der Kohle auch in Zukunft erlebbar bleibt.
HR3 / Info / Zeche Zollverein

arte 7Donnerstag, 9. Oktober 2003, 02:20 - 02:47 Uhr
Baukunst
Antonio Gaudi - Die Casa Mìlà

Die 'Casa Mìlà' in Barcelona - im Volksmund auch 'la Pedrera' (auf deutsch: 'der Steinbruch') genannt - wurde zwischen 1906 und 1912 von Antonio Gaudí gebaut. Das ehemalige Wohnhaus ist eines der originellsten Bauwerke Gaudís: ein monumentales Gebäude, eine plastische Masse, die wie eine der Heiligen Jungfrau gewidmete Riesenskulptur anmutet. Gaudí erforschte und gestaltete den Raum neu und ließ seiner Vorliebe für Details und dekorative Elemente freien Lauf. Gestaunt haben Barcelonas Bürger Anfang des 20. Jahrhunderts über die verrückten Bauten des Antonio Gaudí am damaligen Stadtrand. Böswillige Kritiker haben die Bauwerke des modernistischen Architekten als 'steinerne Missgeburten' oder 'obszöne Knubbel' verspottet. Heute hat sich an dieser Bewertung Entscheidendes geändert. Um Gaudís skurrile Kirchen, Paläste und Wohnhäuser zu bewundern, pilgern Jahr für Jahr rund zwei Millionen Besucher nach Barcelona.
Arte / Gaudi Jahr 2002 / BuchTIPP 1 / BuchTIPP 2

3sat 3Freitag, 10. Oktober 2003, 14:00 - 14:15 Uhr
Architekturstreifzüge
Das Kunstmuseum Wolfsburg

Film von Michael Sutor

Das Kunstmuseum Wolfsburg, 1989 erbaut, ist eine Stahl- und Glaskonstruktion, die den Eingang zu einer jungen, nicht historisch gewachsenen Stadt markiert. Die unkonventionelle Ausstellungshalle ermöglicht flexible Ausstellungskonzepte, das neuartige Beleuchtungssystem schafft optimale Lichtverhältnisse. Getragen wird das Museum von einer privaten Stiftung, die auch eine eigene Sammlung für zeitgenössische Kunst aufbaut.
3sat / Kunstmuseum Wolfsburg

Freitag, 10. Oktober 2003, 18:00 - 18:30 Uhr (3sat)
Auf Biegen und Brechen
Mit Bauwerksprüfern unterwegs

Wiederholung vom Sonntag, 5. Oktober 2003 (Phoenix)

3sat 9Freitag, 10. Oktober 2003, 18:30 - 19:00 Uhr
nano - Die Welt von morgen
Intelligente Haustechnik

Datenfeuer im Wohnzimmer: Der Hausserver im intelligenten Haus speichert zentral Musik, DVDs und Videos. Die auf der Festplatte gespeicherte DVD kann man sich zur selben Zeit sowohl auf dem Plasmabildschirm im Wohnzimmer, dem Zweit-TV im Schlafzimmer als auch auf allen Computermonitoren im Haus anschauen. Auch der alte, analoge Hi-Fi-Verstärker lässt sich über einen so genannten 'RoomLink' an das Hausnetz anschließen. 'nano'-Reporter Michael Ringelsiep fragt, ob wir alle überhaupt diese Technik brauchen und wann die intelligente Haustechnik für Otto Normalverbraucher erschwinglich sein wird.
3sat

arte 3Samstag, 11. Oktober 2003, 20:15 - 20:40 Uhr
Design 2002 - Folge 2 von 9
Die Akari-Lampen

Dokumentation von Danièle Schirman, Frankreich 2003
Wiederholung am Donnerstag, 23. Oktober 2003, 02:20 - 02:45 Uhr (Arte)

