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ARCHIVIERT: ArchiTV - TV-Programm Juni 2003

Hier finden Sie wieder die interessantesten Fernsehsendungen rund um das Thema Architektur und Bauen im Monat Juni 2003. Da läuft mehr als man denkt! Damit auch Sie auf dem Laufenden bleiben, wird dieser Beitrag permanent aktualisiert, sobald uns Informationen zu neuen Sendungen vorliegen. Also immer wieder mal reinschaun!

Arte 1Sonntag, 1. Juni 2003, 14:00 - 14:30 Uhr
kreativ - künstler hautnah

Magazin, Frankreich 2002
Wiederholung am Sonntag, 15. Juni 2003, 14:00 - 14:30 Uhr

'Kreativ - Künstler hautnah' zeigt Künstler aus Malerei, Bildhauerei, Musik, Theater, Zirkus, Film und Tanz bei der Arbeit; sie werden in Abständen von mehreren Wochen besucht, dies gibt dem Zuschauer die Möglichkeit, beim Entstehungsprozess eines Werkes dabei zu sein. Das Magazin zeigt den Fortgang der Dreharbeiten von Max Färberböcks zweiten Spielfilm in Berlin. Des weiteren werden die in London lebende, niederländische Tänzerin Didy Veldman sowie der französische Architekt Edouard François vorgestellt.
Arte / Edouard François / Projekt / Architekturszene Frankreich

BR3Sonntag, 1. Juni 2003, 19:00 - 19:45 Uhr
Topographie:
Die große Kunst ein kleines Haus zu bauen

Film von Dieter Wieland

Journalisten liegen vor einem neuen Helden auf dem Bauch - dem Stararchitekten. Er baut für teures Geld überall auf der Welt das Gleiche. Ort und Umgebung interessieren ihn nicht, Hauptsache, er drückt der Welt seinen Stempel auf, sein Markenzeichen. Damit auch ein Blinder sieht, aha, wieder ein typischer Soundso. Dieter Wieland sieht das ganz anders, für ihn sind die wahren Kenner unter den Architekten die, die ein Gespür entwickeln können für die Besonderheit des Orts, für die gebaute Umgebung, für Licht und Wetter, fürs Gelände und die Landschaft ringsum. Er zeigt drei Einfamilienhäuser, die sich mit drei sehr unterschiedlichen Orten auseinander setzen und genial darauf reagieren - mitten in einem intakten fränkischen Dorf, mitten in einem verhunzten, ganz normalen ländlichen Neubaugebiet und frei in der Landschaft in einem Obstgarten über der Donau. Drei ganz normale Häuser, ein Rechteck und ein Satteldach, aber jedes wieder neu und anders. Eins aber haben sie gemeinsam, klare Formen, beste Proportionen, hervorragende Grundrisse und jedes erschwinglich für den normalen Geldbeutel.
BR3 / Topographie / BuchTIPP: Grün kaputt

WDRMontag, 2. Juni 2003, 02:00 - 03:00 Uhr
Im Lichtbild der Großstadt - Berlin

Film von Manfred Wilhelms, Deutschland 1998

Der Film begleitet das Berlin dieser Tage eine kurze Strecke auf seinem Weg in die Metropole. Er zeigt eine Stadt im Umbruch - Berlin als 'work in progress' -, verweilt bei neuer und alter Architektur, ihren Bewohnern, Benutzern und Planern. Im Vodergrund stehen die Bau- und Planungsaktivitäten an zentralen Plätzen des Stadtbildes: Potsdamer Platz, Spreebogen, Friedrichstadt, Spreeinsel, Alexanderplatz. Sein besonderes Anliegen ist es, den Prozeß des derzeitigen Wandels in Architektur- und Stadtlandschaft zu dokumentieren. Er beobachtet das Geschehen mit flanierender Kamera und spürt so historischen Korrespondenzen und ästhetischen Assoziationen nach. Die Kamera, die das Auge des Erzählers darstellt, führt so durch die Kulissen einer Stadt wie durch die Bilder einer Ausstellung.
WDR / Info zum Film / BuchTIPP: Berlin - offene Stadt 2

NDRDienstag, 3. Juni 2003, 12:00 - 13:00 Uhr
Die Welt der Hamburger Kontorhäuser

Film von Stefan Mischer

Hamburgs Kontorhäuser sind Symbole von Kaufmannsstolz und Tradition. Zugleich stehen sie für den Aufbruch der Stadt ins Kommunikationszeitalter. Wo einst Reeder und international operierende Handelsunternehmen ihre Büros hatten, residieren heute immer häufiger Internet- und Werbeagenturen. Seit kurzem dienen sie sogar als dekoratives Ambiente für wilde Party- und Disconächte. Stefan Mischer porträtiert in seinem einstündigen Feature Vorstandschefs und Hausmeister, Unternehmerinnen und Barfrauen. Er erzählt Geschichten vom Büroalltag und großem Abenteuer, von den Geheimnissen des HAPAG-Hauses, des Afrika-Hauses, des Chile- und des Sloman-Hauses. Und er zeigt uns die Kunst der Architekten Höger und Haller, deren Arbeit heutigen Architekten immer noch als Vorbild dient. Hamburgs Kontorhäuser altern nicht. Sie sind Denkmäler, die mit der Zeit Schritt halten.
NDR