Die Akari-Lampen - leichte, faltbare Lampen des amerikanisch-japanischen Designers Isamu Noguchi - bestehen aus Papier, das auf ein Bambusgerüst geklebt wird. Für seine Lichtskulpturen wählte der Künstler die Bezeichnung 'akari', den japanischen Ausdruck für Helligkeit und Licht, ein Begriff der aber gleichzeitig auch Schwerelosigkeit impliziert. Bei einem Besuch der japanischen Stadt Gifu, die für ihre Werkstätten von Papierschirmen und Laternen bekannt ist, skizzierte Noguchi seine ersten beiden Akari Light Sculptures. Die zu Beginn der 50er Jahre entworfen Lampen, erlangten schnell Berühmtheit und wurden vielfach kopiert. Mit neuen, komplexeren Modellen versuchte Noguchi dies zu verhindern. Insgesamt schuf er über 100 Modelle, Tischleuchten, Steh- oder Deckenleuchten in unterschiedlichen Größen. Isamu Noguchi (1904 - 1988), ein Schüler Constantin Brancusis, ist Vorreiter einer ganzen Generation von Künstlern und Innenraumgestaltern, die sich gleichzeitig mit Fragen der Kunst, des Designs und der Architektur auseinandersetzen. Neben Skulpturen entwarf er Bühnenbilder, Möbel, Leuchten, Interieurs, aber auch öffentliche Plätze und Gärten wie den Garten des Unesco-Gebäudes in Paris (1956 - 58).
Arte / Isamu Noguchi Museum

Montag, 13. Oktober 2003, 00:15 - 00:45 Uhr (Phoenix)
Auf Biegen und Brechen
Mit Bauwerksprüfern unterwegs

Wiederholung vom Sonntag, 5. Oktober 2003 (Phoenix)

arte 4Dienstag, 14. Oktober 2003, 20:15 - 20:45 Uhr
Eine Brücke für Sizilien

Reportage von Agnes Gattegno, Frankreich 2003

In ein paar Jahren ist Sizilien keine richtige Insel mehr. Dann soll eine gigantische Brücke das Wasser zwischen ihr und dem Festland überqueren, um sie an den Kontinent anzubinden - die längste Hängebrücke der Welt, 380 Meter hoch, 3.300 Meter lang, dreimal so lang also wie die Golden-Gate-Bridge in San Francisco. Erster Spatenstich ist im Januar 2005, private Investoren zahlen die 4.5 Milliarden Euro Baukosten, die wollen sie über Mautgebühren wieder reinbringen. Nun hoffen und bangen die Sizilianer und die Italiener, jede Seite auf ihre Weise: Die Unternehmer auf Sizilien erhoffen sich den wirtschaftlichen Anschluss an Europa, die Festländer aber fürchten den Einfluss der Mafia, schon beim Bau dieses achten Weltwunders. Die Opposition argwöhnt, der Ministerpräsident Berlusconi wolle sich mit der Brücke, dem erfüllten Traum aus römischantiken Zeiten, bloß ein Denkmal aus 60.000 Tonnen Beton setzen. Die Arte-Reporter zeigen in ihrer Reportage den glühenden Enthusiasmus der Befürworter und die tiefe Skepsis der Zweifler.
Arte / Stretto di Messina

Donnerstag, 16. Oktober 2003, 02:20 - 02:46 Uhr (Arte)
Design 2002 - Folge 1 von 9
Der Wassily-Sessel

Wiederholung vom Samstag, 4. Oktober 2003 (Arte)

3sat 4Donnerstag, 16. Oktober 2003, 23:40 - 23:55 Uhr
ArchitecTour de Suisse
Moro & Moro

Film von Beat Kuert

Zwei Architekten - die Brüder Paolo und Franco Moro - entwerfen für ihren dritten Bruder ein Haus: das 'Colle degli Ulivi' in Coldrerio im Tessin. Bei der Umsetzung dieses Auftrags mussten die Gestalter sowohl auf die fotografisch geprägte Ästhetik ihres Bruders wie auch auf die Bedürfnisse seiner Kleinfamilie eingehen. Das Resultat ist ein in den Hang gebautes Haus mit U-förmiger Umfassungsmauer, optimalem Wohnraum, längs gerichteter Decke und Tonnendächern - maßgeschneidert für Luigi Moro und seine Familie.
3sat

arte 5Samstag, 18. Oktober 2003, 20:15 - 20:40 Uhr
Design 2002 - Folge 3 von 9
Die Leica

Dokumentation von Heinz-Peter Schwerfel, Frankreich 1999

'Die Leica' ist insbesondere aufgrund ihrer Langlebigkeit in der Geschichte des Design des 20. Jahrhunderts einzigartig. Die von Oskar Barnack 1913 entwickelte Kamera - der Prototyp der 'Ur-Leica' - wurde ab 1925 in Serie gebaut. Die Tatsache, dass die Leica mit zehn Jahren Verspätung der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, macht die Schwierigkeiten der damaligen Zeit deutlich: Erster Weltkrieg und die daraus resultierenden politischen und wirtschaftlichen Krisen. Das genial innovative Produkt 'Leica' hat zu einer radikal neuen Betrachtung der Welt beigetragen, die gegen Ende der 80er Jahre in den Fotojournalismus mündete. Die gute alte 'Leica' kann natürlich auch im Zeitalter der Digitalisierung bestehen und besticht weiterhin durch ihr Design: Die digitale Reportagekamera 'Leica Digilux 1' und die analoge Kompaktkamera 'Leica C 2' sind so vor Kurzem beim 'iF Design Award 2003' in der Kategorie 'Product Design' mit dem 'iF Zertifikat' geehrt worden.
Arte / Leica Camera

rbbr 2Sonntag, 19. Oktober 2003, 12:00 - 12:30 Uhr
Persius in Potsdam - Der Architekt des Königs

In diesem Jahr feiert die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten den 200. Geburtstag des Baumeisters Ludwig Persius mit einer großen Ausstellung im Babelsberger Schloss (20.7. bis 19.10.). Der Potsdamer Ludwig Persius wurde nur 42 Jahre alt. Trotzdem hat er wie kein anderer das Bild seiner Heimatstadt geprägt. Die Friedenskirche in Sanssouci, das maurische Dampfmaschinenhaus in der Havelbucht, die Sacrower Heilandskirche und das Bornstedter Gotteshaus sowie viele Potsdamer Villen stammen von ihm. Der Schüler Karl Friedrich Schinkels wurde nach dessen Tod Hofbaumeister des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. Er erhielt als einziger den Titel 'Architekt des Königs'.
RBB Brandenburg / Ausstellung

zdf 1Sonntag, 19. Oktober 2003, 22:30 - 23:15 Uhr
Gottschalk America: Daniel Libeskind

Der 11. September 2001 - ein Tag, der in die Geschichte eingegangen ist. Eine Tragödie. Nun entstehen auf dem von Trümmern freigeräumten Gelände, das die Welt als 'Ground Zero' kennt, neue Wolkenkratzer, darunter ein 'Turm der Freiheit.' Thomas Gottschalk hat am 'Ground Zero' den Architekten getroffen: Daniel Libeskind, einer der ungewöhnlichsten Baumeister unserer Zeit.
ZDF / Daniel Libeskind / Lower Manhattan Development Corporation

swr 1Sonntag, 19. Oktober 2003, 23:05 - 23:50 Uhr
Die wilden 70er Jahre
Wohnräume und Wohnträume

Wohnen in den 70ern bedeutete den Einzug der Moderne. Pril-Blumen auf großgemusterten Kacheln, bunte Tapeten, Flokati, Schleiflack und Apfelsinenkisten, der Abschied von Stilmöbeln und Eiche rustikal prägten die Wohnungen. Wer wohnte wie in den 70er Jahren und was bewegte die Zeitgenossen damals? Die Dokumentation 'Wohnräume und Wohnträume' erkundet Wohnwelten der 70er Jahre anhand der Lebensgeschichten von Hausbesitzern und Hausbesetzern, von 'Trabantenstädtlern' und einem Architekturvisionär. Star-Regisseur Dieter Wedel sucht den Erfolg seines dreiteiligen Fernsehspiels 'Einmal im Leben - Die Geschichte eines Eigenheims' zu erklären. So verfolgte Anfang der 70er Jahre die deutsche Fernsehgemeinde fasziniert die Freuden und vor allem Leiden der Häuslebauerfamilie Semmeling. Ein Bauherrenschicksal wurde zum Straßenfeger.