Arte 2Donnerstag, 5. Juni 2003, 20:15 - 20:45 Uhr
360º - die georeportage
Die Baustelle des Herrn

Von Peter Moers, Jörg Daniel Hissen, Deutschland 2000
Wiederholung am Donnerstag, 19. Juni 2003, 16:10 - 16:35 Uhr

'360º - Die Geo Reportage' berichtet über einen Mann und seinen Lebenstraum: eine eigene Kathedrale. Wie kommt ein Mensch auf die Idee, alleine eine Kathedrale zu bauen? Der Spanier Justo Gallego Martinez ist einfach einer Eingebung gefolgt. Der heute 78-Jährige baut seit mittlerweile 40 Jahren an seiner Kirche, meist ohne fremde Hilfe. Schon heute ist sie schon mehr als 25 Meter breit und 55 Meter lang, Das Stahlgerippe der Kuppel ragt 35 Meter hoch in den Himmel. Krone eines skurrilen Bauwerks, das sich Tag für Tag einen kleinen Schritt der Vollendung nähert.

Für die Bewohner von Mejorada del Campo ist der Anblick längst ganz Normal. In der Vorstadt Madrids, wächst zwischen modernen Wohnblocks eine Kathedrale. Nicht von einer Baufirma wird sie errichtet, sondern von einem einzelnen Menschen. Der ehemalige Mönch Justo Gallego Martinez geht täglich mit gleich bleibender Euphorie und Motivation an die Arbeit. Einen Bauplan gibt es nicht. Nur im Kopf von Martinez existiert die fertige Kirche. Allein aus Dingen, die die Menschen nicht mehr brauchen und durch Spenden von Baufirmen ist es ihm mit einfachsten Geräten gelungen, in den letzten 40 Jahren sein beachtliches Vorhaben so weit voranzubringen. Fehlende Statikkenntnisse gleicht er durch doppelte Wandbreiten und eine 'Extraportion' Zement aus. Unterstützt wird der alte Mann teilweise von Jugendlichen, die ihm in ihrer Freizeit gegen geringe Bezahlung behilflich sind. Doch den Hauptteil der anfallenden Arbeiten erledigt Martinez alleine - eben eine Lebensaufgabe, bei deren Realisierung keine Zeit für eine eigene Familie bleibt. Die Einwohner der Stadt stehen der Sache allerdings teilweise skeptisch gegenüber. Einige sehen in Martinez nur einen verrückten Alten, von dem man besser Abstand hält. Doch das Bauwerk und sein Errichter finden auch Bewunderung. Sie ziehen die Blicke der Menschen auf die kleine unscheinbare Vorstadt Madrids. Wie lange Martinez jedoch noch körperlich in der Lage sein wird, an seinem Bauwerk weiterzuarbeiten, ist ungewiss. Für alle Fälle hat er schon ein Testament geschrieben: Seine Kirche wird der Bischof erben!
Arte / Kathedrale

RBB 1Donnerstag, 5. Juni 2003, 21:15 - 21:30 Uhr
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Der Kölner Dom

Kulturdokumentation von Josef Becker

Unter den grossen Kirchen der Welt verkörpert der Kölner Dom den Typus der hochgotischen Kathedrale am reinsten und vollkommensten - und das trotz einer Bauzeit von 632 Jahren. Von 1248 bis 1560 mühten sich die mittelalterlichen Meister um das riesige Werk, das sie schliesslich nur zur Hälfte fertigstellen konnten. Der Dom war nicht nur das damals höchste Bauwerk der Welt, sondern er ist bis heute eine der grössten Kirchen der Christenheit und Kölns geliebtes Wahrzeichen.
RBB Berlin / Info / Kölner Dom

3sat 1Freitag, 6. Juni 2003, 14:00 - 14:15 Uhr
Architekturstreifzüge - Das Pelikanviertel in Hannover

Film von Christine Lissmann

Das Pelikanviertel in Hannover-List ist ein mehrfach ausgezeichnetes Bauprojekt mit städtebaulichem Charakter. Auf der Grundlage einer historischen Fabrikanlage verbindet es alte und neue Stilelemente und integriert verschiedene Nutzungsbereiche (Wohnen, Arbeit, Freizeit). Die um die Jahrhundertwende errichtete Fabrik der Firma 'Pelikan', Hersteller für Schreibgeräte und Büroartikel, wurde nach dem Konkurs seit Anfang der 90er Jahre renoviert. Im Zuge der Umnutzung ist ein ganzes Stadtviertel entstanden. Die Verbindung aus modernster Architektur und Industrieambiente zieht viele Firmen, vor allem aus kreativen Medienberufen, an. Die Wohnungen mit Loft-Charakter liegen ebenfalls im Trend.
3sat