Nach Jahren des Aufbaus tat sich was unter deutschen Dächern. Während die einen mit neuen Wohnformen und modernem Design experimentierten, erhielt sich bei anderen das Alte. Ein buntes Nebeneinander von Lebens- und Wohnwelten entstand. Fototapete, Wohnlandschaften, Designer- und Sperrmüllmöbel kamen dazu, die Mehrheit jedoch blieb bei Altdeutsch und Eiche rustikal. In den 70er Jahren vollzog sich der Abschied von der gültigen Norm wie gelebt und gewohnt werden soll. Letztlich gut war, was gefiel. Über Geschmack lässt sich bekanntlich auch heute noch streiten.
SWR

rbb 2Dienstag, 21. Oktober 2003, 22:15 - 22:45 Uhr
Stadt, Land, Fluss (Folge 1 von 6)
Rund um den Hackeschen Markt

Film von Grit Lederer

Das Viertel um die Hackeschen Höfe verändert sein Gesicht. Der Charme des Provisorischen weicht einer neuen großstädtischen Eleganz. Das Altbau-Viertel mit 300jähriger Baugeschichte ist ein Flächendenkmal mit ehemals vielen Baulücken. Fügen sich die Neubauten nun harmonisch oder kontrastierend ein? Die jüngsten Projekte gruppieren sich rund um die Oranienburger und Auguststraße. Eine junge Architektengeneration kommt hier mit innovativen und extravaganten Ideen zum Zuge. Mit ihren gläsernen Bürohäusern und eleganten Lofts ziehen sie eine solvente Klientel an. Stoff für Konflikte? Oder eine Erfolgsstory? Und was geschieht mit den verbliebenen Altbauten? Wie viel Sanierung tut gut, welche Spuren sollten bleiben? Umgestaltungen wie die Rosenhöfe sind unter Denkmalpflegern umstritten, für Berliner und Touristen aber eine Attraktion. Haus Schwarzenberg, gleich neben den Hackeschen Höfen, ist ebenso ein Magnet, da noch unsaniert, marode und von Künstlern bewohnt. Einen Steinwurf weiter: Exklusive Eigentumswohnungen, begehrte Immobilien. Kontraste treffen in diesem Viertel hart aufeinander. Mit den neuen Großprojekten - der Umgestaltung des Postfuhramts und den Plänen für das Tacheles-Terrain - ist der besondere Charme des Viertels, die Vielfalt in Gefahr. Zwischen behutsamer Sanierung und künftiger Investoren-Architektur balanciert das Viertel nun einer ungewissen Zukunft entgegen.
RBB Berlin

mdr 2Mittwoch, 22. Oktober 2003, 13:00 - 13:45 Uhr
Kabul - Die Wiedergeburt einer Stadt

Ein alter Mann sucht nach seiner Vergangenheit. Hier, wo jetzt von Granaten zerfetzte Mauern stehen, muss er einst gewesen sein, der berühmte Vier-Dächer-Basar, oder hier, das Villenviertel für die reichen Kabuler in Wasir Akbar Khan. Abdullah Breshna hat es damals schließlich alles selbst entworfen, damals in den Sechzigern und Siebzigern, als er der führende Baufachmann in ganz Afghanistan war. Heute, nach über zwanzig Jahren, ist der gelernte Architekt und einstige Schüler von Egon Eiermann aus dem Karlsruher Exil in sein Heimatland zurückgekehrt. Tief erschüttert über die Zerstörung und die Mutlosigkeit in seiner Stadt, aber auch voller Optimismus und Tatendrang. Neue Viertel soll er entwerfen, im Auftrag des Städtebauministeriums, und er hat auch schon eine Idee: Lehm sei der Schlüssel zur Zukunft, ein in Europa hochmoderner Baustoff - und davon gebe es hier wenigstens genug.

Breshna trifft sich regelmäßig mit dem Wiederaufbauminister Amin Farhang, auch er aus Deutschland zurückgekehrt, um generelle Unterstützung und konkrete Computerlieferungen zu besprechen. Farhang ist eine der zentralen Figuren in Kabul. Einer der wenigen Politiker mit Westkontakten, einer, der auch in seinem chaotischen Büro in einem Hotelzimmer des heruntergekommenen 'Interconti' etwas bewegen kann. Denn noch bewegt sich nicht allzu viel in Afghanistan. Die Dollarmilliarden der Geberländer wurden zwar angekündigt, aber die Investoren aus Europa und den USA warten nach. Auf die neue Regierung, auf die Verbesserung der Infrastruktur, auf klarere Verhältnisse. Nur die wohlmeinenden Hilfsorganisationen sind aktiver denn je. Viele sind gekommen in den letzten Monaten, fast zu viele. Konkurrenz lässt sich da kaum vermeiden, und Projekte, die an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei gehen, auch nicht.
MDR

Donnerstag, 23. Oktober 2003, 02:20 - 02:45 Uhr (Arte)
Design 2002 - Folge 2 von 9
Die Akari-Lampen

Wiederholung vom Samstag, 11. Oktober 2003 (Arte)

3sat 5Donnerstag, 23. Oktober 2003, 23:55 - 00:10 Uhr
ArchitecTour de Suisse
Luigi Snozzi

Film von Beat Kuert

Monte Carasso - ein Dorf im Tessin gestaltet sich grundlegend neu: Dieses Projekt begann Ende der 70er Jahre und ist noch heute im Gange. Die treibende Kraft des städtebaulichen Unternehmens heißt Luigi Snozzi. Dank der Innovation des Tessiner Architekten, dessen experimentierfreudigem politischen Umfeld und einer mutigen Bevölkerung erhält die Gemeinde nördlich von Bellinzona einen völlig neuen Bauzonenplan und im Dorfkern ein radikal geändertes Straßennetz - ein in Europa wohl einzigartiges Projekt.
3sat

swr 2Freitag, 24. Oktober 2003, 22:00 - 23:30 Uhr
Nachtcafé: Lebensräume - Lebensträume

Moderation: Wieland Backes

'Wohnst du noch, oder lebst du schon?' fragt die Werbung provozierend, und Heinrich Zille klagt: 'Man kann einen Menschen mit einer Wohnung erschlagen wie mit einer Axt'. Wohnraum ist weit mehr als Mittel zum Zweck. Er ist Spiegel der eigenen Persönlichkeit und beeinflusst die Menschen, die sich in ihm bewegen. Das Thema Wohnen begleitet uns ein Leben lang. Fast in jedem dritten Haushalt stehen ein Umzug oder eine Renovierung an. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Die einen leben in umgebauten Schwimmbädern und Baumkronen. Andere verwirklichen sich in Palästen mit acht Schlafzimmern und den berühmten goldenen Wasserhähnen. Was aber ist mit denen, die sich ihren Wohnraum nicht aussuchen können? Deren finanzielle Möglichkeiten nur beengtes Wohnen in tristen Vorstadtghettos oder heruntergekommenen Altbauten mit Lärmbelästigung und fehlenden Rückzugsmöglichkeiten zulassen? Wer in Berlin-Kreuzberg wohnt, lebt statistisch gesehen fünf Jahre kürzer als ein Zehlendorfer. Wie sieht der optimale Lebensraum aus? Von welcher Umgebung träumen die Deutschen? Ist gutes Wohnen allein eine Frage des Geldes? Wird Architektur den Anforderungen der Menschen, die sich in ihr bewegen, gerecht?

Die Gäste: Roland Kaiser (Schlagerstar), Herlinde Koelbl (Fotografin), Daniel Kehlmann (Autor), Peter Conradi (Architekt), Katrin Sonnemann (Gärtnerin), Bruno Bruni (Künstler), Harald Schönebeck (Familienvater)
SWR

Samstag, 25. Oktober 2003, 01:00 - 01:45 Uhr (NDR)
Gulfhöfe in Ostfriesland

Wiederholung vom Donnerstag, 2. Oktober 2003 (HR3)

3sat 10Samstag, 25. Oktober 2003, 10:15 - 11:15 Uhr
Ein Leben für das Buch
Werner Oechslin und seine Bibliothek