ORF2Sonntag, 8. Juni 2003, 10:15 - 10:30 Uhr
Lentos - das Kunstmuseum am Fluss

In Linz, keltisch 'Lentos' - der Stadt an der Biegung des Flusses -, ist mit dem Neubau des LENTOS so etwas wie der Idealfall für eine international bedeutsame Kunstsammlung passiert: sie erhält ein Haus im Herzen der Stadt, direkt am Fluss, an der Donau. Ein Haus, das alle Stückeln spielt: 3.000 m2 Ausstellungsfläche mit Oberlicht, 800 m2 Depoträume mit optimalen Bedingungen für Lagerung, Transport und Ausstellungslogistik, eine zurückgenommene und zugleich waghalsige Architektur des Züricher Architektenduos Weber & Hofer, die durch Panoramafenster und durch den einfachen Kniff, ein 60 m langes Loch aus dem Museumskubus zu schneiden, andere Blicke auf die Stadt ermöglicht und dazu anregt, Linz als Stadt am Fluss neu zu entdecken. LENTOS-Direktor Peter Baum will im LENTOS den 13.000 Werke starken städtischen Kunstschatz, bis dato zumeist brachliegendes Material, aktivieren.
ORF2 / Kunstmuseum Linz / Weber + Hofer

3sat 2Montag, 9. Juni 2003, 21:15 - 21:30 Uhr
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Zeche Zollverein - Von Kohle zu Kunst

Film von Gisela Mahlmann
Wiederholung am Sonntag, 15. Juni 2003, 13:15 - 13:30 Uhr (SWR)

Abreißen, Planieren, Neubebauen - das ist das übliche Schicksal von Industrielandschaften, wenn die Produktion nicht mehr lohnt. Stätten der Arbeit galten lange als unästhetisch und reizlos. Die Zeche Zollverein in Essen ist die am vollständigsten erhaltene Zechenanlage Europas. 1986 wurde sie stillgelegt, doch schon lange vorher war geplant, die Zeche für künftige Generationen zu nutzen. Umwidmung und aufwändige Restauration sind die Stichwörter für einen neuen Umgang mit dem alten Industrierelikt: Der Weg führt von der Kohle zur Kunst. Im Kesselhaus der Zeche, wo einst der Dampfdruck für die Bewetterungsanlagen des Untertageabbaus erzeugt wurde, ist heute das Designmuseum Nordrhein-Westfalen. Das Turbinenhaus beherbergt ein Gourmetrestaurant zwischen Stahlträgern und alten Kesseln, im Salzlager der Kokerei fand Kabakovs 'Haus der Träume' Platz. In der großen Lesebandhalle, wo früher Gesteinsbrocken aus der Kohle verlesen wurden, werden heute Konzerte gegeben. Mit der Aufnahme der Zeche Zollverein in die UNESCO-Welterbeliste 2001 bleibt ein einzigartiges Zeugnis der Industriearchitektur erhalten, so dass der Weg der Kohle auch in Zukunft erlebbar bleibt.
3sat / Info / Zeche Zollverein

RBB 2Dienstag, 10. Juni 2003, 22:15 - 22:30 Uhr
Berlin Spezial
Josef Paul Kleihues - Der Architekt und seine Stadt

Film von Jörg Plenio und Ralf Lange
Wiederholung am Donnerstag, 12. Juni 2003, 01:10 - 01:25 Uhr

Josef Paul Kleihues hat als Architekt und Theoretiker das Berliner Baugeschehen in den letzten drei Jahrzehnten geprägt wie kaum ein anderer - in der 70er und 80er Jahren als Planungsdirektor der Internationalen Bauausstellung ebenso wie als Präsident der 2001 gegründeten Bauakademie. Der Film von Jörg Plenio und Ralf Lange zeigt Kleihues' Berliner Hauptwerke - von den Werkstätten der Stadtreinigung in Tempelhof über das viel diskutierte Kantdreieck bis hin zu den traditionsbewusst strengen Häusern rechts und links vom Brandenburger Tor. Einige seiner Gebäude kommentiert Kleihues 'vor Ort'. Wir besuchen den Architekten aber auch in seinem schönen Büro am Wasser und in seinem Charlottenburger 'Zweitbüro', der Promi-Lounge in der Paris Bar.

In dem von Kleihues zum Museum umgebauten Hamburger Bahnhof würdigt eine umfassende Ausstellung (12.06.2003 - 31.08.2003, Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart - Berlin) aus Anlass seines 70. Geburtstages das Gesamtwerk dieses einflussreichen und auch international geachteten deutschen Architekten.
RBB Berlin / Info / Josef Paul Kleihues / BuchTIPP / Ausstellung

Arte 3Mittwoch, 11. Juni 2003, 22:15 - 23:15 Uhr
der choreograf und sein architekt:
frédéric flamand und jean nouvel

Mitwirkende: Tänzer der Truppe Compagnie Charleroi/Danses-Plan K
Belgien 2003
Wiederholung am Dienstag, 24. Juni 2003, 14:30 - 15:30 Uhr

Der belgische Choreograf Frédéric Flamand und der französische Stararchitekt Jean Nouvel haben bereits auf der Expo 2000 und auf dem Tanzfestival in Cannes zusammengearbeitet. Der Film dokumentiert die Entstehung ihres gemeinsamen Arbeit 'Body, Work, Leisure'. Aus der Begegnung von Tanz und Architektur ist ein wahres Meisterstück entstanden.

Für die Architektur und den Tanz hat der Raum eine ganz besondere Bedeutung. Die Interaktion von beiden ist besonders spannend, da die Architektur etwas Dauerhaftes schafft, der Tanz aber von der Vergänglichkeit lebt. In den Choreografien von Frédéric Flamand spielt die Architektur eine besondere Rolle. Auf der Expo 2000 in Hannover haben der belgische Choreograf Frédéric Flamand und der französische Stararchitekt Jean Nouvel bereits gemeinsam an einem Projekt für den Themenpark gearbeitet. Mit 'Body, Work, Leisure' setzten sie ihre Arbeit fort und 2001 stellten sie ihr gemeinsames Werk auf dem Tanzfestival von Cannes vor. Die Tänzer verkörpern dabei verschiedene Berufe und Arbeitsweisen. Der Film dokumentiert aus der Perspektive einer Tänzerin den Schaffensprozess und die Entstehung der Choreografie. Mit Interviews wagt er einen Blick hinter die Kulissen.

Die Bühnenkonstruktionen verblüffen den Zuschauer, permanent verändert sich der Raum. Licht, Videoscreens ('bluescreens') und Spiegel helfen dabei. Der Dialog zwischen den verschiedensten Disziplinen spielt im Werk von Frédéric Flamand eine ganz besondere Rolle. Seit seinen Anfängen als Choreograf arbeitet er mit bildenden Künstlern, Architekten, Videokünstlern, Musikern und Tänzern zusammen und versucht, die verschiedenen Kunstformen in einer Art Gesamtkunstwerk zu vereinen. Frédéric Flamand hat bereits mit 'Diller & Scofidio' und Zaha Hadid zusammengearbeitet und ihre Architektur in die Choreografien mit einbezogen. Rudolf Laban, Oskar Schlemmer und Jerzy Grotowski haben das Werk von Flamand nachhaltig geprägt.

Der Choreograf Frédéric Flamand gründete 1973 die Kompagnie 'Plan K' in Brüssel. 1991 wurde er künsterlischer Leiter des 'Ballet Royal de Wallonie'. Später leitete er die Charleroi/Dances-Plan K. Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehören: 'Quarantaine' (1980), 'Scan Lines' (1984), 'La Chute d'Icare' (1989), 'Titanic' (1992), 'Ex Machina' (1994), 'Moving Target' (1996), 'EJM1/Muybridge - Man walking at ordinary speed' (1998) und 'EJM2' (1998). Mit der visionären Stararchitektin Zaha Hadid erarbeite er das Projekt 'Metapolis - Projekt 972'. Für den Themenpark der Expo 2000 in Hannover arbeitete er schon einmal mit dem Architekten Jean Nouvel zusammen an dem Projekt 'Futur du travail'. In diesem Jahr ist Frédéric Flamand der künstlerische Leiter im Bereich Tanz auf der Biennale von Venedig.

Der Architekt Jean Nouvel wurde 1945 in Fumel in Frankreich geboren. Er besuchte unter anderem die 'Ecole des Beaux Arts'. 1991 wurde er Vizepräsident des 'Institut Français d'Architecture'. Für seine Arbeiten erhielt Nouvel zahlreiche Auszeichnungen darunter die 'Equerre d'Argent' für das beste französische Gebäude, für das 'Institut du Monde Arabe' in Paris. Er hat außerdem die 'Opéra National de Lyon' entworfen.
Arte / Jean Nouvel / BuchTIPP

RBB 3Donnerstag, 12. Juni 2003, 01:10 - 01:25 Uhr
Berlin Spezial
Josef Paul Kleihues - Der Architekt und seine Stadt

Film von Jörg Plenio und Ralf Lange
Wiederholung vom Dienstag, 10. Juni 2003

VoxFreitag, 13. Juni 2003, 00:15 - 00:50 Uhr
Mitternachtsmagazin:
Wozu braucht man Wolkenkratzer?
Die Skylines von Frankfurt, Chicago und New York

Reportagen und Dokumentationen

Weil Chicago abbrannte, wenig später (in der Mitte des 19. Jahrhunderts) der Fahrstuhl erfunden wurde und die Baupreise in Manhattan explodierten, wurde der Wolkenkratzer erfunden. Er war zunächst ein Zweckobjekt für die Profitsteigerung, ist aber heute ein Teil des gesellschaftlichen Selbstbewusstseins. Städte sind stolz auf ihre Skyline. Die Soziologin Prof. Dr. Marianne Rodenstein hat die Wolkenkratzer untersucht. In welche Richtung wird die Entwicklung nach dem 11. September weitergehen? Werden Wolkenkratzer irgendwann die "Dinosaurier der Städte" sein?
Vox / BuchTIPP

Arte 4Samstag, 14. Juni 2003, 16:10 - 16:50 Uhr
360º - die georeportage
Chandigarh - Leben Im Beton

Film von Sylvain Roumette, Deutschland 1998

Die indische Stadt Chandigarh zeugt nicht nur von den Visionen des berühmten Architekten Le Corbusier, sondern steht zugleich für die Vision eines modernen Indien. Der Dokumentarfilm besucht die Bewohner der Stadt.