Wiederholung am Sonntag, 26. Oktober 2003, 02:55 - 03:15 Uhr

Neben der Lehrtätigkeit gilt seine spezielle Leidenschaft dem Buch: Seit über 35 Jahren hat der Schweizer Kunst- und Architekturhistoriker Werner Oechslin Bücher gesucht, erstanden, gelesen und aufbewahrt. Mit über 50.000 Bänden - vor allem Schriften zur Architekturtheorie und zu benachbarten Gebieten in originalen Ausgaben aus dem 15. bis 20. Jahrhundert - zählt sie heute zu den wertvollsten privaten Quellensammlungen weltweit. Demnächst soll die Sammlung auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
3sat

arte 6Samstag, 25. Oktober 2003, 20:15 - 20:40 Uhr
Design 2002 - Folge 4 von 9
Die Vespa

Dokumentation von Heinz-Peter Schwerfel, Frankreich 1999

Der Welterfolg der Vespa lässt leicht vergessen, dass sie einer entbehrungsreichen Zeit entstammt. Ihre sinnlichen Formen und ihre schlanke Taille erinnern an die Euphorie der 50er Jahre. Doch sie wurde 1945 entwickelt, als Italien durch den Krieg geschwächt war und seiner Bevölkerung ein in Anschaffungspreis und Verbrauch billiges Transportmittel verschaffen musste. Der Vespa liegt eine völlig neue Konzeption zugrunde: Bei ihrer so genannten selbsttragenden Karosserie, in der sich der Motor verbirgt, hat die Aeronautik Pate gestanden. Wegen ihrer Sicherheit, ihrer Wirtschaftlichkeit und nicht zuletzt wegen ihrer runden Formen, die das Entzücken der Italiener auslösten, setzte sich die Vespa sofort auf dem Markt durch. Die Vespa war mehr als ein Industrieprodukt, sie wurde zum Symbol des italienischen Aufschwungs. Da sie so stark den Zeitgeist widerspiegelte, ist es nur folgerichtig, dass der italienische Film später einen Star aus ihr machte. Das Unternehmen Vespa stellt das Fahrzeug heute als die 'authentischste Form städtischen Lebens' vor, denn 'die Vespa verkörpert die positive Vision der 'lebendigen Stadt' und wird zum Ausdruck derselben', so das Konzept des Unternehmens. Und weiter besagt die Firmenphilosophie: 'Der Umstand, dass die Vespa immer aktuell und nie nostalgisch ist, macht aus ihr einen 'lebendigen' Mythos, oder besser gesagt ein Kultobjekt. Sie bringt ihre eigene Persönlichkeit zum Ausdruck und verkörpert einen 'zeitlosen Stil', der zwar stets sein 'Gesicht' ändert, aber nie sein eigenes Wesen verrät.'
Arte / Vespa

Sonntag, 26. Oktober 2003, 02:55 - 03:15 Uhr (3sat)
Ein Leben für das Buch
Werner Oechslin und seine Bibliothek

Wiederholung vom Samstag, 25. Oktober 2003

3sat 6Sonntag, 26. Oktober 2003, 20:15 - 21:00 Uhr
Die Insel in der Mur
Vito Acconci und die Plaza für das Neue Millennium

Film von Felix Breisach Österreich 2003

Schon zu Beginn der Planungen für die Kulturhauptstadt Graz 2003 entstand die Idee, die Mur, jenen Fluss, der die Stadt einerseits teilt, andererseits auch verbindet, vermehrt in das Leben der Stadt zu integrieren. Der New Yorker Stardesigner Vito Acconci schuf - nach einer Idee des Grazers Robert Punkenhofer - eine schwimmende Insel. Die Insel ist ein organisch in sich verwundenes Konstrukt, das Acconci aus verschiedenen ineinander überlaufenden Muschelflächen sorgfältig komponiert und zu einem markanten 'Landmark' am Wasser gemacht hat.
3sat / Bilder Murinsel