Chandigarh - die Stadt, die 1948 aus dem Nichts erbaut wurde, ist ein politisches Manifest für das neue, unabhängige Indien, dessen Strukturen sich von der Agrargesellschaft zur modernen, demokratischen Industriegesellschaft wandelten. Chandigarh ist gleichzeitig ein Manifest Le Corbusiers, des Hauptpropheten der modernen Architektur: Er war überzeugt, dass die Industriegesellschaft eine neue Wohnform und eine neue Städteplanung brauchte. Die Stadt sollte strikt unterteilt sein in Arbeits- und Freizeitbereiche. Jeder Bereich sollte autonom sein. Menschen sollten in Hochhäusern leben und arbeiten - in Gebäuden, die monumentalen Inszenierungen gleichen. Chandigarh war der Versuch Le Corbusiers, die abendländische Moderne der indischen Kultur anzupassen. Aber haben nicht vielmehr die Inder die Stadt Le Corbusiers erobert?

Der Film zeigt die Menschen, die in der Stadt leben. Menschen, die diese künstliche Stadt dazu genutzt haben, etwas eigenes daraus zu machen - etwas, das ihren Wünschen und Bedürfnissen entspricht und weniger den Visionen von Le Corbusier. Rechtsanwalt Gupta kennt die Glanzzeiten Chandigarhs aus seiner Kindheit und aus Erzählungen seines Vaters. Dieser gehörte zu den Pionieren, die sich gleich zu Beginn hier niederließen. Gupta schwärmt von seiner Stadt und der Lebensqualität, die sie anbietet. Zwar war die anfänglich geplante Trennung verschiedener Lebensbereiche nicht durchzuhalten und in Folge dessen wurden Gebäude umfunktioniert. Die Utopie der Anfänge mag als gescheitert gelten, aber trotzdem möchten selbst die ärmsten Einwohner Chandigarhs wie zum Beispiel der Rikscha-Fahrer Satish nirgendwo sonst leben.

Der Architekt und Maler, Le Corbusier, mit bürgerlichem Namen Charles Jeanneret , wurde am 6. Oktober 1887 in La Chauxde-Fonds in der Schweiz geboren. Nach einer Ausbildung als Graveur war er zunächst als Maler und Goldschmied an der Ecole d'Art in seinem Geburtsort tätig. Ab 1904 wird er an derselben Hochschule zum Architekten ausgebildet. Im Jahr 1917 zog er nach Paris. Dort gründete er im Jahr 1919 die Zeitschrift 'L'Esprit Nouveau', in der er seine Konzeption einer modernen Architektur darlegte und in der er zum ersten Mal Texte mit dem Pseudonym Le Corbusier kennzeichnete. In seinem 'Manifest des Purismus' definiert er das wahre Kunstwerk, als eines das durch den Umgang mit elementaren, geometrischen Formen bestimmt wird. 1922 publiziert er sein städtebauliches Konzept einer 'strahlenden Stadt' (Ville Radieuse). Auch hier bilden geometrische Formen die Basis der Städteplanung. Das Konzept beinhaltet ansonsten die strenge Trennung von Auto- und Fußgängerverkehr sowie die Bebauung der Stadt in Form von Großwohneinheiten, in die Versorgungs- und Dienstleistungseinrichtungen wie beispielsweise Geschäfte integriert werden. 1923 veröffentlicht er seine Schriften unter dem Titel 'Vers und Architecture' und nimmt an einer Ausstellung des Bauhauses in Weimar teil. 1927 beteiligt er sich mit Entwürfen am Bau der Stuttgarter Weißenhofsiedlung. Ab 1929 ist er weltweit als Städteplaner tätig. Er errichtet so berühmte Bauten wie das Nachtasyl der Heilsarmee in Paris oder das Schweizer Haus (Fondation Suisse) in der 'Cité Universitaire de Paris'. Zunehmend skulpturale Formen weisen seine Bauten nach dem Zweiten Weltkrieg auf wie beispielsweise die 'Unité d'habitation' in Marseilles. Zwischen 1950 und 1954 errichtete er die Wallfahrtskirche in Notre-Damedu-Haut in Ronchamps, ein nach plastischen Vorstellungen gestalteter Bau. In den 60er Jahren wird sein Entwurf für das 'Carpenter Center for Visual Arts' für die 'Harvard University' realisiert. Am 27. August 1965 stirbt Le Corbusier nahe Cap Martin bei Nizza.
Arte / Info / Chandigarh / Le Corbusier

Arte 5Samstag, 14. Juni 2003, 20:15 - 20:45 Uhr
neue gartenkunst, Folge 2 von 4
Der Garten als Bühne - Vladimir Sitta

Dokumentation von Christoph Schuch, Deutschland 2003

Mit vier neuen Folgen setzt Arte die Reihe 'Neue Gartenkunst' fort, die international bekannte Gartengestalter mit innovativen Projekten vorstellt - jeweils am Samstag um 20.15 Uhr. Heute: Vladimir Sitta. Der tschechische Gartenarchitekt, der vor zwanzig Jahren als Einwanderer nach Australien kam, weiß minimalistische Moderne und barocke Theatralik zu verbinden. Der Garten fungiert für ihn als Bühne, auf der man sogar Effekte wie Feuer einsetzen kann, um die Natur in Szene zu setzen.