3sat 7Mittwoch, 29. Oktober 2003, 03:05 - 03:50 Uhr
Die Zukunft des Wohnens

Film von Doris Fercher, Österreich 2003

Forschungslabors in Universitäten und Betrieben sowie Architekturbüros entwickeln bereits seit einiger Zeit neue Technologien und Materialien, die entscheidende Auswirkungen auf das zukünftige Wohnen haben. Im Zentrum des Interesses stehen dabei erneuerbare Energien. So genannte 'Passivhäuser' arbeiten mit Lüftungsmodulen, Wärmepumpen und Wärmespeichern und sind nicht nur umweltschonender als gewöhnliche Häuser, sondern bringen auch Kostenvorteile mit sich. In 'Smart-Häusern' werden sich in Zukunft viele Tätigkeiten erübrigen, weil diese computergesteuert erledigt werden. Rasante Entwicklungen im Bereich Software ermöglichen völlig neue digitale Architekturkonzepte und Formenwelten. Der Film fragt, welche Technologien sich durchsetzen könnten und wie lange es dauern wird, bis die Zukunft des Wohnens Alltag wird.
3sat / Haus der Zukunft / Tagungsband: Haus der Zukunft

mdr 1Mittwoch, 29. Oktober 2003, 20:15 - 20:45 Uhr (MDR)
Thüringen exklusiv - Die Reportage
Bauen im Namen des Herren

Ein rötliches Schimmern im ganzen Raum, ein Lichtkreuz aus Marmor - das Gemeindezentrum St. Kilian in Bad Liebenstein ist ein ungewöhnlicher Kirchenraum. Kunterbunt und fröhlich unter einem romanischen Dach - das Kirchenschiff von St. Elisabeth in Eisenach ebenso. 'Auch Kirchenarchitektur und Kirchenkunst', meint Wolfgang Lukassek, 'müssen immer auf die Zeit, den Ort und die Menschen bezogen sein. Nur dann können sie als ideale Architektur bezeichnet werden'. 41 Jahre lang hat Wolfgang Lukassek, der Leiter des Bischöflichen Bauamtes in Erfurt, in wechselnden Funktionen für die Katholische Kirche geplant und gebaut. Viel Sehenswertes und Außergewöhnliches ist unter seiner Mitwirkung entstanden. Jede größere Baumaßnahme der 160 Kirchgemeinden geht über seinen Tisch. Er muss Sinn und Unsinn abschätzen, Kosten kalkulieren, Bauüberwachung und Bauabnahme übernehmen. Vor allem aber versucht der Erfurter Bauingenieur, wenn es angezeigt ist, moderne Kunst und Architektur in die Gotteshäuser zu bringen - mal sind es neue Fenster, mal eine Sakristei oder ein Altar. 'Thüringen exklusiv' stellt Wolfgang Lukassek vor, an verschiedenen Orten seines Wirkens in vier Jahrzehnten.
MDR

3sat 8Donnerstag, 30. Oktober 2003, 22:25 - 23:10 Uhr
Alles Müll? - Von der Faszination des Wertlosen

Film von Doris Fercher

Seit den Umweltgipfeln von Rio und Johannesburg haben viele Länder ein neues Verhältnis zum Thema 'Müll': Nachhaltigkeit, Schonung von Umwelt und Ressourcen werden als Richtlinien ausgegeben, Produktion, Konsum und Abfall zunehmend als Teile eines Kreislaufes gesehen - und nicht wie in den 50er und 60er Jahren als Einbahnstraße zur Deponie. Der Tenor ist, Müll als wertvollen Rohstoff begreifen zu lernen - und nicht als lästiges Endprodukt. Auch Künstler, Architekten, Anthropologen, Psychoanalytiker und Philosophen haben den Müll für sich entdeckt und nutzen ihn auf ihre Weise.
3sat


hallo
völlig am rande, nutzlos und von absolut keinem Wert für die Welt
erlaube ich mir eine Bemerkung: mdr hat ci verändert und deswegen ein
neues logo.
grüsse nach münchen
axel
[axel jäkel | 22.10.2003]
Antworten


Logo! Das MDR-Logo ist neu seit 1.10.2003, dieser ArchiTIPP wurde aber
schon Ende September veröffentlicht. Trotzdem danke für den Hinweis.
[Martin Schnitzer | 22.10.2003]
Antworten



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