Vladimir Sitta kam vor zwanzig Jahren als Einwanderer nach Australien. Damals brachte der gebürtige Tscheche neue Ideen für die zeitgenössische Gartengestaltung auf dem Fünften Kontinent mit. Mittlerweile ist Sitta nicht nur in seiner neuen Heimatstadt Sydney gefragt. Der Gartenarchitekt gibt auch weltweit Impulse für urbanes Gartendesign. Er versteht es, minimalistische Moderne und barocke Theatralik zu einem aussagekräftigen Stil zu verschmelzen. Den Garten sieht Vladimir Sitta als Bühne, die er mit den verschiedensten Themen bespielt. Hauptakteure sind die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft. Um sie im Garten angemessen in Szene zu setzen, arbeitet er mit technischen Spezialeffekten und scheut selbst nicht davor zurück, Feuer einzusetzen. Dank Sittas perfektionistischer Arbeitsweise und hochwertiger Materialien erreicht selbst ein kleiner Stadtgarten ein Höchstmaß an Gartenkunstgenuss. So verwandelt Sitta zum Beispiel einen gerade mal 70 qm großen Garten mit Bambussträuchern, einer Skulptur, mystischem Wasserdampf und einem ausgeklügelten Beleuchtungssystem in das 'Theater of Light Garden'.

Trotz seiner romantischen Ader beschränkt sich Vladimir Sitta keineswegs nur auf den Entwurf individueller, städtischer Oasen. Sein Gartendesign soll den Betrachter zugleich überraschen, mit diesem kommunizieren oder gar mit Widersprüchen konfrontieren. Besonders auffällig ist dies im 'Garten der australischen Träume', den Sitta in der Hauptstadt Australiens, in Canberra, anlegte. Es ist ein Versuch, mit Hilfe eines Gartens die Geschichte des Landes zu erzählen. Hinter der modernen Fassade des Gartens steht die uralte Philosophie der australischen Ureinwohner. Für die Aborigines ist das Land ein Stoff, der aus Geschichten gewebt ist.

Eine weitere Spielart Sittas, sich künstlerisch mit Natur auseinander zu setzen, sind seine Skizzen von imaginären Landschaften. Diese manchmal humorvollen, oft jedoch kafkaesken Gebilde verweisen auf Vladimir Sittas osteuropäische Wurzeln. Neben dem Garten des neuen Nationalmuseums in Canberra und einem großzügigen Farmgarten im Landesinneren zeigt der Film drei kleine, aber feine Stadtgärten in der faszinierenden Metropole Sydney. Zur Rolle des Gartens sagt Vladimir Sitta: 'Wahrscheinlich sind alle Gärten romantisch, denn wir glauben daran, dass sie überleben werden. Mich selbst würde ich nicht als einen kompletten Romantiker beschreiben. Vielleicht bin ich insofern romantisch, weil ich daran glaube, dass meine Gärten Dinge positiv verändern können.'
Arte / Vladimir Sittas Skizzenbuch

SWRSonntag, 15. Juni 2003, 13:15 - 13:30 Uhr
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Zeche Zollverein - Von Kohle zu Kunst

Film von Gisela Mahlmann
Wiederholung vom Montag, 9. Juni 2003 (3sat)
SWR

Arte 6Sonntag, 15. Juni 2003, 14:00 - 14:30 Uhr
kreativ - künstler hautnah

Magazin, Frankreich 2002
Wiederholung vom Sonntag, 1. Juni 2003

Arte 9Donnerstag, 19. Juni 2003, 16:10 - 16:35 Uhr
360º - die georeportage
Die Baustelle des Herrn

Von Peter Moers, Jörg Daniel Hissen, Deutschland 2000
Wiederholung vom Donnerstag, 5. Juni 2003

HR 3Donnerstag, 19. Juni 2003, 16:15 - 17:15 Uhr
Die Pyramide - Ein Weltwunder entsteht

Film von Jonanthan Stamp

Wie wurde die Große Pyramide von Gizeh erbaut? Und warum? Das fragen die Menschen seit über 4.000 Jahren. Kein Bauwerk hat zu mehr Spekulationen Anlass gegeben als die Cheops-Pyramide. Wie gelang es den alten Ägyptern, mit einfachsten Werkzeugen eine so verblüffende Präzision in den Abmessungen zu erreichen? Wie wurden die tonnenschweren Steine so exakt in Position gebracht? Wer waren die Arbeiter und wie lange brauchten sie für diese übermenschliche Aufgabe?

Der Film 'Die Pyramide' gibt Antworten auf diese Fragen. Auf der Grundlage aktueller archäologischer Forschungsergebnisse und mit Hilfe modernster visueller Technologie nimmt er uns mit auf eine Reise in die Zeit der Pyramidenbauer. Er erzählt die Baugeschichte aus der Sicht von Nakht, einem jungen ägyptischen Arbeiter, der wird für den Bau der Pyramide rekrutiert wird und sich vom einfachen Wasserträger zum verantwortungsvollen Aufseher hocharbeitet.

Eine Hochglanz-Coproduktion von BBC, TBS Live Inc und NDR, aufwendig gedreht, ergänzt durch modernste Computeranimation, vom selben Team, das für 'Gladiator' einen Oskar bekam. 'Die Pyramide' führt die Zuschauer auf eine Zeitreise ins alte Ägypten und lässt sie den Bau des wohl spektakulärsten Bauwerks der Welt erstmals als Augenzeugen miterleben.
HR3

3sat 3Freitag, 20. Juni 2003, 14:00 - 14:15 Uhr
Architekturstreifzüge
Die Herrenhäuser Gärten in Hannover

Film von Michael Sutor

Herrenhausen bei Hannover ist bis heute Inbegriff barocker Gartenpracht. Doch nicht nur die prunkvollen Grünanlagen haben europäischen Rang. Auch die Architektur des barocken Lustschlosses und seiner vielen Nebengebäude war spektakulär, jedoch hat der Zweite Weltkrieg die Bauten größtenteils zerstört. Die 'Architekturstreifzüge' präsentieren, was der Krieg stehen ließ: die Galerie und Orangerie mit ihren Freskenzyklen sowie den spektakulären Neubau des Palmenhauses, in dem erfolgreich ein kleines Stück Regenwald simuliert wird.
3sat / Herrenhausen

Arte 7Freitag, 20. Juni 2003, 16:15 - 16:45 Uhr
360º - die georeportage
Brasilia - Metropole vom Reißbrett

Reportage von Jorge Bodanzky, Deutschland 1998
Wiederholung am Donnerstag, 26. Juni 2003, 16:15 - 16:45 Uhr

Die Geo-Reportage führt in die facettenreiche Stadt Brasilia, eine Metropole die vom Reißbrett bekannter Architekten und Städteplaner wie Oscar Niemeyer und Lucio Costa stammt. Wie ein Magnet zog die Stadt bei ihrer Gründung 1960 die verschiedenartigsten Menschen an, die alle mit der gleichen Erwartung kamen: Sie wollten in einer Stadt leben, in der es keine sozialen Unterschiede geben sollte und jeder willkommen war. Der Städteplaner Lucio Costa hatte den nationalen Wettbewerb für den Grundriss der neuen Stadt gewonnen. Er entwarf die Hauptachsen der Stadt als Kreuz - als Symbol für Zeit, Raum und Ewigkeit. Inmitten der Einöde des Landesinneren wurde Brasilia hochgezogen. Der Architekt und Mitbegründer Brasilias Oscar Niemeyer fasste einige Jahre nach der Entstehung der Stadt die Anfangsjahre zusammen: 'Brasilia war ein großer mutiger Entwurf, der sich zum Ziel gesetzt hatte, die Entwicklung von fünfzig Jahren in fünf Jahren vorzunehmen. Die Eile war eine Frage des Enthusiasmus.'

Aber durch den Militärputsch 1964 wurden die Menschen in Brasilia brutal aus ihrem Traum herausgerissen, bevor die Utopie sich in der Realität entfalten konnte: 'Es war fast wie ein Kindermord, der Tod einer Stadt während ihrer Geburt.' Luiz Umberto, Architekt und Professor für Fotografie hat den Militärputsch miterlebt. Heute sind die sozialen Gegensätze in Brasilia krasser als anderswo in Brasilien. Luiz Umberto führt uns durch die Stadt. Er arbeitet an der Universität von Brasilia, die während des Militärputsches besetzt wurde: 'Intellektuelle wurden festgenommen und die Stadt wurde ihrem eigenen Schicksal überlassen', sagt er und dennoch ist Luiz Umberto Brasilia treu geblieben. Was ist es, das die Pioniere Brasilias noch hält? Trotz aller Rückschläge gilt Brasilia bis heute als die Denkmaschine des Landes. Warum übt es auch auf junge Leute eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus?

Oscar Ribeiro de Almeida de Niemeyer Soares, geboren am 15. Dezember 1907 in Rio de Janeiro, begann seine Architektenlaufbahn 1935 im Architektenbüro von Lucio Costa und Carlos Leão, den Verfechtern der modernen Architektur in Brasilien. Zusammen mit Costa und mit Le Corbusier als Berater baute Niemeyer von 1937 bis 1943 das berühmte Gesundheits- und Erziehungsministerium in Rio de Janeiro. Mit Le Corbusier schuf er dann einen Wolkenkratzer, der als Meilenstein auf dem Gebiet der Architektur gefeiert wurde. Er war schon ein international bekannter Architekt, als er 1939 mit Costa den brasilianischen Pavillon für die New Yorker Weltausstellung entwarf. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte er zu jenem Team weltbekannter Architekten, das 1947-1952 mit den Entwürfen und der Realisierung des United Nations Buildings in New York beauftragt war.

Zu Weltruhm kam der Architekt durch die spektakulären Planungen und Bauten für die Reißbrettstadt Brasilia in den 60er Jahren. 1956 war er von Präsident Kubitschek mit der Planung der neuen brasilianischen Hauptstadt beauftragt worden. Die wichtigsten Niemeyer-Bauten befinden sich an der 'Praça dos Tres Poderes' mit dem Senat, dem Parlament, dem Obersten Gerichtshof und dem Gebäude 'Planalto'. Nach seinen Entwürfen wurden auch die Ministerien, die Universität und der Sitz des Präsidenten, der Alvorada-Palast, realisiert. Die zu diesem Palast gehörende Kirche verglich man mit einem großen weißen Schneckenhaus.

Während der Militärdiktatur in Brasilien wurde der bekennende Kommunist verfolgt und mit einem Arbeitsverbot belegt. Im Exil half er beim Wiederaufbau der von Erdbeben und Bürgerkrieg zerstörten Hauptstadt Nicaraguas, Managua. Nach der Demokratisierung des Militärregimes konnte Niemeyer auch wieder in Brasilien arbeiten. 1986 erhielt er den Auftrag, die Industriemetropole São Paulo in eine 'menschengerechte Stadt' zu verwandeln. Für Rio de Janeiro entwarf er ein Monument zum Gedenken der Folteropfer in den lateinamerikanischen Diktaturen. 1996 wurde in Niteroi bei Rio das von Niemeyer entworfene Museum für zeitgenössische Kunst eröffnet, das die Form eines gelandeten UFOs hat.
Arte / BuchTIPP

NDRSonntag, 22. Juni 2003, 11:00 - 12:00 Uhr
Backsteingotik in Mecklenburg-Vorpommern

Film von Monika Schepeler

Weithin sichtbar machen kolossale Backsteinkathedralen auf sich aufmerksam. Prächtige Stadttore, verzierte Giebelhäuser, geschmückte Rathausfassaden ziehen bewundernde Blicke auf sich. Gotische Schönheiten aus gebackenem Stein. Der rote Backstein gibt Mecklenburg-Vorpommern ein einmalig reizvolles Gesicht. Und er erzählt Geschichten aus einer Zeit, als Macht und Reichtum der Hanse dem Land einen enormen Wirtschafts- und Bauboom bescherten. Als europäische Kulturgeschichte geschrieben wurde zwischen Wismar und Wolgast - in Backstein.

Dass der kleine rote Ziegel historische Größe erlangte und sogar einem Architekturstil seinen Namen gab, der Backsteingotik, hat er dem Mangel an Baumaterial im Norden zu verdanken. Hier musste man aus Lehm Steine brennen, eine alte Technik, die Mönche im 12. Jahrhundert aus Italien mitbrachten. Wie aufwändig die Backsteinherstellung à la Mittelalter ist, zeigen Filmaufnahmen in einer Ziegelei. Noch niemals zuvor waren aus Millionen dieser kleinen Backsteine gigantische Kathedralen mit himmelhohen freischwebenden Gewölben errichtet worden. Ohne jegliche statische Berechnung. Der Film stellt Beispiele für die Kühnheit und Kreativität der mittelalterlichen Baumeister vor und zeigt auf der größten gotischen Baustelle Europas, der Wismarer Georgenkirche, wie Gewölbe gemauert werden.

Es war nicht nur Backstein und Mörtel, was die gewaltigen Kathedralen zusammenhielt, Gottesfurcht bildete ihr Fundament - und hanseatischer Bürgerstolz. Macht und Reichtum mit eindrucksvollen Bauten zur Schau gestellt. Der mittelalterliche Architekturwettbewerb, angestachelt durch Konkurrenz- und Prestigekampf zwischen Städten und Zünften, schuf Denkmale, die zum Weltkulturerbe gehören. Der Film geht auf Entdeckungsreise ins Backsteinland Mecklenburg-Vorpommern, spürt Geschichten hinter den Steinen auf und stellt Menschen vor, die sich auf unterschiedliche Weise um die Bewahrung des Backsteinerbes bemühen.
NDR

Arte 10 Dienstag, 24. Juni 2003, 14:30 - 15:30 Uhr
der choreograf und sein architekt:
frédéric flamand und jean nouvel

Mitwirkende: Tänzer der Truppe Compagnie Charleroi/Danses-Plan K
Belgien 2003
Wiederholung vom Mittwoch, 11. Juni 2003

Arte 8Donnerstag, 26. Juni 2003, 16:15 - 16:45 Uhr
360º - die georeportage
Brasilia - Metropole vom Reißbrett

Reportage von Jorge Bodanzky, Deutschland 1998
Wiederholung vom Freitag, 20. Juni 2003


Am Freitag, dem 13. Juni 2003 von 00:15 - 00:50 Uhr erschien im
Mitternachtsmagazin, die dokumentation
"Wozu braucht man Wolkenkratzer?
Die Skylines von Frankfurt, Chicago und New York " aus großem
Interesse an dieser Dokumentation, möchte ich gern wissen, wann diese
Dokumentation noch einmal ausgestrahlt wird.Falls das in den nächsten
2 Monaten nicht der fall sein sollte, würde ich gern in Erfahrung
bringen wollen, ob diese Dokumentation irgendwo zu kaufen ist oder sie
direkt über die Redaktion zu mir gesendet werden könnte. Oder es noch
andere Dokumentationen über Wolkenkratzer/ Hochhäuser gibt. Vielen
dank. Mit freundlichen Grüssen.Stefanie Greif.

[Stefanie Gref | 21.04.2005]
Antworten


@Stefanie Greif: Da würde ich mal beim Sender anfragen, der das damals
ausgestrahlt hat: http://www.dctp.de
[Martin Schnitzer | 21.04.2005]
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